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Nachrichten

30.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:03

Nachrichten von Donnerstag, 30. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Bewerbungsschluss für Cameron-Nachfolge:

Bei den britischen Tories endet die Frist, sich nach dem Brexit-Votum um die Nachfolge von Parteichef und Premierminister David Cameron zu bewerben. Als erster warf gleich zu Beginn der wenig bekannte Rentenminister Stephen Crabb seinen Hut in den Ring. Als Favoriten gelten der ehemalige Londoner Bürgermeister Boris Johnson und Innenministerin Theresa May. Auch Gesundheitsminister Jeremy Hunt und Ex-Verteidigungminister Liam Fox erwägen eine Kandidatur. Wenn es mehr als zwei Kandidaten gibt, wird das Bewerberfeld kommende Woche per Abstimmung der Tory-Abgeordneten verkleinert. Über die verbleibenden zwei Kandidaten sollen dann die rund 150.000 Parteimitglieder per Briefwahl abstimmen. Das Ergebnis wird für den 9. September erwartet.

Hilfskonvoi erreicht belagerte syrische Städte:

Zum ersten Mal nach fast vier Jahren hat ein Hilfskonvoi zwei vom syrischen Regime belagerte Orte östlich von Damaskus erreicht. 37 Lastwagen hätten Nahrung, Medizin und andere humanitäre Hilfe für 20.000 Menschen nach Samalka und Irbin gebracht, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit. Laut Aktivisten sind die beiden Orte seit November 2012 von der Versorgung abgeschnitten. Mit dem Konvoi haben jetzt nach UN-Angaben alle 18 belagerten Gebiete in Syrien Hilfe erhalten. Die Transporte für Samalka und Irbin hatten sich in den vergangenen Wochen immer wieder verzögert. Die syrische Opposition hat Hilfe für belagerte Gebiete zur Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Friedensgespräche mit Vertretern der Regierung von Syriens Präsident Baschar al-Assad gemacht.

Nach Atatürk-Anschlag: Rekonstruktion des Tathergangs :

Nach dem Terrorangriff auf den Atatürk-Flughafen in Istanbul sieht die türkische Regierung keine Versäumnisse bei der Sicherheit. Aus Regierungskreisen hieß es jedoch, einer der drei Selbstmordattentäter sei in die Abflughalle des Internationalen Terminals eingedrungen. Er habe sich an der Sicherheitskontrolle im Eingangsbereich in die Luft gesprengt. Danach habe der zweite Attentäter ins Gebäude gelangen können und seinen Sprengsatz in der Abflughalle gezündet. Ein dritter Attentäter habe sich anschließend draußen vor dem Gebäude in die Luft gesprengt. Ministerpräsident Binali Yildirim macht die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) für den Anschlag verantwortlich. Mindestens 44 Menschen wurden getötet. Es war bereits der vierte schwere Anschlag in Istanbul seit Jahresbeginn. Die Terrororganisation hat sich bisher zu keinem der Anschläge in der Türkei bekannt. Nach Angaben der Rundfunkbehörde RTÜK verhängte ein Gericht in Istanbul eine Nachrichtensperre über den Anschlag.

Kim Jong Un übernimmt neues Spitzenamt in Nordkorea:

Mit der Übernahme eines neu geschaffenen Spitzenpostens hat Nordkoreas Herrscher Kim Jong Un seinen Machtanspruch ausgebaut. Die Oberste Volksversammlung in Pjöngjang wählte den 33-Jährigen einstimmig zum Vorsitzenden eines neu eingerichteten "Komitees für Staatsangelegenheiten". In diesem wird künftig die Führung über Armee, Staat und Partei gebündelt, wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete. Das neue Gremium tritt an die Stelle des "Nationalen Verteidigungskomitees", das bislang als oberste Regierungsbehörde in dem isolierten Staat galt. Nach Einschätzung von Analysten kommt Kim Jong Un mit dem neuen Posten der Übernahme des Präsidentenamts nahe. Dieses hatte zuletzt sein Großvater, Staatsgründer Kim Il Sung, inne. Er wurde nach seinem Tod 1994 offiziell zum "ewigen Präsidenten" ernannt, das Amt blieb seitdem formell unbesetzt.

UN schicken weitere 2500 Soldaten und Polizisten nach Mali:

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat der Entsendung weiterer 2000 Soldaten und fast 500 Polizisten für die Friedensmission im westafrikanischen Mali zugestimmt. Der Entschluss ist eine Reaktion auf die jüngste Welle der Gewalt. In den vergangenen vier Jahren wurden in Mali, wo seit Februar dieses Jahres auch etwa 300 Soldaten der Bundeswehr stationiert sind, mehr als 70 UN-Soldaten getötet. Mit der von Frankreich entworfenen UN-Resolution wird das Mandat für die Friedensmission MINUSMA bis Juni 2017 verlängert. Zudem wird die Zahl der zu entsendenden Blauhelme von 11.240 auf insgesamt knapp 13.300 erhöht.

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