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Nachrichten

30.06.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:54

Nachrichten von Dienstag, 30. Juni 2015 – langsam gesprochen als MP3

Tsipras knüpft politische Zukunft an Referendum:

Der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seine politische Zukunft mit dem Ausgang der Volksabstimmung über den Spar- und Reformkurs des Landes verknüpft. Sollten die Bürger für das Sparprogramm stimmen, werde seine Regierung das respektieren, aber sie werde die Pläne nicht mittragen. Details über das weitere Vorgehen nach dem Referendum am kommenden Sonntag nannte Tsipras nicht. Er sagte lediglich, das Ziel der Volksabstimmung sei die Fortsetzung der Verhandlungen. In Athen und Thessaloniki demonstrierten am Abend Tausende Anhänger der linksgerichteten Regierung Tsipras gegen die Reformvorschläge der internationalen Geldgeber. An diesem Dienstag läuft das aktuelle Hilfsprogramm für das von der Staatspleite bedrohte Euro-Land aus, zugleich steht eine Kreditrückzahlung in Höhe von knapp 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) an. Athen wird die fällige Rate an den IWF nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble aber nicht zahlen.

Wikileaks: USA spionierten auch französische Wirtschaft aus:

Nur eine Woche nach den Enthüllungen über angebliche US-Spähaktionen gegen drei französische Präsidenten legt Wikileaks nach. Die Amerikaner sollen nach Erkenntnissen der Enthüllungsplattform systematisch und umfangreich auch Wirtschaftsspionage gegen Frankreich betrieben haben. Wikileaks veröffentlichte weitere angebliche Geheimdokumente des Geheimdienstes NSA. Demnach sollen die USA sich für internationale Verträge französischer Unternehmen mit einem Wert von mehr als 200 Millionen US-Dollar (rund 180 Millionen Euro) interessiert haben. Zudem seien jahrelang der damalige Pariser Wirtschaftsminister und heutige EU-Kommissar Pierre Moscovici, hochrangige Beamte und der französische Botschafter in den USA abgehört worden. Die nun veröffentlichten Dokumente datieren nach Angaben von Wikileaks zum Teil bis zum Jahr 2002 zurück.

5+1-Gruppe legt Iran Kompromiss zu Inspektion von Militäranlagen vor:

Bei den Verhandlungen über das iranische Atomprogramm haben die internationalen Verhandlungspartner dem Iran einen Kompromissvorschlag zur Beilegung des Streits um die Inspektion von Militäranlagen vorgelegt. Es sei ein Prozess ausgearbeitet worden, der den Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) den nötigen Zugang geben werde, sagte ein hochrangiger US-Vertreter der Nachrichtenagentur AFP am Verhandlungsort in Wien. Der Iran und die Gruppe der fünf UN-Vetomächte und Deutschland beraten derzeit über die letzten offenen Fragen eines Abkommens, das den jahrelangen Streit um das iranische Atomprogramm endgültig beilegen soll. Eigentlich sollten die Verhandlungen an diesem Dienstag zum Abschluss kommen, doch wurde am Sonntag angekündigt, dass die Verhandlungspartner wegen der verbleibenden Differenzen noch etwas länger bräuchten.

UN-Sicherheitsrat verlängert Einsatz auf den Golanhöhen:

Trotz wiederholter Angriffe auf die Blauhelm-Truppen hat der UN-Sicherheitsrat den Einsatz auf den Golanhöhen verlängert. Die 15 Mitglieder des Gremiums verabschiedeten in New York einstimmig eine Resolution, die das Mandat der UNDOF-Truppe an der israelisch-syrischen Grenze bis zum Ende des Jahres ausdehnt. Gleichzeitig betonten sie ihre Besorgnis über die sich weiter verschlechternde Sicherheitslage und verurteilten die Angriffe auf die Blauhelmsoldaten. Die etwa 1200 Mann starke Truppe wird immer wieder in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen. Auf den Golanhöhen waren nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 UN-Soldaten stationiert worden, um die Waffenruhe zwischen Syrien und Israel zu überwachen.

Militärmaschine stürzt auf Wohngebiet in Indonesien:

In Indonesien ist ein Militärflugzeug kurz nach dem Start über einem Wohngebiet abgestürzt. Die Maschine des Typs Hercules C-130 ging dabei in Flammen auf, wie ein Militärsprecher mitteilte. Nach ersten Angaben von Rettungskräften wurden mindestens 30 Tote gezählt. Ihre Zahl könne sich noch erhöhen, hieß es. Unklar ist, ob es sich um Opfer an Bord oder am Boden handelt. Der Unfall ereignete sich in der Millionenstadt Medan auf der Insel Sumatra. In dem Flugzeug waren nach Angaben des Militärsprechers zwölf Besatzungsmitglieder und eine bislang unbekannte Anzahl von Passagieren. Die C-130 ist ein Transportflugzeug, das oft bei der Katastrophenhilfe eingesetzt wird. Es kann auch mehrere Dutzend Personen transportieren.

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