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Nachrichten

30.06.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:54

Nachrichten von Montag, 30. Juni 2014 – langsam gesprochen als MP3

ISIS-Dschihadisten rufen Kalifat aus :

Drei Wochen nach dem Beginn ihres Eroberungszuges im Irak hat die ISIS-Terrorgruppe einen Gottesstaat ausgerufen. In einer im Internet veröffentlichten Audiobotschaft verkündete die radikal-sunnitische Organisation die Schaffung des Kalifats in ihren eroberten Gebieten in Syrien und im Irak. Sie ernannte ihren Chef Abu Bakr al-Bagdadi zum "Kalifen" und damit zum "Anführer aller Muslime". Als Kalif wird in der islamischen Welt der Nachfolger des Propheten Mohammed bezeichnet. ISIS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani kündigte weiter an, dass sich die Gruppe fortan "Islamischer Staat" und nicht mehr "Islamischer Staat im Irak und in Großsyrien" (ISIS) nennen werde. Erklärtes Ziel der ISIS-Terroristen, die in den vergangenen Wochen im Irak weite Teile im Norden und Westen eingenommen haben, ist der Marsch auf die Hauptstadt Bagdad und die Errichtung eines grenzüberschreitenden Kalifats, in dem die weltliche und religiöse Führung in einer Hand liegt.

Merkel und Hollande telefonieren mit Putin und Poroschenko :

Nach der Freilassung der letzten festgehaltenen OSZE-Beobachter im Osten der Ukraine haben Deutschland und Frankreich von Kiew und Moskau Fortschritte bei den Bemühungen um ein Ende der Gewalt gefordert. Es müssten weitere Maßnahmen ergriffen werden, um die Lage zu stabilisieren, machten Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande in einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin deutlich. Nach einer Mitteilung des Elysee-Palastes verlangten sie zudem, dass die am Montagabend endende Feuerpause nochmals verlängert und Poroschenkos Friedensplan umgesetzt werden müsse. Das Telefonat habe mehr als zwei Stunden gedauert, hieß es weiter.

Nordkorea will zwei gefangene US-Bürger vor Gericht stellen:

Die nordkoreanischen Behörden wollen zwei festgenommenen amerikanischen Staatsbürgern den Prozess machen. Ihnen werden "feindselige Handlungen " zur Last gelegt. Der Verdacht gegen die beiden inhaftierten Touristen habe sich bei den Ermittlungen bestätigt, berichten die Staatsmedien in Pjöngjang. Einer der Männer war nach Informationen der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo festgenommen worden, weil er in einem Hotel eine Bibel zurückgelassen hatte. Der andere hatte nach der Einreise Asyl beantragt. Außerdem schlug das kommunistische Regime in Pjöngjang vor, militärische und verbale Feindseligkeiten gegenüber Südkorea einzustellen. Vor allem sollten die Provokationen an den Seegrenzen beendet werden, berichtet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA unter Berufung auf die Nationale Verteidigungskommission, der höchsten militärischen Instanz in dem abgeschotteten Land.

Haftstrafen für 113 Angeklagte in chinesischer Uiguren-Region:

In Massenprozessen in der chinesischen Uiguren-Region Xinjiang sind 113 Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt worden, davon vier zu lebenslanger Haft. Wie die Staatsmedien melden, wurden ihnen terroristische Aktivitäten oder andere Verbrechen im Zusammenhang damit zur Last gelegt. Die Kampagne mit Hunderten von Festnahmen, drastischen Urteilen und Hinrichtungen ist eine Reaktion auf eine Reihe von blutigen Anschlägen mit zahlreichen Toten. Chinas Behörden machen Separatisten und Extremisten aus der uigurischen Minderheit für die Anschläge verantwortlich. Diese beklagen politische, kulturelle und religiöse Unterdrückung durch die herrschenden ethnischen Han-Chinesen. Die Provinz Xinjiang gilt neben Tibet als der größte Krisenherd des Vielvölkerstaats China.

Mutmaßliche Boko-Haram-Kämpfer überfallen Christen in Nigeria :

Im Norden Nigerias haben mutmaßliche Kämpfer der Islamisten-Miliz Boko Haram fünf Kirchen nahe der Stadt Chibok überfallen. Außerdem töteten sie laut Augenzeugen Christen, die auf dem Weg in die Gotteshäuser waren. Danach hätten die Terroristen im Nachbarort Kautikari ebenfalls zahlreiche Zivilisten attackiert und Gebäude in Brand gesetzt. Insgesamt sollen am Sonntag mehr als 100 Menschen dem Terror der Sekte zum Opfer gefallen sein, wie die Zeitung "Daily Post" berichtet.

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