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Nachrichten

30.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:37

Nachrichten von Montag, 30. Mai 2016 – langsam gesprochen als MP3

Irakische Truppen dringen in Falludscha ein:

Bei ihrer Offensive zur Rückeroberung von Falludscha sind irakische Einheiten in die von der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) kontrollierte Stadt eingedrungen. Die Truppen seien von drei Seiten vorgerückt, sagte ein Vertreter der irakischen Armee. Seit vergangenem Montag versucht die irakische Armee mit Unterstützung verbündeter Milizen und von Kampfflugzeugen der US-geführten Militärallianz, die Stadt rund 50 Kilometer westlich von Bagdad aus den Händen der Dschihadisten zurückzuerobern. Hunderte Bewohner waren in den vergangenen Tagen geflüchtet, die meisten von ihnen Frauen und Kinder. Rund 50.000 Zivilisten stecken noch in der belagerten Stadt fest. Anfang 2014 war sie von Gegnern der irakischen Regierung eingenommen worden und geriet später unter die Kontrolle des IS. Die Dschihadisten hatten seit dem Sommer 2014 weite Gebiete nördlich und westlich von Bagdad in ihrer Gewalt, doch verloren sie in den vergangenen Monaten deutlich an Boden gegenüber der irakischen Armee. Falludscha ist neben Mossul die letzte Großstadt in ihrer Hand.

Chefunterhändler der syrischen Opposition in Genf zurückgetreten:

Der Chefunterhändler der Regimegegner bei den Syrien-Gesprächen in Genf, Mohammed Allusch, ist zurückgetreten. Er betrachte die Friedensbemühungen als gescheitert, begründete er seinen Schritt. Allusch ist Führungsmitglied der salafistisch inspirierten Rebellengruppe Dschaisch al-Islam. Über Twitter kritisierte er die Kompromisslosigkeit des syrischen Regimes und die fortgesetzten Angriffe gegen Zivilisten. Der internationalen Gemeinschaft warf er vor, dass sie ihre eigenen Entscheidungen nicht umsetze. Syriens Opposition hat dem Regime in Damaskus wiederholt fehlende Bereitschaft zu Friedensgesprächen vorgeworfen. Vor drei Tagen erklärte der UN-Sondergesandte Staffan de Mistura, er plane keine neue Gesprächsrunde in den kommenden zwei bis drei Wochen. Experten hatten bereits befürchtet, dass die Rebellen nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren könnten, solange die Waffen nicht wirklich schweigen und solange die Menschen in den belagerten Städten keine Hilfe erhalten.

Trotz Waffenruhe viele Tote bei Kämpfen im Jemen:

Bei Kämpfen zwischen regierungstreuen Truppen und schiitischen Huthi-Rebellen sind im Süden des Jemen mehr als 40 Menschen getötet worden. Insgesamt seien 28 Rebellen und 20 regierungstreue Soldaten umgekommen, sagte ein jemenitischer General. Es sei seinen Truppen gelungen, einen Überraschungsangriff der Rebellen in der Provinz Schabwa zu stoppen und dann Stellungen des Gegners zu erobern. Trotz einer im Jemen geltenden, allerdings brüchigen Waffenruhe kämpfen die schiitischen Rebellen und Regierungstruppen um das letzte noch von den Huthi kontrollierte Gebiet in der Provinz Schabwa. Die regierungstreuen Truppen hatten im Juli mit Hilfe einer von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition fünf Provinzen im Süden des Jemen von den Huthi zurückerobert.

"Milchgipfel" soll Unterstützung für Bauern besiegeln:

Die deutschen Milchbauern können wegen der dramatischen Preiskrise auf staatliche Unterstützung in Millionenhöhe hoffen. Vor einem "Milchgipfel" bei Bundesagrarminister Christian Schmidt an diesem Montag hatte dieser bereits Bürgschaften, Kredite sowie steuerliche Erleichterungen für die Landwirte angekündigt, jedoch noch keine genaue Summe genannt. Im Gespräch war ein Hilfspaket von mindestens 100 Millionen Euro. Der Lebensmitteleinzelhandel soll zudem die Preise im Kühlregal wieder heraufsetzen. Teilnehmer des Milchgipfels sind Vertreter des Bauernverbands, des Handelsverbands und von Molkereiverbänden. Die Milchbauern bekommen von den Molkereien derzeit nur rund 20 Cent pro Liter. Damit können sie nicht kostendeckend wirtschaften. Grund für die niedrigen Preise ist ein Überangebot an Milch.

Tote bei schweren Überschwemmungen in Süddeutschland:

Bei schweren Unwettern und Überschwemmungen sind im Südwesten von Deutschland mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Besonders tragisch sei der Tod eines Feuerwehrmanns, der in Schwäbisch Gmünd bei einem Rettungseinsatz ums Leben kam, erklärte das Innenministerium des Bundeslands Baden-Württemberg. Auch die Person, die er retten wollte, sei vermutlich tot. In Weißbach bei Heilbronn ertrank zudem ein Mann in einer vollgelaufenen Tiefgarage. Unwetter mit Starkregen hatten die Pegel von Flüssen und Bächen in kürzester Zeit extrem anschwellen lassen. Straßenunterführungen liefen voll, viele Autos standen komplett im Wasser und die Einsatzkräfte mussten mehrere Menschen aus ihren Fahrzeugen retten. Starke Regenfälle sorgten auch in der bayerischen Region Ansbach und Teilen des Landkreises Neustadt/Aisch für schwere Schäden.

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