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Nachrichten

30.05.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach dem Massaker von Hula mit mehr als 100 Toten schließt der französische Präsident Hollande einen Militäreinsatz in Syrien nicht aus. Hollande sagte in Paris, Voraussetzung dafür sei aber ein Mandat der Vereinten Nationen. Jetzt müssten Russland und China überzeugt werden. Aus Protest gegen das Massaker weisen mehrere westliche Länder wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Australien und die USA die Botschafter Syriens aus. Die Diplomaten müssen die Länder innerhalb von 72 Stunden verlassen. Außenminister Guido Westerwelle sagte, man setze darauf, dass die unmissverständliche Botschaft in Damaskus nicht auf taube Ohren stoße. Er forderte nochmals den Rücktritt von Machthaber Baschar al-Assad.

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Bundespräsident Joachim Gauck hat bei seinem Staatsbesuch in Jerusalem zu einer Zwei-Staaten-Lösung für Israelis und Palästinenser und einem Zeichen Israels in der Siedlungspolitik aufgerufen. Beim offiziellen Staatsbankett im Jerusalemer Amtssitz des israelischen Präsidenten Schimon Peres sagte Gauck die Unterstützung Deutschlands im Bemühen um dauerhaften Frieden in der Region zu. Der Bundespräsident wies darauf hin, es sei erforderlich, dass beide Seiten aufeinander zugingen. "Nur durch mutige Schritte wird es möglich sein, den Stillstand im Friedensprozess zu überwinden", ergänzte er. An diesem Mittwoch wird Gauck mit Regierungschef Benjamin Netanjahu zusammenkommen. Außerdem sind Treffen mit deutschen und israelischen Wissenschaftlern sowie mit Überlebenden des Holocaust geplant.

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Dem US-Multimillionär Mitt Romney ist die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner nun auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Fast fünf Monate nach dem Beginn der Vorwahlen in den USA sicherte sich der 65-Jährige bei der Abstimmung im Bundesstaat Texas die notwendigen Delegiertenstimmen, um sich beim Parteitag Ende August offiziell zum Herausforderer des demokratischen Präsidenten Barack Obama aufstellen zu lassen. Vor der Wahl in Texas hatte Romney bereits 1064 Delegiertenstimmen hinter sich gebracht. Jetzt holte er sich den Großteil der 155 Wahlmännerstimmen. Erforderlich sind mindestens 1144 Delegierte. Der Ex-Gouverneur von Massachusetts galt allerdings schon seit Mitte April als designierter Kandidat. Damals hatte sein ärgster Rivale Rick Santorum das Handtuch geworfen.

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Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist in Thailand von tausenden Landsleuten stürmisch gefeiert worden. Die Friedensnobelpreisträgerin reiste ins Nachbarland, um an einem internationalen Wirtschaftsforum teilzunehmen, besuchte zunächst aber ihre geflüchteten Landsleute. Dabei forderte sie diese auf, in die Heimat zurückzukehren. Es war der erste Auslandsaufenthalt der Oppositionspolitikerin seit über 24 Jahren. Seit März vergangenen Jahres hat Birma eine zivile Regierung.

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Mindestens 16 Todesopfer, 350 Verletzte und tausende Obdachlose: Das ist die Bilanz des zweiten schweren Erdbebens in Norditalien in diesem Monat. Die Erdstöße vom Dienstag hatten eine Stärke von 5,8. Das Epizentrum lag rund 40 Kilometer nordwestlich von Bologna und damit in derselben Region, die bereits vor zehn Tagen von einem starken Beben heimgesucht worden war. Unter den Toten sind mehrere Arbeiter, die beim Einsturz von zwei Fabrikgebäuden ums Leben kamen. In weiten Teilen Norditaliens liefen die Menschen in Panik aus ihren Häusern ins Freie. Schulen, Universitäten, Verwaltungsgebäude und historische Paläste wurden zur Sicherheit geräumt. Das Beben war bis nach Venedig und Mailand zu spüren.

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