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Nachrichten

30.04.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die USA sind laut einem Medienbericht bereit, die deutsche Bundeswehr mit Kampfdrohnen zu beliefern. Wie das Nachrichtenportal "Spiegel Online" berichtet, haben die USA bereits der Ausfuhr von drei Drohen vom Typ Reaper, wie sie unter anderem für die umstrittenen Angriffe auf Aufständische im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan zum Einsatz kommen, grundsätzlich zugestimmt. Anfang Mai solle der Verkauf mit einer offiziellen Note bestätigt werden, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf einen Vertreter des deutschen Verteidigungsministeriums. An diesem Dienstag kommt Verteidigungsminister Thomas de Maiziére mit seinem US-Kollegen Chuck Hagel in Washington zusammen. Dabei dürfte auch über dieses Thema gesprochen werden. Laut "Spiegel Online" verhandelt Deutschland parallel dazu auch mit Israel über die Beschaffung der dort entwickelten Drohne Heron.

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Italiens neuer Regierungschef Enrico Letta hat sich erwartungsgemäß das Vertrauen des Abgeordnetenhauses in Rom gesichert. Nach einer Regierungserklärung stellte sich eine breite Mehrheit in einem Votum hinter Lettas Anti-Krisen-Programm. Darin sprach er sich ausdrücklich für einen Wachtumskurs für das hoch verschuldete Euro-Land aus. "Sparprogramme alleine bringen uns um", sagte er wörtlich. Unter anderem kündigte er den Stopp einer umstrittenen Immobiliensteuer an, wie es seine Verbündeten im Mitte-Rechts-Bündnis des ehemaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi verlangt hatten. Für den 46 Jahre alten Linksliberalen Letta und seine große Koalition war dies die erste Parlamentshürde. Heute steht die Vertrauensabstimmung in der zweiten Kammer, dem Senat, an.

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In der Debatte über den Umgang mit der Führung in Syrien hat US-Präsident Barack Obama den Druck auf Russland erhöht. In einem Gespräch mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin habe Obama seine "Besorgnis" über Berichte über einen möglichen Einsatz von Chemiewaffen in dem Bürgerkriegsland betont, erklärte das Weiße Haus. Russland ist einer der wenigen verbliebenen Verbündeten des Regimes in Damaskus. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel sagte vor Journalisten, den Hinweisen auf den möglichen Einsatz von Chemiewaffen werde weiter in Zusammenarbeit mit den Verbündeten und den Geheimdiensten nachgegangen.

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg entscheidet heute über eine Beschwerde der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Die 52-jährige Oppositionspolitikerin, die seit 2011 eine siebenjährige Haftstrafe wegen Amtsmissbrauchs verbüßt, klagt zum einen gegen ihre Haftbedingungen. Diese seien ihrer angeschlagenen Gesundheit nicht angemessen, macht die unter schweren Rückenschmerzen leidende Politikerin geltend. Außerdem wirft sie der Ukraine vor, das Strafverfahren gegen sie sei politisch motiviert gewesen. Das Urteil wird von einer kleinen Kammer gefällt. Dagegen können beide Parteien binnen drei Monaten Rechtsmittel einlegen.

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Die Niederlande bekommen ein neues Staatsoberhaupt. Nach 33 Jahren auf dem Thron übergibt Königin Beatrix an diesem Dienstag die Regentschaft an ihren Sohn Willem-Alexander. In ihrer letzten Fernsehansprache hatte sich die Monarchin für das Vertrauen bedankt, das ihr die Bevölkerung in den vergangenen 33 Jahren entgegengebracht habe. Weder Macht, noch persönlicher Wille, noch erbliche Autorität, sondern allein die Bereitschaft, der Gemeinschaft zu dienen, könne der modernen Monarchie Inhalt verleihen. Beatrix betonte, Willem-Alexander sei auf seine Aufgabe gut vorbereitet. Mit der Thronübernahme von Willem-Alexander erhält das Land zum ersten Mal seit 123 Jahren wieder einen König.

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