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Nachrichten

30.04.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die drei am Freitag festgenommenen mutmaßlichen El-Kaida-Mitglieder haben nach den Erkenntnissen der Ermittler ein Attentat in Deutschland geplant. Ein genaues Anschlagsziel habe es aber nicht gegeben, sagte der stellvertretende Generalbundesanwalt Rainer Griesbaum in Karlsruhe. Die Festgenommenen seien "noch in der Experimentierphase" gewesen und hätten sich konkret mit dem Bombenbau beschäftigt. Ziel sei gewesen, einen mit Metallteilen versetzten Sprengsatz in einer größeren Menschenmenge zu zünden. Der Präsident des Bundeskriminalamts, Jörg Ziercke, ergänzte, es gebe noch keine Entwarnung. Die Verdächtigen hätten Verbindungen nach Österreich, Marokko und in das Kosovo gehabt. Nach Angaben von Griesbaum wurde nur gegen einen der drei Männer Haftbefehl erlassen. Es handele sich um einen 29-jährigen Marokkaner, der den Ermittlungen zufolge in einem Ausbildungslager der Extremistenorganisation El-Kaida in Waziristan gewesen sein soll. Nach der "Ausbildung" sei er zur Durchführung eines Attentats nach Deutschland zurückgekehrt. Die beiden anderen Festgenommenen seien ein 31-jähriger Deutsch-Marokkaner und ein 19-jähriger Deutsch-Iraner.

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Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat sein Festhalten an der Macht bekräftigt und einen Gang ins Exil kategorisch ausgeschlossen. Die NATO müsse jede Hoffnung auf seinen Weggang aufgeben, sage Gaddafi in einer vom staatlichen Fernsehen übertragenen Rede. Zugleich erklärte sich Gaddafi zu Verhandlungen und zu einem Waffenstillstand bereit. Dieser könne aber nicht einseitig sein. Daher müsse die NATO ihre Luftangriffe stoppen. - In der Stadt Misrata gingen die erbitterten Kämpfe zwischen den Gaddafi-Truppen und den Rebellen auch am Freitag weiter. Die NATO hinderte nach eigenen Angaben Soldaten des Regimes daran, den Hafen Misratas mit Wasserminen zu blockieren. - Zu Gefechten zwischen Rebellen und Gaddafi-Truppen kam es auch an einem Grenzübergang zu Tunesien.

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Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth hat zu verstärkter Hilfe für das durch den Krieg in Libyen belastete Tunesien aufgefordert. Die Tunesier würden beim staatlichen Neuaufbau alleingelassen, sagte sie bei einem Besuch des tunesisch-libyschen Grenzorts Ras Ajdir. Deutschland dürfe sich nicht mit humanitärer Soforthilfe herauskaufen. Roth forderte Entwicklungsminister Dirk Niebel auf, sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Grünen-Chefin bezeichnete es als zynisch, die Flüchtlingshilfe auf die tunesische Gesellschaft abzuschieben. Mit kontinuierlicher Hilfe beim Aufbau der Demokratie in Tunesien müsse sich Deutschland zum Vorreiter in der EU machen. Dies sei in deutschem Interesse. - Seit Kriegsbeginn sind nach Angaben der Organisation für Migration IOM rund 285.000 Menschen aus Libyen nach Tunesien gekommen.

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Die USA haben angesichts der Gewalt gegen Demonstranten in Syrien neue Sanktionen gegen das Regime des autokratischen Präsidenten Baschar al-Assad verhängt. Präsident Barack Obama unterzeichnete einen Erlass, durch den unter anderem das Vermögen des Assad-Clans und der Spitzen des syrischen Geheimdienstes in den USA eingefroren wird. Betroffen von den Strafmaßnahmen ist auch eine Eliteeinheit der Revolutionsgarden des Iran, die das syrische Regime nach US-Angaben bei der Niederschlagung der Proteste unterstützt. - Auch die EU kündigte Sanktionen gegen Syrien an. Nach Beratungen der ständigen Botschafter der 27 EU-Staaten hieß es in Brüssel, unter anderem könnten millionenschwere Hilfszahlungen eingefroren und Einreiseverbote über Verantwortliche des Regimes verhängt werden. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte dem "Tagesspiegel" in Berlin, die Sanktionen müssten nun schnell verhängt werden.

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In Syrien haben erneut zehntausende Menschen gegen die autoritäre Herrschaft von Präsident Baschar al-Assad demonstriert, ungeachtet der brutalen Gewalt des Regimes gegen die Oppositionsbewegung. Nach Angaben einer syrischen Menschenrechtsgruppe mit Sitz in London töteten Kräfte des Regimes mindestens 62 Menschen. Allein in der von der Armee abgeriegelten Stadt Daraa habe es 33 Tote gegeben. Da Syrien Journalisten ausgewiesen hat, beziehungsweise nicht einreisen lässt, ist eine Bestätigung dieser Berichte nicht möglich. - Fast 250 syrische Bürger, unter ihnen Frauen und Kinder, flüchteten in die Türkei. Sie hätten nahe der Stadt Yayladagi einen Grenzzaun durchbrochen, meldete die Nachrichtenagentur Anadolu.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südhälfte neben Sonnenschein auch gebietsweise Schauer oder Gewitter. Sonst weiterhin sonnig und trocken. Höchsttemperaturen zwischen 14 und 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag im Süden neben Aufheiterungen erneute Schauer, in der Nordhälfte weiterhin viel Sonnenschein. Etwas kühler bei 13 bis 21 Grad.

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