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Nachrichten

30.03.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:07

Nachrichten von Montag, 30. März 2015 – langsam gesprochen als MP3

Klarer Rechtsruck in Frankreich :

Bei der zweiten Runde der Départementwahlen in Frankreich hat das konservativ-bürgerliche Lager unter Ex-Präsident und UMP-Chef Nicolas Sarkozy einen deutlichen Sieg errungen. Gleichzeitig wurden die Sozialisten von Präsident François Hollande in Zeiten von Rekordarbeitslosigkeit und kaum Wachstum wie schon vor einer Woche empfindlich abgestraft. Nach dem vorläufigen Endergebnis - das Übersee-Département Guadeloupe nicht berücksichtigt - konnte sich die bürgerliche Rechte 66 der 101 Départements sichern. Die Sozialisten und andere linke Parteien kontrollieren künftig 33 Départements, die mit den Landkreisen in Deutschland vergleichbar sind. Die Konservativen konnten der Linken damit 25 Départements entreißen. Im Département Vaucluse ist die Lage noch unklar, dort sind beide Lager gleichauf. Der rechtsextreme Front National räumte ein, kein Département für sich entschieden zu haben.

Nigeria wartet auf das Wahlergebnis :

Überschattet von islamistischer Gewalt und technischen Pannen haben die Nigerianer am Wochenende mit hoher Beteiligung ein neues Parlament und einen neuen Präsidenten gewählt. Erste Prognosen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan und seinem muslimischen Herausforderer Muhammadu Buhari hin. Unter Jonathan war Nigeria zwar zur Wirtschaftsmacht aufgestiegen, er schaffte es jedoch nicht, die Korruption zu bekämpfen und die Islamistenmiliz Boko Haram zu stoppen. Erste Wahlergebnisse soll es an diesem Montag geben. Im ölreichen Bundesstaat Rivers demonstrierten tausende Anhänger der Opposition gegen angeblichen Wahlbetrug. Sie forderten eine Wiederholung der Abstimmung. Ein Sprecher der Wahlkommission wies die Vorwürfe zurück.

Erdbeben in Papua-Neuguinea :

Vor der Küste von Papua-Neuguinea im Südpazifik hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Nach Angaben der US-Bebenwarte hatte der Erdstoß eine Stärke von 7,5. Das Epizentrum habe in 33 Kilometern Tiefe gelegen und werde ganz im Osten von Papua-Neuguinea, 54 Kilometer südöstlich der Stadt Kokopo auf der Insel Neubritannien, verortet. Die Behörden hatten vorsorglich eine Tsunamiwarnung herausgegeben, die aber inzwischen wieder aufgehoben wurde. Zerstörungen durch das Beben wurden nach Angaben des Amtes für Katastrophenschutz in Papua-Neuguinea nicht gemeldet.

Niederlage für Boliviens Präsident Morales bei Regionalwahlen:

In Bolivien hat die Opposition bei den landesweiten Regionalwahlen einen Erfolg gegen die sozialistische Partei MAS von Staatschef Evo Morales erzielt. Die Konservativen und die Mitte-Links-Bewegung Sol.bo siegten in mehreren Städten des Landes, darunter am Regierungssitz La Paz und der Nachbarstadt El Alto, die bislang als Hochburg des seit 2006 regierenden Morales galt. Sechs Millionen Bolivianer waren aufgerufen, neun Regionalgouverneure, 300 Bürgermeister und mehr als 4000 Vertreter in den Gemeinderäten des Landes neu zu bestimmen.

Neue Luftangriffe auf Sanaa:

Die von Saudi-Arabien geführte Militarkoalition hat erneut Luftangriffe auf Ziele in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa geflogen. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Augenzeugen. Am Donnerstag hatten die Angriffe auf Stellungen der schiitischen Huthi-Milizen begonnen, die weite Teile des Jemen kontrollieren. Das chinesische Verteidigungsministerium kündigte derweil an, 500 Staatsbürger durch die Marine in Sicherheit zu bringen.

Atomgespräche mit Iran in kritischer Phase :

Zwei Tage vor der geplanten Grundsatzvereinbarung mit Teheran gestalten sich die Atomverhandlungen in der Schweiz schwierig. Die deutsche Delegation in Lausanne berichtete, die Gespräche seien in einer kritischen Phase. Dennoch sieht Außenminister Frank-Walter Steinmeier Chancen für ein Abkommen. "Näher waren wir uns in den vergangenen Jahren nie", sagte Steinmeier am Tagungsort. Auch die iranische Delegation hält eine Einigung für möglich. Gleichwohl stellte ein Diplomat klar: "Tatsache ist, dass wir eine große Zahl von Zentrifugen (zur Urananreicherung) behalten werden und dass keine Atomanlagen geschlossen werden, das ist die Grundlage der Gespräche". Der iranische Verhandlungsführer, Vizeaußenminister Abbas Araktschi, dementierte ausdrücklich, dass er zugestimmt habe, einen Großteil des im Iran verfügbaren schwach angereicherten Nuklearmaterials außer Landes zu bringen. Auch Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hält sich in Lausanne auf. Ebenso sind seine Ressortkollegen aus den USA, Frankeich, Großbritannien, China und Russland angereist.

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