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Nachrichten

30.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Deutschland will die Ausweitung des Rettungsschirms zur Stützung verschuldeter Euro-Länder in Grenzen halten. Die Bundesregierung sei dazu bereit, die bereits vergebenen Programme mit dem Volumen des dauerhaften Rettungsmechanismus von 500 Milliarden Euro zu kombinieren, erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf einer Veranstaltung in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Insgesamt könne sich das Volumen der Hilfspakete so auf rund 800 Milliarden Euro summieren. Einem Vorstoß Frankreichs, die Hilfen auf insgesamt eine Billion Euro aufzustocken, erteilte Schäuble eine Absage. Die Finanzminister der Euro-Gruppe beraten an diesem Freitag in Kopenhagen über die finanzielle Ausstattung des dauerhaften Euro-Rettungsschirms.

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Nach dem Militärputsch in Mali haben die Nachbarstaaten den meuternden Soldaten ein Ultimatum gestellt und mit Sanktionen gedroht. Der Präsident der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS, Kadré Desiré Ouédraogo, sagte nach einem Dringlichkeitstreffen in Abijan, der Hauptstadt der Elfenbeinküste, die aufständischen Truppen hätten bis spätestens Montag Zeit, die verfassungsmäßige Ordnung in ihrem Land wiederherzustellen. Andernfalls seien alle ECOWAS-Länder aufgerufen, ein diplomatisches und finanzielles Embargo gegen die Putschisten zu verhängen. Die ursprünglich geplante Reise einer Delegation nach Bamako war zuvor wegen neuer Zusammenstöße in der malischen Hauptstadt abgesagt worden.

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In Syrien ist nach Angaben der Vereinten Nationen und der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC) mindestens eine Million Menschen auf Nothilfe angewiesen. Bei den Bedürftigen handele es sich sowohl um Verletzte als auch um Binnenflüchtlinge, sowie um Arme, deren Lage sich durch die Kämpfe des vergangenen Jahres deutlich verschlechtert habe, teilten beide Organisationen nach einer gemeinsamen Mission im Lande mit. Benötigt würden vor allem Nahrung, Unterkünfte und medizinische Hilfe. Aber auch Feldbetten und einfache Haushaltsgegenstände wie Töpfe und Kocher fehlten. Die Experten hatten Mitte bis Ende März neun Städte besucht, darunter auch die Hauptstadt Damaskus sowie die Rebellenhochburgen Homs und Hama. Einige Gebiete bleiben ihnen aus "Sicherheitsgründen oder Zeitnot" verschlossen.

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Japan hat mit einem Abschussbefehl auf den geplanten Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete reagiert. Er habe Befehl erteilt, die Rakete notfalls abzuschießen, sollte sie japanisches Territorium überfliegen, sagte Japans Verteidigungsminister Naoki Tanaka in Tokio. Auch Südkorea hat mit dem Abschuss der Rakete gedroht. Das kommunistische Regime in Pjöngjang hatte jüngst für Mitte April den Start einer Trägerrakete angekündigt, die einen Satelliten ins All befördern soll. Die USA und Südkorea sehen darin einen verdeckten Test einer militärischen Rakete mit großer Reichweite. Der UN-Sicherheitsrat hat Pjöngjang jede Art von Raketentests untersagt. Nach Medienberichten feuerte Nordkorea am Donnerstag zwei Kurzstreckenraketen ab. Das melden übereinstimmend die südkoreanischen Zeitungen "Chosun Ilbo" und "JoongAng Ilbo" sowie der Rundfunksender KBS unter Berufung auf Militärkreise. Das südkoreanische Verteidigungsministerium wollte die Berichte zunächst nicht bestätigen.

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Birmas Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi hat vor möglichen Unregelmäßigkeiten bei den Nachwahlen am kommenden Sonntag gewarnt. Man könne nach dem, was in den vergangenen Monaten passiert sei nicht von einer wirklich freien und gerechten Wahl ausgehen, sagte Suu Kyi vor Journalisten in Rangun. Ihre Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) hatte im Wahlkampf über zahlreiche Unregelmäßigkeiten geklagt, unter anderem fehlerhafte Wählerlisten. Die NLD sei trotzdem entschlossen, nach vorn zu schauen, weil das Volk es so wolle. Die Friedensnobelpreisträgerin kandidiert für einen der zu vergebenden 45 Sitze. Im Falle eines Einzugs ins Parlament will sie kein Regierungsamt übernehmen. Sie habe nicht die Absicht, das Parlament wieder zu verlassen, nachdem sie so lange darum gekämpft habe, hineinzukommen. Nach der Verfassung von 2008 dürfen Regierungsmitglieder nicht zugleich ein Parlamentsmandat ausüben.

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