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Nachrichten

30.03.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die NATO übernimmt an diesem Mittwoch offiziell das Kommando über den internationalen Militäreinsatz in Libyen. Dazu wird der Kommandeur, der kanadische Generalleutnant Charles Bouchard, in Brüssel eine Erklärung abgeben. Bislang hatte eine Allianz vor allem westlicher Staaten den Einsatz geleitet. US-Präsident Barack Obama vertrat in einem Interview die Ansicht, dass Libyens Diktator Muammar al Gaddafi dem internationalen Druck nicht standhalten werde. Der Rücktritt Gaddafis sei das strategische Ziel der Staatengemeinschaft, der Schutz der Zivilbevölkerung das militärische. Obama wollte auch nicht ausschließen, dass die Rebellen für ihren Kampf gegen Gaddafi mit Waffen versorgt werden könnten. NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen widersprach Obama. Aufgabe der Allianz sei es, Menschen zu schützen, und nicht, sie zu bewaffnen, so Rasmussen.

Nach dem blutigen Geiseldrama in der irakischen Stadt Tikrit ist die Zahl der Toten auf 65 gestiegen, 95 Menschen wurden verletzt. Diese Zahlen nannte das staatliche Fernsehen. Extremisten, darunter viele in Polizeiuniformen hatten am Dienstag das Provinzparlament von Tikrit gestürmt und die Abgeordneten als Geiseln genommen. Dabei wurden bereits zahlreiche Menschen getötet. Später starteten irakische Sicherheitskräfte einen Befreiungsversuch und stürmten das Gebäude, wobei wiederum viele Geiseln starben. Die zehn Geiselnehmer sprengten sich den weiteren Angaben zufolge in die Luft. Die Behörden machten den irakischen El-Kaida-Ableger für die Tat verantwortlich.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat in der Kurden-Stadt Erbil im Nordirak ein Generalkonsulat eröffnet. Dies sei ein historischer Tag für das irakische Volk, für Kurden, Araber und Assyrer, sagte er nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Aswat al-Irak. Erdogan nahm zudem einen Flughafen in Betrieb, der von einer türkischen Firma gebaut wurde. Er ist der erste türkische Regierungschef, der die kurdische Autonomieregion im Nordirak besucht. Das Verhältnis der Türkei zu den rund fünf Millionen Kurden im Irak war über viele Jahre sehr gespannt.

In Birma ist die seit Jahrzehnten herrschende Militärjunta offiziell aufgelöst worden. Das berichtete das Staatsfernsehen des südostasiatischen Landes. Die Auflösung sei vom bisherigen Machthaber Than Shwe angeordnet worden. Der General hatte Birma - amtlich Myanmar genannt - seit 1992 mit harter Hand regiert. Kurz vor dem Junta-Ende war der bisherige Regierungschef Thein Sein als Staatspräsident vereidigt worden. Bei der Zeremonie war nach offiziellen Angaben mit General Min Aung Hlaing ein neuer Armeechef anwesend. Den Posten hatte bislang Than Shwe inne. Dieser Wechsel könnte ein Zeichen für den Rückzug Than Shwes aus der Politik sein.

Im Meerwasser vor dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist eine Konzentration von radioaktivem Jod gemessen worden, die um das 3355-fache über dem zulässigen Höchstwert liegt. Das meldet die japanische Nachrichtenagentur Jiji. Es ist die höchste Konzentration an Jod, die seit der Katastrophe nach dem Erdbeben vom 11. März ermittelt wurde. Die Lage in Fukushima ist nach Ansicht der internationalen Atomenergiebehörde IAEA sehr ernst.

Der niedersächsische FDP-Landesvorsitzende und Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler hat sich in der Atompolitik vom Generalsekretär seiner Partei, Christian Lindner, distanziert. Rösler betonte, die Regierungskoalition habe sich bewusst für ein dreimonatiges Moratorium entschieden, um in dieser Zeit die Sachlage neu bewerten zu können. Lindner hatte dagegen gefordert, die sieben vorübergehend vom Netz genommenen Kernkraftwerke dauerhaft abzuschalten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Donnerstag im Westen Regenschauer. Im äußersten Norden milder. Kein Nachtfrost mehr. So weit die Meldungen.

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