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Aktuell Welt

3000 getötete ISAF-Soldaten in Afghanistan

Die Zahl der seit Beginn des Krieges in Afghanistan 2001 getöteten westlichen Soldaten ist nach Angaben eines unabhängigen Internetdienstes auf mehr als 3000 gestiegen. Die meisten gehörten der US-Armee an.

Wie die Website "iCasualties.org" miteilte, starben in Afghanistan 2907 Soldaten der NATO-geführten Internationalen Schutztruppe ISAF, davon seit Beginn des Krieges gegen die radikal-islamischen Taliban 2410 bei Anschlägen und Angriffen. Die übrigen Soldaten kamen vor allem bei Unfällen ums Leben.

Der Internetdienst zählt auch in Afghanistan verwundete Soldaten, die im Ausland ihren Verletzungen erlegen sind, sowie die Toten von Einsätzen in Zusammenhang mit der Afghanistan-Mission mit, und kommt so auf mehr als 3000 tote westliche Soldaten. Noch nicht enthalten sind in dieser Zahl die vier Soldaten, die nach ISAF-Angaben an diesem Samstag bei Angriffen und Unfällen getötet wurden.

52 Bundeswehrsoldaten getötet

Fast zwei Drittel der getöteten Soldaten gehörten zur US-Armee, die das mit Abstand größte Kontingent der ISAF-Truppen stellt. Nach den USA hat Großbritannien mit 412 Toten die meisten Opfer zu beklagen. Zudem starben 52 deutsche Soldaten im Afghanistsan-Einsatz, 34 davon bei Gefechten oder Anschlägen.

Präsident Karsai besucht Berlin  

Unterdessen meldete die Zeitung "Sonntag Aktuell" aus Stuttgart, nach dem für 2014 geplanten Abzug der NATO-Kampftruppen aus Afghanistan könnten bis zu 1000 Bundeswehrsoldaten in dem Land stationiert bleiben. Beim Besuch des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai an diesem Mittwoch in Berlin wolle die Bundesregierung über ein Kontingent von 800 bis 1000 deutschen Soldaten am Hindukusch verhandeln. Das Blatt beruft sich auf Regierungskreise in Berlin. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums erklärte, er könne die Zahl nicht bestätigen.

Nach Angaben von "Sonntag aktuell" sollen die Bundeswehrsoldaten zur Absicherung zur Verfügung stehen, falls afghanische Streitkräfte etwa bei Militäraktionen  gegen die Taliban um Unterstützung bitten sollten. Zudem sollten deutsche Soldaten weiterhin afghanische Streitkräfte ausbilden. Derzeit sind nach Angaben der Bundeswehr 4763 deutsche Soldaten im Rahmen der Schutztruppe ISAF in Afghanistan im Einsatz.

Bei seinem Berlin-Besuch will Präsident Karsai mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Kooperationsabkommen unterzeichnen, mit dem die Zusammenarbeit beider Länder nach dem Ende des NATO-Einsatzes auf eine verbindliche Grundlage gestellt wird. Vor einigen Tagen haben die USA und Afghanistan ein ähnliches strategisches Abkommen für die Zeit nach dem US-Truppenabzug geschlossen.

wl/rv (dpa, dapd, afp)