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Nachrichten

29.12.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:13

Nachrichten von Dienstag, 29. Dezember 2015 – langsam gesprochen als MP3

Anschlagspläne für Silvesternacht in Belgien:

In Belgien hat die Polizei zwei Terrorverdächtige festgenommen, die offenbar in der Silvesternacht an mehreren Orten in der Hauptstadt Brüssel Anschläge verüben wollten. Vier weitere Festgenommene wurden laut Staatsanwaltschaft wieder frei gelassen. Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilte, hatte es am Sonntag und Montag in Brüssel, in der Hauptstadtregion und in der Region Lüttich Hausdurchsuchungen und Festnahmen gegeben. Dabei sei Propagandamaterial der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS), Militärkleidung sowie Material zur Datenverarbeitung sichergestellt worden, hieß es weiter. Waffen oder Sprengstoff wurden demnach aber nicht gefunden. Auch gibt es nach Angaben der Behörden keine Verbindung zu den Attentaten vom November in Paris, bei denen 130 Menschen getötet wurden.

17 Milliarden Euro für Flüchtlinge:

Die Bundesländer planen laut einem Zeitungsbericht für das kommende Jahr Ausgaben von rund 17 Milliarden Euro für die Unterstützung von Flüchtlingen. Dies berichtet die Zeitung "Die Welt". Das Blatt beruft sich auf eine Umfrage unter den 16 Länderfinanzministerien. Die tatsächlichen Ausgaben der Länder dürften demnach noch höher ausfallen, weil die Länder ihre Berechnungen auf einer Prognose von 800.000 Flüchtlingen aufgestellt haben. Mittlerweile wird aber damit gerechnet, dass sich bis Jahresende mindestens eine Million Flüchtlinge in Deutschland aufhalten werden.

Iran erfüllt wichtige Bedingung des Atomabkommens:

Der Iran hat eine der wichtigsten Forderungen aus dem mit den UN-Vetomächten und Deutschland geschlossenen Atomabkommen erfüllt. Wie vereinbart verschiffte das Land einen Großteil seines niedrig angereicherten Urans nach Russland. Das bestätigte US-Außenminister John Kerry. Der Abtransport des Materials sei ein bedeutender Schritt hin zur Einhaltung der von Teheran gegebenen Zusagen, lobte Kerry den Iran. Im Gegenzug werden die in dem Atomkonflikt verhängten Finanz- und Handelssanktionen schrittweise aufgehoben. Laut Atomabkommen vom Juli darf der Iran nur 300 Kilogramm von fast neun Tonnen niedrig angereichertem Uran behalten. Im Gegenzug wird der Iran 137 Tonnen sogenanntes "Yellowcake" aus Russland einführen. Dieses Gemisch aus Uranverbindungen ist Ausgangsstoff für die Herstellung von Brennelementen.

Kein Verfahren gegen US-Polizisten nach Todeschüssen auf 12-Jährigen:

Einem US-Polizisten, der in Cleveland im Bundesstaat Ohio einen 12-jährigen Afroamerikaner erschossen hat, wird nicht der Prozess gemacht. Dies hat die Anklagekammer der Stadt entschieden. Es habe eine verhängnisvolle Verkettung von Irrtümern gegeben, ein Verbrechen sei nicht begangen worden, begründete die Staatsanwaltschaft ihre Entscheidung. Der Junge hatte im November 2014 mit einer Luftpistole hantiert. Ein herbeigerufener Polizist hatte das Kind erschossen, weil er die Waffe für echt hielt. Laut eigener Aussage fühlte sich der Beamte unmittelbar bedroht. Zwei Gutachten hatten den Schützen entlastet. Der Fall hatte in einer Serie tödlicher Polizistenschüsse auf Schwarze in den USA besondere Aufmerksamkeit erregt, weil das Opfer so jung war.

Reporter ohne Grenzen: 2015 weltweit 110 Journalisten getötet:

Im zu Ende gehenden Jahr sind nach einer Gesamtbilanz der Organisation Reporter ohne Grenzen (ROG) weltweit 110 Journalisten getötet worden. Mindestens 67 der Medienvertreter seien wegen ihres Berufs umgebracht worden. Dies sei einer mehr als 2014 gewesen. In 43 Fällen seien die Motive für den gewaltsamen Tod bislang nicht eindeutig zu klären gewesen. Die gefährlichsten Länder für Journalisten waren wieder der Irak und Syrien. Dort wurden jeweils mindestens neun Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet. Medienschaffende lebten aber nicht nur in Krisenregionen gefährlich, heißt es in der ROG-Jahresbilanz zur Pressefreiheit. Fast zwei Drittel der Todesfälle seien außerhalb von Kriegsgebieten registriert worden, etwa in Frankreich. Beim Anschlag auf die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" in Paris waren im Januar acht Redakteure getötet worden.

"Motörhead"-Sänger Lemmy Kilmister gestorben:

Der Frontmann der britischen Heavy-Metal-Band "Motörhead", Lemmy Kilmister, ist tot. Er sei im Alter von 70 Jahren einem Krebsleiden erlegen, teilte die Gruppe auf ihrer Facebook-Seite mit. Der Musiker habe von der Erkrankung erst am 26. Dezember erfahren. Kilmister galt als Urgestein des Hardrock. Wegen gesundheitlicher Probleme des Sängers und Bassisten hatte die Band zuletzt mehrfach Auftritte absagen müssen. Er war unter anderem für seinen exzessiven Alkohol- und Drogenkonsum bekannt.

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