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Nachrichten

29.12.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die USA haben demonstrativ auf die Drohung des Iran reagiert, im Fall weiterer Sanktionen Öltransporte an der Straße von Hormus zu blockieren - eine der wichtigsten Öltransportrouten der Welt. Die US-Marine habe eine "robuste Präsenz" in der Region an der Meerenge zwischen dem Iran und den arabischen Emiraten, hieß es. Ein Außenamtssprecher in Washington bekräftigte entsprechende Erklärungen der Marine. Allerdings fügte er hinzu, er glaube weiterhin, dass es sich eher um "Rhetorik der Iraner" handele. Es habe in der Vergangenheit ähnliche Drohungen gegeben. Der iranische Vizepräsident Mohammed Reza Rahimi hatte mit einer Blockade der Meerenge gedroht, sollte es weitere Sanktionen des Westens gegen das Atomwaffenprogramm des Landes geben. Diese Erklärung wurde inzwischen vom Chef der iranischen Marine relativiert. Die EU und Deutschland bekräftigten ihre Bereitschaft zu weiteren Sanktionen im Atomkonflikt.

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Die USA fordern einen ungehinderten Zugang der Beobachter der Arabischen Liga zu den Unruhegebieten in Syrien. Die Beobachtermission dürfe nicht in ihrer Arbeit behindert werden, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Mark Toner, in Washington. Nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" werden hunderte Gefangene in Militäranlagen versteckt, die von den Beobachtern nicht betreten werden dürfen. Die Mission der Arabischen Liga hatte ihre Arbeit mit einem Besuch in der Protesthochburg Homs begonnen, dabei nach eigenem Bekunden aber nichts Besorgniserregendes entdeckt. Kritiker aus dem Ausland werfen der syrischen Regierung unter Präsident Baschar al- Assad vor, die Beobachter zu täuschen und ihnen nicht genug Bewegungsfreiheit einzuräumen.

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Nach dem Überfall auf einen syrisch-stämmigen Kommunalpolitiker der Grünen in Berlin hat die Bundesregierung den Botschafter Syriens gewarnt. Dem Diplomaten sei in einem Gespräch verdeutlicht worden, dass die Androhung von Gewalt oder Einschüchterungsversuche gegen syrische Oppositionelle in Deutschland in keinster Weise geduldet würden, teilte das Auswärtige Amt mit. Der Grünen-Politiker und Kritiker des Regimes in Syrien, Ferhad Ahma, war in der Nacht zum Montag von zwei unbekannten Männern in seiner Wohnung verprügelt worden. Ahma und seine Partei vermuten den syrischen Geheimdienst hinter dem Angriff.

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Nordkorea hat am letzten Tag der offiziellen Trauerzeit für den gestorbenen Alleinherrscher Kim Jong Il dessen Sohn Kim Jong Un zum obersten Führer ausgerufen. Jong Un erbe Ideologie, Charakter und die "revolutionäre Sache" von seinem Vater, rief das protokollarische Staatsoberhaupt des kommunistischen Landes, Kim Jong Nam, vor Zehntausenden von Menschen auf einem Platz im Zentrum Pjöngjangs. Kim Jong Un stand während der Gedenkfeier auf einem Balkon über dem Platz. Der noch nicht 30-Jährige wurde von seinem Vater schrittweise auf die Nachfolge vorbereitet. Kim Jong Il war nach offizieller Darstellung am 17. Dezember infolge eines Herzinfarkts gestorben.

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Bei einem Feuer und mehreren Explosionen in einem Lagerhaus der birmanischen Metropole Rangun sind mindestens 16 Menschen ums Leben gekommen, über 100 Menschen wurden verletzt. Die Explosionen ereigneten sich während des Versuchs von Feuerwehrleuten, ein Feuer zu löschen. Nach Angaben von Augenzeugen griffen die Flammen auf andere Lagerhäuser und umliegende Wohngebäude über. Die Explosionen brachten mehrere Gebäude zum Einsturz, darunter auch ein buddhistisches Kloster. Von offizieller Seite wurden keine Einzelheiten bekannt.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Südosten viele Wolken und etwas Regen, im Bergland auch Schneeregen oder Schnee. Sonst wolkig mit Auflockerungen und meist trocken. Am Mittag von der Nordsee und vom Rhein aufkommender Regen. Tagestemperaturen zwei bis acht Grad Celsius. Die weiteren Aussichten: Am Freitag viele Wolken und Schauer, teils Schnee und Graupel, Temperaturrückgang.

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