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Langsam gesprochene Nachrichten

29.09.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:29

Nachrichten von Freitag, 29. September 2017 – langsam gesprochen als MP3

Merkel stellt sich bei EU-Reformen an Macrons Seite:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich an die Seite von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gestellt und energische Reformen der EU gefordert. Sowohl Macrons Europarede am Dienstag als auch die Rede von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seien wichtige Bausteine auf dem Weg zur Weiterentwicklung der EU und der Euro-Zone, sagte Merkel in Tallinn. "Ich bin der festen Überzeugung, dass Europa nicht einfach stehen bleiben darf", erklärte sie beim Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs in der estnischen Hauptstadt. "Ausgesprochen positiv sehe ich die Initiativen in Richtung eines Europas der Verteidigung und eines Europas, in dem wir die Migrationspolitik gemeinsam gestalten", lobte die CDU-Chefin. Nötig seien gemeinsame Standards für Asylverfahren in der EU und am Ende ein "gemeinsames europäisches Asylverfahren", genauso wie der Schutz der EU-Außengrenzen.

 

Putin und Erdogan bezeichnen sich als "Freunde":

Russland und die Türkei wollen nach den Worten des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan eine Spaltung des Irak und des Bürgerkriegslands Syrien verhindern. Nach einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin in Ankara sagte Erdogan, beim Thema "territoriale Integrität" der beiden Staaten seien sie einer Meinung. Putin kündigte in Bezug auf den Krieg in Syrien an, dass Russland und die Türkei die Zusammenarbeit ihrer Diplomaten, Militärs und Geheimdienste weiter verstärken wollen. Bei der Pressekonferenz - bei der keine Fragen zugelassen waren - nannten Putin und Erdogan den jeweils anderen einen "Freund". Bis vor einem Jahr herrschte eine diplomatische Krise zwischen Moskau und Ankara. Auslöser war der Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei im November 2015.

 

UN-Generalsekretär fordert Ende von Militäreinsatz in Myanmar:

UN-Generalsekretär António Guterres hat die Krise um die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar als "humanitären und menschenrechtlichen Albtraum" bezeichnet und ein Ende des militärischen Vorgehens in der Unruheregion Rakhine gefordert. Seit dem Ausbruch der Gewalt Ende August habe sich die Krise zur "am schnellsten voranschreitenden Flüchtlingsnotsituation der Welt" entwickelt, sagte Guterres vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. Er bezeichnete die Krise als "Brutstätte für Radikalismus". UN-Chef Guterres verurteilte wiederholt auch die Angriffe durch Rohingya-Milizen. Die Wurzeln der Krise liegen für ihn jedoch in den "Jahrzehnten der Diskriminierung" der Minderheit. Guterres forderte die Regierung in Myanmar erneut auf, den Rohingya eine Staatszugehörigkeit zu geben. Nach Angaben der Internationalen Flüchtlingsorganisation IOM sind im vergangenen Monat mehr als eine halbe Million Menschen ins Nachbarland Bangladesch geflohen.

 

US-Regierungsmitglieder wegen teurer Reisen unter Druck:

In den USA sind zwei Mitglieder des Kabinetts von Präsident Donald Trump wegen hoher Reisekosten unter Druck geraten. Nach US-Medienberichten flogen Gesundheitsminister Tom Price und der Chef der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, auf Staatskosten in Privatmaschinen. Die Vorschriften für US-Regierungsmitarbeiter besagen, dass sie möglichst Linienflugzeuge nutzen sollen, sofern verfügbar. Nach ersten Rücktrittsforderungen kündigte Gesundheitsminister Price an, die Flugkosten selbst zu erstatten. Trump zeigte sich verärgert über Price und ließ offen, ob er ihn entlassen wolle. Sowohl Price als auch Pruitt betonten, die entsprechenden Flüge seien von der Rechtsabteilung genehmigt worden. Vor einigen Wochen hatte sich auch Finanzminister Steven Mnuchin wegen ähnlicher Vorwürfe rechtfertigen müssen.

 

Monsanto-Lobbyisten von EU-Parlament ausgeschlossen:

Das Europaparlament hat Lobbyisten des US-Konzerns Monsanto die Zugangsausweise entzogen. Das entschieden die Fraktionsvorsitzenden auf Antrag der Grünen, wie deren Fraktionschef Philippe Lamberts mitteilte. Hintergrund ist nach Angaben der Grünen die Weigerung des Konzerns, zu einer Anhörung im Parlament zu erscheinen. Lamberts erklärte, wer demokratische Spielregeln ignoriere, verliere auch seine Rechte als Lobbyist im Europäischen Parlament. Anstoß ist die Diskussion um die Beurteilung des Pflanzenschutzmittels Glyphosat, das von Monsanto hergestellt wird. Der deutsche Grüne Sven Giegold mahnte, die Zulassung des Pflanzengifts nicht zu verlängern, wenn ein Gesundheitsrisiko nicht ausgeschlossen werden könne. Laut Giegold ist es das erste Mal, dass einem Unternehmen der Zugang zum Europaparlament entzogen wird. Monsanto steht vor einer Übernahme durch den deutschen Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer.

 

Altmaier: Koalitionsverhandlungen könnten sich ins nächste Jahr ziehen:

Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) hält es für möglich, dass die Koalitionsverhandlungen für eine neue Bundesregierung bis 2018 dauern könnten. Dem Nachrichtenmagazin "Focus" sagte Altmaier, er würde sich wünschen, dass die Verhandlungen wie vor vier Jahren bis Weihnachten abgeschlossen seien. Entscheidend sei aber "der Inhalt, nicht das Datum". Er warnte die Parteien, schon vor den Verhandlungen inhaltliche Grenzen zu ziehen. Zurückhaltend reagierte der Kanzleramtsminister auf die Forderung von CSU-Chef Horst Seehofer nach einem Rechtsruck der Union. "Kompass" bleibe das gemeinsam mit der CSU erarbeitete Wahlprogramm, meinte Altmaier.

 

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