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Nachrichten

29.09.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 06:55

Nachrichten von Montag, 29. September 2014 – langsam gesprochen als MP3

Obama: US-Geheimdienste haben IS-Miliz unterschätzt:

Die US-Geheimdienste haben nach Ansicht von Präsident Barack Obama die Extremistengruppe "Islamischer Staat" (IS) in Syrien unterschätzt. Zugleich hätten die USA die Schlagkraft der irakischen Armee im Kampf gegen die vorrückenden Dschihadisten überschätzt, räumte Obama in einem Fernsehinterview ein. Er verwies dabei auf Äußerungen des Direktors der Nationalen Nachrichtendienste, James Clapper. Dieser hatte bereits der "Washington Post" gesagt, die USA hätten nicht mit einem solchen Erfolg der IS-Milizen gerechnet. Die USA fliegen seit August Luftangriffe auf Stellungen der Islamisten im Irak. Mitte September weiteten die USA ihre Bombardements auf IS-Stützpunkte in Syrien aus. An den Luftangriffen beteiligen sich mehrere arabische Staaten. Auch Frankreich und Großbritannien unterstützen die internationale Allianz seit einigen Tagen mit Lufteinsätzen im Irak.

Demonstranten in Hongkong lassen nicht locker:

Bei den Protesten in Hongkong haben die Demonstranten die Blockade des Finanzdistrikts fortgesetzt. Tausende legten nicht nur das Bankenviertel, sondern auch andere Teile der chinesischen Sonderverwaltungsregion lahm. Die Demonstranten fordern mehr Demokratie in der asiatischen Wirtschafts- und Finanzmetropole. Regierungschef Leung Chun-ying rief die sieben Millionen Hongkonger am Montagmorgen zur Ruhe und Ordnung auf. Er dementierte Gerüchte, dass seine Regierung die chinesische Volksbefreiungsarmee um Hilfe gebeten habe. In einer Erklärung forderte er die Demonstranten auf, nach Hause zu gehen. Über Nacht war die Polizei in der autonom regierten früheren britischen Kronkolonie teilweise mit Tränengas, Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Demonstranten vorgegangen, ohne die Massen auflösen zu können.

Luftkorridor soll Nothilfe für Ebola-Gebiete verbessern :

Mit einem Luftkorridor soll vom Senegal aus die Versorgung der westafrikanischen Ebola-Länder mit Medikamenten und Nahrungsmitteln erheblich vereinfacht werden. Alle Hilfsorganisationen könnten so Personal und Ausrüstungen leichter in die am härtesten von der Epidemie betroffenen Länder Guinea, Liberia und Sierra Leone bringen, erklärte ein Sprecher des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen. Auf die Einrichtung eines solchen humanitären Luftkorridors hatten Hilfsorganisationen seit Wochen gedrängt. Afrikanische und viele andere Staaten haben nämlich aus Angst vor einer Ausbreitung des Virus Flugverbindungen gekappt. Von München aus wird an diesem Montag ein Flugzeug im Auftrag der Organisation Humedica 45 Tonnen Hilfsgüter nach Liberia bringen.

Niederlage für Sozialisten bei Senatswahl in Frankreich :

Bei den Senatswahlen in Frankreich haben die Sozialisten von Präsident Francois Hollande eine Niederlage erlitten. Nach vorläufigen Ergebnissen vom Sonntagabend verlor die Regierungspartei im Oberhaus mindestens 20 Sitze an die konservative Oppositionspartei UMP und die kleinere Mitte-Rechts-Gruppierung UDI. Damit ging den Sozialisten auch ihre Mehrheit im Senat abhanden. Allerdings spielt die Kammer in der französischen Gesetzgebung nur eine untergeordnete Rolle. In der entscheidenden Nationalversammlung verfügen die Sozialisten weiterhin über eine Regierungsmehrheit. Beobachter werteten den Ausgang der Senatswahl, bei der rund die Hälfe der 348 Sitze neu bestimmt wurde, als Zeichen für die weiter rapide schwindende Popularität Hollandes und seiner Sozialisten.

Machtwechsel in Afghanistan :

Nach monatelangem Streit über das Wahlergebnis wird in Kabul an diesem Montag Afghanistans neuer Präsident Aschraf Ghani vereidigt. Der 65-Jährige tritt die Nachfolge von Hamid Karsai an, der 13 Jahre als Staatschef amtierte und nicht erneut kandidieren durfte. Der frühere Weltbank-Ökonom Ghani wird mit seinem politische Rivalen Abdullah Abdullah eine Regierung der nationalen Einheit bilden. Darauf hatten sich die Kontrahenten vor einer Woche auf Drängen der USA in Kabul verständigt. Die Vereidigung findet in einer Phase wachsender politischer Unsicherheit statt: Zuletzt gab es einen Bombenanschlag im Diplomatenviertel der Hauptstadt. Außerdem hatten die aufständischen Taliban eine komplette Provinz im Osten des Landes übernommen.

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