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Nachrichten

29.08.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:56

Nachrichten von Freitag, 29. August 2014 – langsam gesprochen als MP3

Separatisten bieten freien Abzug für eingekesselte ukrainische Truppen:

Die Rebellen in der Ostukraine haben sich bereiterklärt, eingeschlossenen Regierungssoldaten freien Abzug zu gewähren. Man sei einverstanden, einen humanitären Korridor zu öffnen, sagte einer ihrer Anführer, Alexander Sachartschenko, dem TV-Sender Rossija 24. Die Soldaten müssten aber ihre schweren Waffen zurücklassen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte die Rebellen zur Einrichtung eines Korridors aufgefordert. Nach Angaben der NATO nimmt Russland mit mehr als 1000 eigenen Soldaten und schwerem Kriegsgerät an den Kämpfen teil. Die Regierung in Moskau bestreitet das. Die USA wollen nicht mit Waffen in der Ukraine eingreifen. Zur Begründung sagte Präsident Barack Obama, die Ukraine gehöre nicht zur NATO. Er machte jedoch deutlich, die USA würden jedes Mitglied des Bündnisses "sehr ernsthaft verteidigen". Zugleich stellte Obama weitere Sanktionen gegen Russland in Aussicht. Es gebe keinen Zweifel mehr an Moskaus Einmischung. Nach einem Telefonat mit Obama ließ Kanzlerin Angela Merkel erklären, das russische Vorgehen dürfe nicht folgenlos bleiben.

Fast die Hälfte aller Syrer wegen Bürgerkrieg auf der Flucht:

Drei Millionen Syrer sind nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen wegen des Bürgerkrieges in Nachbarländer geflüchtet. Der Strom von Hilfesuchenden reiße nicht ab, erklärte das Flüchtlingswerk UNHCR in Genf. Weitere 6,5 Millionen Menschen wurden demnach innerhalb des Landes vertrieben. Damit seien fast die Hälfte aller Syrer auf der Flucht. Die meisten Menschen hätten im Libanon, der Türkei und in Jordanien Zuflucht gefunden. Die Krise in Syrien sei zur größten humanitären Notlage unserer Zeit geworden, sagte UNHCR-Chef Antonio Guterres. Die internationale Gemeinschaft erfülle aber die Bedürfnisse der Flüchtlinge und ihrer Aufnahmeländer nicht. Das Regime von Präsident Baschar al-Assad versucht seit mehr als drei Jahren, einen Aufstand niederzuschlagen. In dem Bürgerkrieg sind nach UN-Angaben etwa 200.000 Menschen getötet worden. Menschenrechtler werfen der Armee und den Rebellen Kriegsverbrechen vor.

Germanwings-Piloten legen Arbeit nieder:

Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Lufthansa streiken heute die Piloten des Tochterunternehmens Germanwings. Nach Angaben der Gewerkschaft Cockpit legen sie an diesem Freitagvormittag für rund sechs Stunden die Arbeit nieder. Germanwings musste 116 Flüge streichen. Rund 15.000 Passagiere sind betroffen. Die Lufthansa streitet mit den Piloten seit Monaten über eine Regelung zur Übergangsversorgung. Sie erlaubt es den Flugzeugführern bisher, mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand zu gehen. Das Unternehmen will die Piloten an der Finanzierung beteiligen und die Altersgrenze erhöhen. Die Gewerkschaft Cockpit lehnt dies ab.

Größter isländischer Vulkan Bardarbunga ausgebrochen:

Nach mehreren Erdbeben ist in der Nacht zum Freitag der isländische Vulkan Bardarbunga ausgebrochen. Es kam zunächst nur zu leichten Eruptionen. Der Zivilschutz erklärte, es seien keine großen Aschemengen in die Luft gelangt. Das Meteorologische Institut rief die höchste Alarmstufe rot für den Luftverkehr aus. Der Luftraum über dem größten Vulkan des Landes wurde geschlossen. Die Flughäfen des Landes bleiben aber bis auf weiteres geöffnet. Wissenschaftler befürchten, dass ein größerer Ausbruch des Vulkans erhebliche Schäden anrichten und durch Aschewolken den Flugverkehr in Nordeuropa und über dem Nordatlantik behindern könnte. Das Bundesverkehrsministerium hat bereits Vorkehrungen getroffen. Im April 2010 hatte die Eruption des Vulkans Eyjafjallajökull einen Monat lang den Flugverkehr in Europa lahmgelegt. Mehr als 100.000 Flüge wurden damals gestrichen, gut acht Millionen Reisende saßen zum Teil tagelang auf Flughäfen fest.

Harry Belafonte bekommt Ehren-Oscar:

Der US-Sänger und Schauspieler Harry Belafonte wird für sein humanitäres Engagement mit einem Ehren-Oscar ausgezeichnet. Der Award werde dem 87-jährigen wegen seines Einsatzes gegen Rassismus und Diskriminierung verliehen, teilte die US-Filmakademie mit. Weitere Ehren-Oscars erhalten der japanische Regisseur Hayao Miyazaki, der französische Drehbuchautor Jean-Claude Carrière und die irisch-amerikanische Schauspielerin Maureen O'Hara. Die Preise sollen Anfang November in Hollywood verliehen werden.

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