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Nachrichten

29.08.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Parteitag der US-Republikaner hat Ex-Gouverneur Mitt Romney zum Herausforderer von Barack Obama bei der Präsidentschaftswahl im November gekürt. Eine überwältigende Mehrheit der Delegierten stellte sich in Tampa in Florida hinter den Multimillionär. Romneys Frau Ann hatte zuvor ihren Mann in einer umjubelten Rede als vertrauenswürdigen Politiker und Familienvater dargestellt. Der Parteitag bestimmte außerdem den Kongress-Abgeordneten Paul Ryan als Romneys Vizekandidaten. Die Delegierten sprachen sich per Akklamation für den 42-jährigen Nachwuchsstar der Republikanischen Partei aus. Zugleich verabschiedeten sie ein Wahlprogramm, in dem sie den weltweiten Führungsanspruch der USA betonen. Die Europäer werden indirekt aufgefordert, ihre Militärausgaben nicht weiter zu kappen. Auch das Recht auf das Tragen von Waffen wird bekräftigt. Wegen des Hurrikans "Isaac" hatten die Republikaner den tatsächlichen Beginn ihres Treffens um 24 Stunden verschieben müssen.

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Der Hurrikan "Isaac" hat den Südosten des US-Staates Louisiana erreicht. Das Zentrum des Wirbelsturms traf am Dienstagabend (Ortszeit) nahe Plaquemines Parish, rund 145 Kilometer südöstlich von New Orleans, auf die Küste, wie das Nationale Hurrikanzentrum der USA mitteilte. "Isaac" erreichte die Region am Vorabend des 7. Jahrestags von Hurrikan "Katrina", der im August 2005 in New Orleans 1.800 Menschen das Leben gekostet hatte. "Isaac" ist allerdings deutlich schwächer als der Sturm "Katrina". In Florida hatten die Republikaner wegen des Hurrikans bereits den Beginn ihres Parteitags um einen Tag verschoben und das Programm gekürzt.

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Nach dem Autobombenanschlag auf eine Beerdigung in einem Vorort von Damaskus ist die Zahl der Toten nach Angaben von Oppositionellen auf mindestens 27 gestiegen. Das teilte die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. Demnach galt der Anschlag der Beisetzung von zwei Anhängern der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad. Das Staatsfernsehen hatte zuvor von zwölf Todesopfern berichtet, bei dem Terroranschlag seien zudem 48 Menschen verletzt worden, die meisten von ihnen schwer.

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Fast acht Jahre nach dem Tod von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat hat die französische Justiz Mordermittlungen eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft reagierte damit auf Mutmaßungen der Arafat-Witwe Suha, ihr 2004 in einem französischen Militärhospital verstorbener Mann sei vergiftet worden. Suha Arafat beantragte zwar die Aufnahme von Mordermittlungen, erklärte aber, niemanden konkret zu verdächtigen. Ein Schweizer Institut hatte in der Kleidung Arafats eine hohe Konzentration des radioaktiven Stoffs Polonium-210 gefunden. Der Gesundheitszustand des Palästinenser-Präsidenten hatte sich im Oktober 2004 plötzlich rapide verschlechtert, nur einen Monat später starb er. Weil die Ärzte keine konkrete Todesursache nannten, kam rasch der Verdacht auf, es könne sich um eine Straftat gehandelt haben. Viele Araber verdächtigen Israel, hinter dem Tod Arafats zu stecken.

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Indiens Oberster Gerichtshof hat das Todesurteil gegen den einzigen überlebenden Attentäter der Terroranschläge von Mumbai bestätigt. Das teilten die Richter in der Hauptstadt Neu Delhi mit. Der Pakistaner Ajmal Amir Kasab hatte Ende November 2008 gemeinsam mit anderen Islamisten in der Finanzmetropole Mumbai drei Tage lang zwei Luxushotels sowie ein weiteres Gebäude besetzt gehalten und Geiseln genommen. Auch gab es Schießereien mit Sicherheitskräften. Ingesamt starben 175 Menschen, darunter neun Extremisten. Ein Sondergericht hatte Kasab 2010 unter anderem wegen Mordes und "Kriegsführung gegen Indien" zum Tode verurteilt. Er war dagegen in Berufung gegangen, scheiterte jedoch in allen Instanzen. Nun hat Kasab noch die Möglichkeit, ein Gnadengesuch an den indischen Staatspräsidenten zu richten.

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