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Langsam gesprochene Nachrichten

29.07.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei

Audio anhören 08:26

Nachrichten von Samstag, 29. Juli 2017 – langsam gesprochen als MP3

Kelly statt Priebus - Trump ernennt neuen Stabschef:

Nach heftigen Turbulenzen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump einen Schlüsselposten in der Regierungszentrale neu besetzt. Sein bisheriger Stabschef Reince Priebus verliert seinen Posten, Nachfolger wird der bisherige Heimatschutzminister John Kelly. Trump dankte Priebus für "seinen Dienst und sein Engagement". Der 67-jährige Ex-General Kelly habe als Minister einen "spektakulären Job gemacht" und sei "ein wahrer Star meiner Regierung", erklärte Trump auf Twitter. Priebus, der dem republikanischen Partei-Establishment entstammt, war zuletzt zunehmend in Bedrängnis. Kritiker wiesen ihm eine Mitschuld an dem wenig effektiven Regierungsmanagement zu. In Trumps Umkreis wurde er zudem verdächtigt, interne Informationen an Medien durchgestochen zu haben. Trumps neuer Kommunikationschef Anthony Scaramucci hatte diese Anschuldigung zuletzt öffentlich erhoben. Zudem beschimpfte er Priebus in unflätiger Weise, ohne dass Trump eingriff.

 

Russland: Trump will verschärfte US-Sanktionen unterzeichnen:

US-Präsident Donald Trump will das Gesetz für die verschärften neuen Russland-Sanktionen unterzeichnen. Er habe den entsprechenden Entwurf gebilligt, teilte das Weiße Haus mit. Der Gesetzentwurf sieht auch neue Strafmaßnahmen gegen den Iran und Nordkorea vor. Russland hatte bereits vor Trumps Absichtserklärung erbost auf die geplante Verschärfung reagiert und den Abzug von zahlreichen US-Diplomaten verlangt. Die neuen Russland-Sanktionen der USA richten sich gegen wichtige russische Wirtschaftszweige, darunter auch den für Moskau zentralen Energiesektor. Damit soll Moskau für seine Rolle im Ukraine-Konflikt sowie für die mutmaßliche Einflussnahme auf die US-Wahl abgestraft werden. Der US-Kongress hatte zuvor den Weg für diese Maßnahmen freigemacht und den Präsidenten gleichzeitig darauf festgelegt, dass er die Strafmaßnahmen gegen Russland nicht ohne Zustimmung der Parlamentarier aufheben darf.

 

Scholz: Messerstecher von Hamburg konnte nicht abgeschoben werden:

Nach der Messerattacke in einem Hamburger Supermarkt hat die Polizei eine Flüchtlingsunterkunft im Stadtteil Langenhorn durchsucht. Dort soll der 26-jährige Angreifer gelebt haben. Der Mann aus den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte am Freitag einen 50-Jährigen getötet und sechs weitere Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Unklar ist sein Motiv. Unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete der "Tagesspiegel", der Verdächtige sei den deutschen Behörden als Islamist bekannt. Nach Angaben von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz konnte der Tatverdächtige als abgelehnter Asylbewerber nicht abgeschoben werden, weil er keine Papiere hatte. Die Polizei will im Tagesverlauf in einer Pressekonferenz Einzelheiten nennen.

 

USA und Südkorea reagieren mit Militärmanöver auf Raketentest:

Nach dem erneuten Raketentest Nordkoreas haben die USA und Südkorea ein gemeinsames Militärmanöver mit scharfer Munition abgehalten. Als Warnung an die kommunistische Führung in Pjöngjang feuerten die Streitkräfte vor der Ostküste Südkoreas Kurzstreckenraketen ins Meer. Das teilte das US-Militär mit. Zuvor hatten die USA und Südkorea angekündigt, über eine mögliche "militärische Antwort" zu beraten. Nordkorea hatte nach US-Angaben am Freitag zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Das Geschoss sei etwa tausend Kilometer weit geflogen und in das Japanische Meer gestürzt. Die internationale Gemeinschaft verurteilte den Raketentest. Nur wenige Stunden zuvor hatte der US-Senat ein umfassendes Sanktionsgesetz verabschiedet, das sich neben Russland und dem Iran auch gegen Nordkorea richtet. Nordkorea arbeitet seit Jahren an der Entwicklung von Atomwaffen sowie Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe womöglich bis in die USA getragen werden könnten.

 

Niedersachsen schlägt Klimaprämie für Autokäufer vor:

Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat angesichts des Abgasskandals in Deutschland eine Klimaprämie beim Kauf emissionsärmerer Autos ins Gespräch gebracht. Es müssten Anreize für den Umstieg von alten Dieselmotoren auf die Euro-6-Norm oder Elektroautos geschaffen werden, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dem Bericht zufolge ist der Vorschlag Teil eines Fünf-Punkte-Plans Weils zur künftigen Autopolitik in Deutschland. Spitzenvertreter aus Industrie und Politik wollen am Mittwoch in Berlin über die Dieselkrise beraten. Weil sagte, die Industrie müsse sich zur Nachbesserung von Dieselfahrzeugen verpflichten. Der Staat sei wiederum in der Pflicht, großflächige Fahrverbote zu verhindern. Die deutsche Automobilindustrie hofft, Diesel-Fahrverbote noch abwenden zu können. Der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann, sagte, mit neuer Software lasse sich der Ausstoß von Stickoxiden im Schnitt um mindestens 25 Prozent senken.

 

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