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Nachrichten

29.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

In der syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo haben die Aufständischen der Großoffensive der Regierungstruppen offenbar bislang stand gehalten. Ein Sprecher der Rebellenarmee FSA teilte mit, die Streitkräfte des Regimes von Präsident Baschar al-Assad hätten mehrere von den Aufständischen kontrollierte Stadtbezirke mit Artillerie und Hubschraubern angegriffen. Hauptziel der Regierungsarmee sei das Viertel Salaheddin gewesen. Es sei den Rebellen gelungen, die Vorstöße der Armee abzuwehren, berichteten Oppositionsaktivisten. Nach ihren Angaben wurden bei den Kämpfen in Aleppo allein am Samstag etwa 30 Menschen getötet. In den Abendstunden flauten die Gefechte ab. Eine unabhängige Überprüfung der Berichte aus den Kampfgebieten in Syrien ist nicht möglich.

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Angesichts der Eskalation in Aleppo hat der internationale Syrien-Vermittler Kofi Annan an die Konfliktparteien appelliert, sich an das humanitäre Völkerrecht und die Menschenrechte zu halten. In einer in Genf veröffentlichten Erklärung rief Annan die syrischen Regierungstruppen und die Aufständischen auf, jedes weitere Blutvergießen zu verhindern. Bundesaußenminister Guido Westerwelle warf dem syrischen Regime verbrecherische Akte vor und forderte Präsident Baschar al-Assad auf, die Macht abzugeben. Zugleich äußerte sich Westerwelle in der Zeitung "Bild am Sonntag" besorgt über die Lage der Christen in Syrien.

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Die Rumänen entscheiden an diesem Sonntag in einer Volksabstimmung über eine Amtsenthebung von Präsident Traian Basescu. Die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Victor Ponta wirft ihm eine Überschreitung der Machtbefugnisse vor. Sie hatte bereits Anfang Juli über das Parlament das Verfahren zur Amtsenthebung eingeleitet. Damit das Referendum zählt, müssen mindestens die Hälfte der rund 18 Millionen Wahlberechtigten teilnehmen. Angesichts mehrerer Boykott-Aufrufe und der Ferienzeit ist unklar, ob diese Quote erreicht werden wird. Die EU-Kommission hat das Vorgehen von Pontas Regierung gegen Basescu scharf kritisiert. Sie sieht die Rechtsstaatlichkeit und das demokratische Prinzip der Gewaltenteilung in Gefahr. In der Bevölkerung ist Basescu unbeliebt, weil er einen harten Sparkurs befürwortet. Kritiker werfen ihm zudem vor, sich mit korrupten politischen Verbündeten zu umgeben.

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Nach Saudi-Arabien ist nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" auch das Golfemirat Katar am Kauf von Leopard-2-Kampfpanzern interessiert. Die Scheichs wollten bis zu 200 Panzer erwerben, das Geschäft hätte ein Volumen von annähernd zwei Milliarden Euro, meldet die Zeitschrift. In dem für die Genehmigung von Rüstungsexporten zuständigen Bundessicherheitsrat, den Bundeskanzlerin Angela Merkel leitet, sei der Wunsch der Katarer bislang nicht diskutiert worden. Das Kanzleramt könne sich ein Geschäft aber ebenso vorstellen wie das Wirtschaftsministerium, heißt es in dem Bericht. Saudi-Arabien möchte 270 modernste Leopard-Panzer kaufen. Die Bundesregierung schweigt seit Monaten zu diesem möglichen Milliardengeschäft. Der Export von Kriegswaffen nach Saudi-Arabien ist wegen der Verletzung von Menschenrechten in dem streng islamischen Königreich höchst umstritten.

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In Uganda ist das gefährliche Ebola-Fieber wieder ausgebrochen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde die Krankheit bei 20 Menschen im Westen Ugandas festgestellt. 14 von ihnen starben bereits. Experten des ugandischen Gesundheitsministeriums, der WHO und der US-Gesundheitsbehörde CDC reisten nach Kibaale, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Die Krankheit wird durch das Ebola-Virus ausgelöst, das als einer der gefährlichsten Erreger der Welt gilt. Die Infektion führt in 50 bis 80 Prozent der Fälle zum Tod. Trotz intensiver Forschung gibt es weder eine vorbeugende Impfung noch ein Heilmittel. Bei einer Ebola-Epidemie 2007 starben im Westen Ugandas 37 Menschen, im Jahr 2000 erlagen im Norden des Landes fast 140 Infizierte dem Virus.

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Der unbemannte russische Raumfrachter "Progress" hat erfolgreich das neue Kupplungs- und Annäherungssystem "Kurs-NA" für die Internationale Raumstation ISS getestet. Der Raumtransporter habe problemlos an der ISS angedockt, teilte das russische Flugleitzentrum bei Moskau mit. Ein erster Versuch war am Dienstag noch gescheitert. "Kurs-NA" ist nach russischen Angaben sicherer und verbraucht weniger Energie als die derzeitigen Andocksysteme.

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