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Nachrichten

29.07.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Der Militärchef der libyschen Rebellen, General Abdel Fattah Junes, ist nach Angaben der Aufständischen von Angreifern getötet worden. Die Umstände seines Todes sind unklar. Der Vorsitzende des Nationalen Übergangsrats, Mustafa Abdel Dschalil, teilte mit, Junes sei von der Front zurückbeordert worden, um in Bengasi zur militärischen Lage befragt zu werden. Auf dem Weg dorthin seien er und zwei Offiziere der Rebellen-Armee erschossen worden. Die Angreifer hätten die Leichen verschleppt. Der General war unter Machthaber Muammar al Gaddafi Innenminister. Im Februar schloss er sich jedoch den Aufständischen an. Laut unbestätigten Berichten soll Junes weiter Kontakt zu Familienmitgliedern des Gaddafi-Regimes gehabt haben.

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Die Bundesregierung plant möglicherweise einen weiteren Schritt, um das Regime des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi weiter zu isolieren. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" hat Außenminister Guido Westerwelle dem sogenannten Übergangsrat in Bengasi angeboten, einen diplomatischen Vertreter nach Berlin zu entsenden. Bestätigt wurde dieses Angebot allerdings vom Auswärtigen Amt nicht. Eine Sprecherin erklärte, dass es bislang keinen Antrag des Nationalen Übergangsrat auf Übernahme der libyschen Botschaft gebe. Dagegen prüfen die USA nach Angaben eines Sprechers des US-Außenministeriums bereits einen Antrag der libyschen Rebellen auf die Übernahme der diplomatischen Vertretung des Landes in Washington. Schon am Mittwoch hatte der britische Außenminister William Hague erklärt, dass Großbritannien den von den Rebellen gebildeten Übergangsrat als einzige legitime Vertretung Libyens formal anerkenne.

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Der Streit um die Erhöhung der Schuldengrenze in den USA ufert weiter aus. Eine Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über einen Kompromissvorschlag des republikanischen Mehrheitsführers John Boehner musste ein weiteres Mal vertagt werden, weil sich das Oppositionslager selbst nicht einig ist. Boehner gelang es trotz zahlloser Einzelgespräche nicht, die Abgeordneten der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung von ihrer Blockadehaltung abzubringen. Damit fehlte Boehner die erforderliche Mehrheit für sein Paket. Darüberhinaus hatte US-Präsident Barack Obama bereits sein Veto zu dem Konzept angekündigt. Falls sich Demokraten und Republikaner nicht bis zum 2. August einigen sollten, droht den USA die Zahlungsunfähigkeit, mit unabsehbaren Folgen für die Weltwirtschaft.

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Der UN-Sicherheitsrat wird an diesem Freitag keine offene Sondersitzung zum Kosovo-Grenzkonflikt abhalten. Nach längeren Beratungen lehnte er mehrheitlich einen entsprechenden Antrag Serbiens ab. Russland hatte sich vergeblich für eine Sondersitzung mit offener Debatte eingesetzt, bei der Serbiens Außenminister Vuc Jeremic zu Wort kommen sollte. Ein westlicher Diplomat sagte, die reguläre Ratssitzung im August zum Kosovo sei der "geeignete Ort für eine öffentliche Debatte". UN-Generalsekretär Ban Ki Moon rief nach einem Treffen mit Jeremic beide Seiten auf, den Streit auf dem Verhandlungsweg zu lösen. Im Konflikt um wechselseitige Importverbote hatten aufgebrachte Serben am Mittwoch einen Grenzposten im Norden des Kosovo angezündet. Am Donnerstag übernahmen Soldaten der NATO-Truppe KFOR die Kontrolle über diesen und einen zweiten Übergang. Serbien erkennt die Unabhängigkeit seiner ehemaligen Provinz nicht an.

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In Stuttgart wird das umstrittene Stresstest-Gutachten zum Bahnprojekt "Stuttgart 21" an diesem Freitag offiziell vorgestellt und diskutiert. Vorab war bereits bekanntgeworden, dass das Großprojekt der Deutschen Bahn aus Sicht der Gutachter den Belastungstest bestanden hat. Ein Schweizer Ingenieurbüro hatte in den vergangenen Wochen per Computersimulation die Leistungsfähigkeit des geplanten neuen unterirdischen Durchgangsbahnhofs getestet. Nach der Vorstellung der Studie zum Projekt "Stuttgart 21" findet eine Diskussion von Befürwortern und Gegnern des Bahnprojekts unter der Moderation des Schlichters Heiner Geißler statt. Die Gegner des Vorhabens halten den Stresstest für nicht aussagekräftig. Nach Berechnungen der Bahn können im künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof 30 Prozent mehr Züge in Spitzenzeiten abgefertigt werden als im bestehenden Kopfbahnhof. Die Projektgegner bezweifeln das.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Freitag im Südwesten Schauer und Gewitter, auch im Nordosten zeitweise Regen. Sonst freundlicher und häufig trocken. Höchstwerte 17 bis 25 Grad. DIE WEITEREN AUSSICHTEN: Am Wochenende viele Wolken und vor allem im Norden häufig Regen. Nach Süden hin ein Wechsel aus Sonne, Wolken und Schauern. Am Sonntag soll es trockener sein. Die Temperaturen sind mit 17 bis 22 Grad wenig sommerlich und zu kühl.

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