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Nachrichten

29.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 10:36

Nachrichten von Freitag, 29. Mai 2015 – langsam gesprochen als MP3

Blatter steht vor Wiederwahl als FIFA-Präsident:

Ungeachtet des jüngsten Korruptionsskandals will sich der Schweizer Sepp Blatter an diesem Freitag zum fünften Mal zum Präsidenten des Fußball-Weltverbandes FIFA wählen lassen. Der 79-Jährige ist trotz der Ermittlungen gegen wichtige FIFA-Funktionäre haushoher Favorit bei der Abstimmung. Seinem Herausforderer Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien werden nur geringe Chancen ausgerechnet. Allerdings baute Michel Platini, Chef der europäischen UEFA, eine Drohkulisse vor der Wahl in Zürich auf. Sollte Blatter im Amt bestätigt werden, werde man bei der UEFA darüber nachdenken, auf die Teilnahme an der WM 2018 in Russland zu verzichten. Am Mittwoch waren in Zürich im Zuge von US-Ermittlungen sieben ranghohe FIFA-Funktionäre verhaftet worden. Ihnen wird Korruption und Bestechlichkeit vorgeworfen. Außerdem ermittelt die Schweizer Bundesanwaltschaft wegen Unregelmäßigkeiten bei den WM-Vergaben an Russland und Katar.

Flüchtlingsgipfel in Thailands Hauptstadt Bangkok gestartet:

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok hat ein internationales Gipfeltreffen von 17 Staaten zur südostasiatischen Flüchtlingskrise begonnen. Zur Eröffnung sagte Thailands Außenminister General Thanasak Patimaprakorn, die Zahl der Bootsflüchtlinge habe ein alarmierendes Niveau erreicht. Das Problem sei nur durch umfassende internationale Kooperation zu lösen. Zuletzt waren an den Küsten Malaysias und Indonesiens Tausende Migranten gestrandet oder aus Seenot gerettet worden, die meisten davon Rohingya aus Myanmar und Migranten aus Bangladesch. Die muslimische Minderheit der Rohingya ist im buddhistisch dominierten Myanmar Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Das Regime wehrt sich gegen Vorwürfe, die Massenflucht der Rohingya ausgelöst zu haben. Auf dem Treffen in Bangkok hielt Myanmar im Gegenzug Kritikern vor, die Krise zu politisieren. Menschenrechtler und UN mahnen Myanmar, den Rohingya endlich die Staatsbürgerschaft zu geben.

Erneut Zusammenstöße bei Studentenprotesten in Chile:

In der chilenischen Hauptstadt Santiago haben erneut viele Studenten gegen die schleppende Bildungspolitik von Präsidentin Michelle Bachelet demonstriert. Nach Angaben der Organisatoren nahmen rund 100.000 Menschen an dem Protestmarsch teil. Einige vermummte Demonstranten errichteten Barrikaden, plünderten Geschäfte und griffen Polizeibeamte mit Stöcken und Steinen an. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Auch in der Hafenstadt Valparaíso gab es bei einer Studentendemonstration Zusammenstöße. Zu den Kundgebungen hatten Studentenverbände und Gewerkschaften aufgerufen. Ihnen geht die Bildungsreform der linksgerichteten Präsidentin nicht weit genug. Diese steht zudem wegen mehrerer Korruptionsskandale in ihrem Umfeld in der Kritik. Die Demonstranten verlangen seit langem die Abschaffung der hohen Studiengebühren, die seit der Pinochet-Diktatur (1973-1990) gelten. Zudem wollen sie mehr Mitsprache bei Bildung und Arbeitsrecht.

Cameron erläutert seine Vorstellungen zu EU-Reformen:

Der britische Premierminister David Cameron hat seine Forderungen nach Reformen in der Europäischen Union bekräftigt. Nach seinem Besuch beim französischen Präsidenten Francois Hollande erklärte Cameron, der Status quo sei nicht gut genug. Stattdessen sei es wichtig, flexibel und einfallsreich zu handeln, um den Staatenbund erfolgreicher und wettbewerbsfähiger zu machen. Cameron hat für das kommende Jahr ein Referendum über den Verbleib Großbritanniens in der EU angekündigt. Zuvor will er allerdings die Beziehungen seines Landes zur EU neu aushandeln. Nach dem Treffen in Paris wird Cameron dazu an diesem Freitag auch nach Warschau und Berlin reisen. Dort will er Bundeskanzlerin Angela Merkel seine Reformpläne vorstellen.

Studie: Niedrige Geburtenrate in Deutschland wird zum Problem:

Die weltweit niedrigste Geburtenrate wird einer Studie zufolge zum Standortproblem für Deutschland. Hierzulande werden nicht nur europaweit, sondern nun auch weltweit die wenigsten Kinder geboren. Das geht aus einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) hervor. Demnach kamen hierzulande in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt 8,4 Kinder je 1000 Einwohner zur Welt. Das liegt unter dem Niveau des bisherigen Schlusslichts Japan mit 8,4 Geburten je 1000 Einwohner. Die höchsten Geburtenraten haben afrikanische Länder, allen voran der Niger mit 50 Geburten je 1000 Einwohner. HWWI-Direktor Henning Vöpel befürchtet wegen des Trends schädliche Folgen für die Attraktivität und Leistungsfähigkeit Deutschlands als Wirtschaftsstandort. Zunächst drohten höhere Lohnnebenkosten, später ein Mangel an Fachkräften. Zur Stabilisierung sei daher die Zuwanderung junger Fachkräfte unverzichtbar.

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