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Nachrichten

29.05.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:09

Nachrichten von Donnerstag, 29. Mai 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Die vier in der Ostukraine vermissten Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) werden nach Angaben prorussischer Separatisten im Gebiet der Stadt Slowjansk festgehalten. Der selbst ernannte sogenannte Volksbürgermeister der Stadt, Wjatscheslaw Ponomarjow, sagte der russischen Agentur Interfax, die Beobachter seien festgenommen worden. Jetzt werde geklärt, wer sie seien und wohin sie gefahren seien. Anschließend würden die Männer freigelassen. Die OSZE hatte am Montagabend den Kontakt zu der Gruppe verloren, deren Mitglieder aus Estland, Dänemark, der Türkei und der Schweiz stammen. Die Staatenorganisation forderte die sofortige und bedingungslose Freilassung ihrer Mitarbeiter. Der OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter erklärte, mit der Gefangennahme sollten die internationalen Bemühungen zur Beilegung der Ukraine-Krise torpediert werden. Dieser Sabotageakt könne nicht geduldet werden.

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Bei einem Besuch in Berlin haben die Ministerpräsidenten der Ukraine, Georgiens und der Republik Moldau den Westkurs ihrer Länder bekräftigt. Vor einem gemeinsamen Abendessen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk, das Ziel seines Landes sei die europäische Integration. Es dürfe in Europa keine neue Berliner Mauer geben. Die Regierungschefs von Georgien und von Moldau, Irakli Garibaschwili und Iurie Leanca, erklärten, sie wollten die Assoziierungsabkommen mit der EU wie geplant am 27. Juni unterzeichnen. Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstrich die Absicht der EU, die Partnerschaft mit ihren östlichen Nachbarn ungeachtet der Ukraine-Krise zu vertiefen. Damit wolle die Europäische Union aber nicht in Konkurrenz zu Russland treten. Man wolle kein Entweder/Oder für diese Länder, sagte die Kanzlerin. Der neu gewählte ukrainische Präsident Petro Poroschenko strebt nach eigenen Worten ein Sicherheitsbündnis mit den USA und Europa an. Dies sei notwendig, um sein Land auch militärisch zu schützen, sagte er der "Bild"-Zeitung.

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Der frühere Mitarbeiter des US-Geheimdienstes NSA und Whistleblower Edward Snowden möchte in die USA zurückkehren. Er sei ein Patriot und möchte wieder nach Hause, sagte der 30-Jährige in einem Interview, das der US-Sender NBC in mehreren Teilen ausstrahlt. Ob für ihn Amnestie oder Gnade in Frage komme, müsse die Öffentlichkeit entscheiden. Snowden lebt seit knapp einem Jahr in Russland, sein dortiger Asylstatus läuft aber Ende Juli aus. In dem TV-Gespräch warb der 30-Jährige für seine Enthüllungen. Ihm sei es von Anfang an darum gegangen, seinem Land zu dienen. Der massive Bruch der US-Verfassung durch den NSA-Geheimdienst habe ihm keine andere Wahl gelassen, als dessen weltweite Spähaktivitäten zu enthüllen.

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Neuer Präsident Ägyptens wird erwartungsgemäß der frühere Militärchef Abdel Fattah al-Sisi. Bei der auf drei Tage ausgeweiteten Wahl erhielt er nach inoffiziellen Zwischenergebnissen etwa 93 Prozent der Stimmen. Um das höchste Staatsamt hatte sich neben al-Sisi nur der als chancenlos geltende Linkspolitiker Hamdien Sabahi beworben. Er erhielt weniger als fünf Prozent der Stimmen. Das offizielle Endergebnis soll in der kommenden Woche veröffentlicht werden. Auf dem zentralen Tahrir-Platz in Kairo versammelten sich am Abend jubelnde Anhänger des Wahlsiegers. Wahlberechtigt waren knapp 54 Millionen Ägypter. Die Beteiligung lag nach Schätzungen bei etwa 44 Prozent. Die verbotene Muslimbruderschaft, aus deren Reihen auch der 2013 vom Militär gestürzte Präsident Mohammed Mursi stammt, hatte zum Wahlboykott aufgerufen.

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Der US-Technologiekonzern Apple wird für insgesamt drei Milliarden Dollar (2,2 Milliarden Euro) den Kopfhörer-Hersteller Beats und den Musik-Streaming-Dienst Beats Music übernehmen. Dessen Nutzer können für einen monatlichen Pauschalbetrag Millionen Songs abrufen. Apple will den Kauf nach eigenen Angaben bis Ende September abschließen. Es ist die mit Abstand größte Transaktion der Firmengeschichte. Beats Electronics, 2006 von Hip-Hop-Star Dr. Dre und dem Musik-Produzenten Jimmy Iovine gegründet, ist vor allem für seine farbigen Kopfhörer mit dem auffälligen "b" bekannt. Apple erkauft sich mit Beats eine Eintrittskarte ins Geschäft mit Musik-Abonnement-Diensten. In diesem Bereich gilt die schwedische Firma Spotify bislang als treibende Kraft.

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Der deutsche Astronaut Alexander Gerst und seine Kollegen aus den USA und Russland, Reid Wiseman und Maxim Surajew, haben mit ihrer Sojus-Kapsel planmäßig an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Ihre Sojus-Trägerrakete war einige Stunden zuvor vom Weltraumbahnhof im kasachischen Baikonur gestartet. Der Geophysiker und Vulkanologe Gerst soll knapp sechs Monate auf der ISS bleiben. Geplant sind rund hundert Experimente. Unter anderem wird er einen Hightech-Schmelzofen auf dem fliegenden Forschungslabor installieren, mit dem neue Legierungen getestet werden sollen.

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