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Nachrichten

29.05.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Bei einem Luftangriff der NATO in der südafghanischen Provinz Helmand sind nach Angaben der örtlichen Behörden 14 Zivilisten getötet worden. Sechs weitere seien verletzt worden, teilte ein Sprecher der Provinzregierung mit. Hubschrauber der NATO-geführten Internationalen Schutztruppe seien einen Einsatz gegen Taliban-Aufständische geflogen. Dabei seien im Bezirk Nawsad zwei Häuser getroffen worden. Ein Sprecher der Schutztruppe erklärte, der Vorfall werde untersucht. Zivile Opfer bei NATO-Angriffen sorgen für zunehmenden Unmut in der afghanischen Regierung und der Bevölkerung. Vor gut einer Woche hatte der Tod von vier Menschen in Talokan im Nordosten des Landes zu blutigen Ausschreitungen geführt, bei denen 17 Menschen getötet wurden. Am Samstag waren in Talokan bei einem Selbstmordanschlag zwei deutsche Bundeswehrsoldaten getötet und fünf verletzt worden. Auch ranghohe afghanische Sicherheitsvertreter wurden getötet.

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Die Bundesregierung will trotz des blutigen Selbstmordanschlags in Nordafghanistan an ihren Zielen am Hindukusch festhalten. Der Terroranschlag in Talokan dürfe und werde Deutschland nicht davon abhalten, seine Strategie in Afghanistan umzusetzen, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Rande eines Besuchs der deutschen Universität in der omanischen Hauptstadt Maskat. Ziel bleibe die baldige Übergabe der Verantwortung an afghanische Sicherheitskräfte und der Beginn des Abzugs deutscher Soldaten Ende des Jahres. Gleichzeitig müsse alles getan werden, um die Suche nach einer politischen Lösung zu unterstützen.

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Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner hält wegen der zahlreichen Erkrankungen durch den gefährlichen Durchfall-Erreger EHEC an der Warnung vor dem Verzehr roher Salatgurken, Tomaten und Blattsalaten fest. Solange es den deutschen und spanischen Behörden nicht gelinge, die Infektionsquelle auszumachen und zu schließen, hätten die Warnhinweise weiter Bestand, sagte Aigner der "Bild am Sonntag". Die CSU-Politikerin wies zudem Kritik der Bauernverbände und Lebensmittelhändler zurück. Der Schutz der Verbraucher habe immer Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. In Deutschland sind bislang rund 1000 Krankheits- oder Verdachtsfälle registriert, zehn Menschen starben. Die Bundesregierung rechnet mit einer weiteren Ausbreitung der Erkrankungen. Im ungarischen Debrecen beraten auch die Landwirtschaftsminister über die sich häufenden EHEC-Fälle.

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Die Spitzen der Regierungskoalition von Union und FDP wollen an diesem Sonntag die Weichen für eine Energiewende stellen. Erwartet wird, dass sich die Runde im Kanzleramt auf ein Datum zum Abschalten der letzten Kernkraftwerke einigt. Allerdings fürchtet die FDP Versorgungsengpässe. Die so genannte Ethik-Kommission zur Energieversorgung empfiehlt nach übereinstimmenden Berichten einen Atomausstieg innerhalb der nächsten zehn Jahre. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, ist das Gremium der Überzeugung, dass der fehlende Atom-Strom anderweitig ersetzt werden könne. Auf ein konkretes End-Datum werde im Abschlussbericht allerdings verzichtet, heißt es. Dieser gilt als Basis für die Entscheidung der Bundesregierung zum Atomausstieg.

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In Syrien gehen die Sicherheitskräfte weiter mit Gewalt gegen die Demokratiebewegung vor. Wie Oppositionelle berichteten, griffen Regierungstruppen drei Ortschaften in der Provinz Homs an. Die Soldaten seien unterstützt von Panzern auf die Orte Rastan, Talbiseh und Deir Maaleh vorgerückt und hätten diese beschossen. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein. Die Verbindungsstraßen nach Homs seien von Polizisten und Soldaten abgeriegelt worden. Die Stadt Homs ist eines der Zentren der Protestbewegung gegen die Regierung von Präsident Baschar Assad.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nördlich des Mittellandkanals und Richtung Ostseeküste meist wolkig bis bedeckt und gelegentlich etwas Regen. Sonst sonnig mit lockerer Bewölkung und trocken. Höchstwerte 15 bis 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag meist sonnig, lediglich an der Nordseeküste ein paar Wolken, aber meist trocken. Kräftige Erwärmung auf 25 bis 32 Grad, an den Küsten kühler.

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