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Nachrichten

29.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 05:58

Nachrichten von Dienstag, 29. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Russland hat seine an Manövern beteiligten Truppen von der ukrainischen Grenze abgezogen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu versicherte seinem US-Kollegen Chuck Hagel in einem Telefonat, die Soldaten seien in ihre Standorte zurückgekehrt. Russische Truppen würden auch nicht in die Ukraine eindringen. Grund für den Abzug sei die Beteuerung aus Kiew, die ukrainische Armee "nicht gegen unbewaffnete Zivilisten" im Osten des Landes einzusetzen. Hagel bezeichnete die Situation jedoch als unverändert "gefährlich". Zudem bat er seinen russischen Kollegen um Unterstützung bei der Freilassung der festgehaltenen OSZE-Militärbeobachter.

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US-Außenminister John Kerry hat mit einer umstrittenen Äußerung zur Apartheid in Israel für Empörung gesorgt. Er soll am vergangenen Freitag gesagt haben, Israel riskiere, zu einem - so wörtlich - "Apartheidstaat mit Bürgern zweiter Klasse" zu werden, sollte das Land nicht bald die Chance zum Friedensschluss ergreifen. Kerry erklärte nun, falls er das Wort benutzt habe, sei dies versehentlich geschehen. Er sei aber nicht der Meinung, dass Israel ein Apartheid-Staat sei oder einer zu werden drohe. Das Online-Magazin "The Daily Beast" hatte am Sonntag berichtet, einen Mitschnitt des Kommentars zu besitzen.

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Nordkorea hat nach Angaben aus Südkorea ein Militärmanöver nahe der umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer begonnen. Erste Schüsse seien bereits abgefeuert worden, Einschläge auf südkoreanischem Gebiet gebe es bisher aber nicht, sagte ein Armeesprecher in Seoul. Pjöngjang habe die geplante Übung angekündigt. Seoul habe dem Nachbarstaat mit Reaktionen gedroht für den Fall, dass Artilleriegranaten auf südkoreanisches Gebiet fallen sollten. Die Bewohner mehrerer südkoreanischer Inseln in der betroffenen Region seien aufgefordert worden, Zuflucht in Bunkern zu suchen. Eine ähnliche Militärübung hatte Ende März zu einem Scharmützel zwischen Nord- und Südkorea geführt.

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Siemens will so rasch wie möglich über ein Angebot an den französischen Rivalen Alstom entscheiden. Nach einem Treffen mit Frankreichs Präsident François Hollande sprach Siemens-Chef Joe Kaeser von einem offenen und vertrauensvollen Gespräch im Élyséepalast. Bereits für diesen Vormittag ist eine außerordentliche Sitzung des Siemens-Aufsichtsrats angesetzt. Der Übernahmepoker zwischen dem deutschen Technikkonzern und seinem US-Rivalen General Electric (GE) um Frankreichs Industrieperle Alstom geht damit in die heiße Phase.

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In der britischen Hauptstadt streiken die Mitarbeiter der U-Bahn. Der 48-stündige Ausstand begann wie angekündigt am Montagabend. Die Gewerkschaft RMT will damit gegen die geplante Schließung von Fahrkarten-Verkaufsschaltern protestieren, die alle durch Automaten ersetzt werden sollen. Fast tausend Arbeitsplätze sind davon betroffen. Der Londoner Bürgermeister Boris Johnson bezeichnete den Streik als "zwecklos und verrückt". Bereits im Februar hatten zwei gleichlange Streiks die Themse-Metropole in ein Verkehrschaos gestürzt. Die Londoner U-Bahn wird täglich von mehreren Millionen Menschen benutzt.

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Der FC Bayern spielt ab 20.45 Uhr MESZ gegen Real Madrid um den Einzug in das Endspiel der Champions League. Der Triple-Sieger des Vorjahres benötigt nach der 0:1-Niederlage vor einer Woche allerdings eine deutliche Leistungssteigerung. Das Halbfinal-Rückspiel stößt weltweit auf gewaltiges Interesse: 108 TV-Sender berichten live, in allen anderen Ländern - bis auf Nordkorea - ist das Spiel zumindest in Ausschnitten zu sehen. Insgesamt werden 880 Medienvertreter in der Münchner Arena sein.

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