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Nachrichten

29.04.2011 - Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach dem Scheitern einer Verurteilung Syriens im Weltsicherheitsrat will die Europäische Union nun im Alleingang Konsequenzen aus dem brutalen Vorgehen syrischer Sicherkeitskräfte gegen friedliche Demonstranten ziehen. Die EU-Botschafter der Mitgliedsstaaten kommen an diesem Freitag in Brüssel zusammen, um über Sanktionen gegen die syrische Regierung zu beraten. Im Gespräch sind unter anderem Reisebeschränkungen für Mitglieder der Staatsführung sowie das Einfrieren von Vermögenswerten und Hilfsgeldern. Für diesen Freitag haben Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad erneut zu Massenprotesten aufgerufen. Die Führung in Damaskus zeigte sich entschlossen, die Proteste niederzuschlagen. Seit Beginn der Unruhen Mitte März sollen schon mehr als 450 Menschen getötet worden sein.

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Aus Angst vor möglichen Chemiewaffen-Angriffen libyscher Regierungstruppen haben die Aufständischen schwere Waffen vom Ausland gefordert. Benötigt würden Panzerabwehrraketen, Hubschrauber und Schnellboote mit Torpedos, sagte ein Rebellen-General. Nach seinen Angaben befürchten die Aufständischen vor allem, dass die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi Senfgas einsetzen könnten. Derweil legte Libyens Nachbarland Tunesien offiziell Protest gegen heftige Kämpfe an einem gemeinsamen Grenzübergang ein. Bei den Gefechten seien bis zu 20 Menschen getötet worden, berichteten Augenzeugen. Auch auf tunesischem Gebiet schlugen Geschosse ein.

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Der Weltsicherheitsrat hat den blutigen Bombenanschlag auf ein vor allem von Touristen besuchtes Cafe im marokkanischen Marrakesch scharf verurteilt. Jede Form von Terrorismus sei kriminell und nicht zu rechtfertigen, erklärte das höchste Gremium der Vereinten Nationen. Auch UN-Generalsekretär Ban Ki Moon zeigte sich "entsetzt". Bei dem Anschlag waren am Donnerstag nach offizieller Darstellung 14 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen Ausländer. Rettungskräfte gaben die Zahl der Toten sogar mit 18 an. Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, die Tat dürfe keinesfalls dazu führen, dass der eingeleitete Reformprozess in Marokko unterminiert werde. Bisher bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Es wird aber spekuliert, dass der nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerks El Kaida für das Blutbad verantwortlich ist.

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Durch die schweren Unwetter im Südosten der USA sind nach jüngsten Berichten etwa 300 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 200 Tote wurden allein im Bundesstaat Alabama gezählt. Die Schäden seien derart enorm, dass es wahrscheinlich noch Tage dauern werde, bis das ganze Ausmaß der Tornado-Katastrophe abzusehen sei, sagte Alabamas Gouverneur Robert Bentley. Rettungskräfte suchen in den Trümmern zerstörter Häuser weiter nach Überlebenden. US-Präsident Barack Obama versicherte, seine Regierung lasse die Betroffenen beim Wiederaufbau nicht allein. An diesem Freitag will er sich im Katastrophengebiet persönlich ein Bild von den Verwüstungen machen.

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US-Präsident Barack Obama hat offiziell den bisherigen CIA-Chef Leon Panetta zum neuen Verteidigungsminister nominiert. Der Vier-Sterne-General und derzeitige Afghanistan-Oberbefehlshaber David Petraeus solle dafür an die Spitze des Geheimdienstes rücken, sagte Obama in Washington. Beide Personalwechsel müssen vom Senat bestätigt werden. Sie sind im Laufe des Sommers vorgesehen. - Der Wechsel ist notwendig, weil der bisherige Verteidigungsminister Robert Gates ausscheidet. Er war noch von Präsident George W. Bush ins Amt geholt worden.

Das Wetter in Deutschland: Im Norden meist freundlich, sonst mal Wolken, mal Sonnenschein, örtlich Regenschauer und Gewitter. Tagestemperaturen 13 bis 24 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Samstag wechselnd bewölkt, in der Mitte und im Westen einzelne Schauer oder Gewitter. Höchstwerte 12 bis 22 Grad.

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