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Nachrichten

29.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Mit einem 24-stündigen Generalstreik wollen die spanischen Gewerkschaften gegen eine Arbeitsmarktreform der Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy protestieren. Seit Mitternacht sind Beschäftigte aller Branchen aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen. Die konservative Regierung betonte, sie werde trotz des Generalstreiks keinerlei Änderungen an der Neuregelung vornehmen. Die Reform soll helfen, den Arbeitsmarkt zu beleben und die Arbeitgeber motivieren, vermehrt neue Beschäftigte einzustellen. Die großen Gewerkschaftsverbände sehen darin den tiefsten Einschnitt in die Rechte der Arbeitnehmer seit Spaniens Rückkehr zur Demokratie.

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Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes in Deutschland haben die Arbeitgeber nach Angaben von Verdi-Chef Frank Bsirske noch kein neues Angebot vorgelegt. Die zentralen Fragen seien zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde noch gar nicht angesprochen worden, sagte Bsirske nach mehrstündigen Gesprächen in Potsdam. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten zum Auftakt der dritten Tarifrunde zwar Einigungswillen signalisiert. Die Positionen liegen aber noch weit auseinander. Die Gewerkschaften verlangen 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr. Die Arbeitgeber haben angeboten, die Gehälter mit einem Stufenmodell innerhalb von zwei Jahren um 3,3 Prozent anzuheben. Die Verhandlungen für die zwei Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund sollen an diesem Donnerstag fortgesetzt werden.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland dürfte nach Einschätzung von Experten im März weiter über der Marke von drei Millionen gelegen haben. Zwar waren den Berechnungen zufolge weniger Menschen arbeitlos gemeldet als im Februar. Angesichts des schwachen Frühjahrsaufschwungs rechnen die Volkswirte deutscher Großbanken aber noch nicht damit, dass die Zahl der Erwerblosen wieder unter drei Millionen lag. Dafür sei der am Arbeitsmarkt übliche Frühjahrsaufschwung zu schwach gewesen, hieß es. Die genauen Zahlen gibt die Bundesagentur für Arbeit an diesem Donnerstag bekannt.

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Die Staats- und Regierungschefs der aufstrebenden Schwellenländer sind in Neu Delhi zu ihrem vierten Gipfeltreffen zusammengekommen. Bei ihren Gesprächen in der indischen Hauptstadt wollen die sogenannten BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika unter anderem über die Schaffung gemeinsamer Institutionen beraten, um die Beziehungen untereinander und die Wirtschaft zu stärken. Konkret soll über die Schaffung einer gemeinsamen Investitionsbank diskutiert werden, die Entwicklungs- und Infrastrukturprojekte finanzieren soll. Die Bank könnte nach Ansicht Brasiliens auch bei der Überwindung der europäischen Schuldenkrise helfen. - Die fünf Staaten stellen 45 Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften mit 13 Billionen Dollar ein Viertel des weltweiten Bruttoinlandsprodukts.

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In Japan sind drei zum Tode verurteilte mehrfache Mörder erhängt worden. Das gab Justizminister Toshio Ogawa bekannt. Es waren die ersten Vollstreckungen seit 20 Monaten. Das Inselreich Japan gehört zu den wenigen Industrieländern, in denen die Todesstrafe noch nicht abgeschafft ist. Der Umgang der zweitgrößten Wirtschaftsnation der Welt mit der Todesstrafe wie auch die berüchtigten Haftbedingungen werden seit Jahren von nationalen und internationalen Menschenrechtsorganisationen scharf angeprangert. Laut der Nachrichtenagentur Kyodo sind derzeit 132 Menschen in Japan zum Tode verurteilt. Eine Regierungsumfrage 2009 ergab, dass 86 Prozent der Japaner die Todesstrafe unterstützen.

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Zum Abschluss seines Kuba-Besuchs hat Papst Benedikt XVI. den früheren Staatschef Fidel Castro empfangen. Vatikansprecher Federico Lombardi teilte mit, das Treffen habe eine halbe Stunde gedauert. Über den Inhalt des Gesprächs wurde nichts bekannt. Es war das erste Treffen zwischen Benedikt und dem kubanischen Revolutionsführer. Vor der Begegnung hatte sich das Oberhaupt der katholischen Kirche in einer Messe auf dem Platz der Revolution in Havanna für Glaubensfreiheit und eine größere Rolle der Kirche stark gemacht. Hunderttausende Menschen bereiteten ihm einen begeisterten Empfang. Auch Staatschef Raul Castro und hohe Regierungsvertreter waren im Publikum.

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