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Nachrichten

29.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Ermittler haben das ehemalige Amtszimmer des früheren Sprechers von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hannover waren an dem Einsatz im Bundespräsidialamt in Berlin ein Staatsanwalt und mehrere Beamte des Landeskriminalamtes beteiligt. Es seien Unterlagen und Computerdateien beschlagnahmt worden, die jetzt ausgewertet würden. Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen den früheren Pressesprecher und engen Vertrauten von Wulff wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Glaeseker war von Wulff kurz vor Weihnachten ohne Angaben von Gründen entlassen worden.

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Die SPD-Spitze trifft sich an diesem Sonntag in Potsdam zu einer Klausurtagung. Dabei soll der Fahrplan bis zur Bundestagswahl im nächsten Jahr festgelegt werden. Die Sozialdemokraten wollen gemeinsam mit den Grünen die derzeitige schwarz-gelbe Bundesregierung ablösen. Am ersten Tag des zweitägigen Treffens nehmen auch die SPD-Ministerpräsidenten an den Beratungen teil.

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Ein hochrangiges Expertenteam der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ist im Iran eingetroffen. Bei dem Besuch sollen offene Fragen zum Atomprogramm des Landes geklärt werden. Unklar ist, ob die IAEA-Experten bei ihrem Aufenthalt bis Dienstag auch iranische Atomanlagen inspizieren werden. Der Westen wirft der Regierung in Teheran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Atomforschung am Bau von Kernwaffen zu arbeiten. Im Streit um das iranische Atomprogramm hatte die EU am Montag ein schrittweise in Kraft tretendes Ölembargo gegen Teheran verhängt. Das iranische Parlament soll als Reaktion darauf von diesem Sonntag an über einen sofortigen Stopp der Öllieferungen nach Europa beraten.

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Syrien hat mit Bedauern auf den Abbruch der Beobachtermission der Arabischen Liga reagiert. In einer Erklärung äußerte das Regime von Präsident Baschar al-Assad außerdem seine Überraschung über diesen Schritt. Damaskus warf dem arabischen Staatenbündniss vor, mit dem Rückzug den Druck auf den UN-Sicherheitsrat für ein Eingreifen in Syrien erhöhen zu wollen. Die Arabische Liga hatte den Abbruch der Mission mit der weiter zunehmenden Gewalt in Syrien begründet. Allein in den vergangenen Tagen sollen bei Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Regimegegnern mehr als 200 Menschen getötet worden sein. Am Samstag hatten Soldaten nach Darstellung von Oppositionellen Außenbezirke der Hauptstadt unter Beschuss genommen und dabei mindestens zwölf Menschen getötet.

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Bundesaußenminister Guido Westerwelle startet an diesem Sonntag zu einer mehrtägigen Reise in den Nahen Osten. Nach einer ersten Station in der jordanischen Hauptstadt Amman reist der Minister weiter nach Kairo, um dort Vertreter des regierenden Militärrats, der Parteien sowie der koptischen Minderheit zu treffen. Ein Jahr nach der Revolution will sich Westerwelle vor Ort ein Bild der derzeitigen Lage in Ägypten verschaffen. Anschließend kommt der Außenminister in Israel und den Palästinensergebieten mit den Regierungsvertretern beider Seiten zusammen. Dabei will er auf eine Fortführung des Nahost-Friedensprozesses dringen. - Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel reist an diesem Sonntag ebenfalls in die Region und nach Kenia, um Entwicklungsprojekte zu besuchen.

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Bei Anti-Wall-Street-Protesten sind in Kalifornien mehr als 100 Demonstranten festgenommen worden. Bei den Auseinandersetzungen in den Straßen von Oakland wurden nach Behördenangaben drei Polizisten verletzt. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, als die Mitglieder der sogenannten "Occupy-Bewegung" ein stillgelegtes Tagungszentrum besetzen wollten. Dabei hätten sie Baugeräte zerstört und die Beamten unter anderem mit Brandsätzen beworfen. Mit der Aktion wollten die Demonstranten eigenen Angaben zufolge gegen das soziale Ungleichgewicht in den USA protestieren.

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In der peruanischen Hauptstadt Lima sind bei einem Brand in einer Einrichtung für Drogenabhängige mindestens 27 Menschen ums Leben gekommen. Viele starben an einer Rauchgasvergiftung, weil Türen und Fenster vergittert waren und sie nicht fliehen konnten. Grund für das Feuer war nach Behördenangaben möglicherweise ein Streit unter den Insassen oder der Fluchtversuch eines Patienten. Dabei seien Matratzen in Flammen aufgegangen.

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