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Fußball

29. Spieltag: Rückschlag für Wolfsburg

Mit einem Sieg in Cottbus hatte Wolfsburg die Chance sich an der Spitze abzusetzen. Genauso hatte Mönchengladbach die Gelegenheit mit einem Erfolg gegen Bielefeld die Abstiegsränge zu verlassen. Beides ging daneben.

Skela (o.) erzielte das zweite Tor für Cottbus (Quelle: AP)

Skela (o.) feiert seinen Treffer zum 2:0 für Cottbus

Rangelov freut sich über sein 1:0 für Cottbus (Quelle: AP)

Rangelov freut sich über sein 1:0 für Cottbus

Der Durchmarsch von Spitzenreiter VfL Wolfsburg ist gestoppt worden. Ausgerechnet Abstiegskandidat Energie Cottbus beendete die Siegesserie der Wölfe und machte damit das Titelrennen wieder spannend. Nach zehn Siegen in Folge kassierten die Wolfsburger am Sonntag eine 0:2-Pleite in der Lausitz und damit die erste Niederlage seit dem 13. Dezember des vergangenen Jahres. Felix Magath erkannte die gute Leistung des Gegners im Anschluss neidlos an und lobte ausdrücklich den Cottbuser Torhüter: „Anders als in der Vergangenheit, wo wir unsere Chancen sehr effektiv verwertet haben, ist es uns heute nicht gelungen eine von diesen großen Chancen zu nutzen. Zum einen lag das wahrscheinlich an der eigenen Schwäche, zum anderen auch an einem sehr gut aufgelegten Gerhard Tremmel.“ Im Ergebnis habe man verdient verloren, gab Magath zu. Damit beträgt der Vorsprung der Wolfsburger auf den Tabellenzweiten Hertha BSC Berlin nur zwei statt möglicher fünf Zähler. Cottbus seinerseits macht durch den Dreier mit jetzt 26 Punkten einen Sprung auf den rettenden 15. Platz.

Mönchengladbach verliert wichtige Punkte

Bielefelds Tesche (mi.) war nicht zu stoppen (Quelle: AP)

Bielefelds Tesche (mi.) war nicht zu stoppen

In der zweiten Sonntagspartie hat Borussia Mönchengladbach den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf verpasst. Im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld kam die Elf vom Niederrhein nicht über ein mageres 1:1-Unentschieden hinaus und fiel dadurch auf Abstiegsplatz 17 zurück. Mit weiterhin 24 Punkten hat die Borussia einen Zähler weniger auf dem Konto als Bielefeld auf Relegationsplatz 16. Der Coach der Arminia, Michael Frontzeck, analysierte die Situation seines Teams anschließend ganz trocken: „Es ist sicherlich so, dass es bis zum Schluss ganz, ganz eng bleibt. Das wussten wir eigentlich vom ersten Spieltag an. Mit guten Nerven wollen wir da durchgehen und wenn die Mannschaft sich so präsentiert wie heute, werde ich auch immer vor der Mannschaft stehen.“

Bayern patzt gegen Schalke

Kollektiver Bayern-Frust bei Klinsmann (li.) und Hoeneß (Quelle: AP)

Kollektiver Bayern-Frust bei Klinsmann (li.) und Hoeneß

Der FC Bayern München verlor am Samstag gegen den FC Schalke 04 im eigenen Stadion mit 0:1 und musste damit einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um die Tabellenspitze hinnehmen. Trotz der kalten Dusche versuchte Klinsmann anschließend, wie üblich, dem Ganzen noch etwas Positives abzugewinnen: „Von dem Kampf her war das absolut in Ordnung. Wir haben ein zerfahrenes Spiel gesehen. Es kam nie die richtige spielerische Linie auf nach diesem 1:0-Gegentreffer.“ Klar sei man ein Stück weit enttäuscht. Dennoch habe man noch fünf Spiele mit einer Maximal-Punktzahl von 15, die man erreichen könne und das werde man angehen, ergänzte Klinsmann schon fasst ein wenig trotzig. In der Tabelle rangieren die Bayern mit weiterhin 54 Punkten auf Platz drei, einen Zähler hinter dem Zweiten aus Berlin. Die Hertha gewann am Freitag bei 1899 Hoffenheim mit 1:0 ist nun erster Verfolger von Spitzenreiter VfL Wolfsburg, der mit weiterhin 57 Punkte auf dem Konto hat.

Unterdessen bleibt der VfB Stuttgart in der Erfolgsspur. Die Schwaben gewannen gegen die Frankfurter Eintracht mit 2:0 und feierten damit bereits ihren fünften Erfolg in Serie. 54 Punkte und Tabellenplatz vier nähren die Hoffnungen des VfB auf die Qualifikation für die Champions League. Zwei Tage nach der ersten verspielten Titelchance im DFB-Pokal ließ der HSV in Dortmund auch im Titelkampf Federn. Die Hansestädter verloren mit 0:2 und stehen mit weiterhin 54 Punkten auf Platz fünf. Der BVB hingegen feierte den fünften Erfolg in Serie und unterstrich damit seine UEFA-Cup-Ambitionen. Werder Bremen kam dank eines Kraftaktes gegen den VfL Bochum zu einem 3:2-Heimerfolg. Dabei steckte der Pokal-Finalist einen 0:2-Rückstand weg und kam durch den entscheidenden Treffer von Diego in der 79. Minute doch noch zum Sieg.

Karlsruhe schöpft wieder Hoffnung

Langkamp (li.) nach seinem Siegtreffer für den KSC (Quelle: AP)

Langkamp (li.) nach seinem Siegtreffer für Karlsruhe

Bremens Pokal-Endspiel-Gegner Bayer Leverkusen dagegen musste eine herbe Schlappe einstecken. Die Werkself verlor gegen Schlusslicht Karlsruher SC mit 0:1 und verpasste damit den fest eingeplanten ersten Sieg in der ungeliebten Ausweich-Heimstätte in Düsseldorf. Dank des ersten Dreiers seit dem 7. Februar kann der KSC nun sogar wieder ein wenig auf die sportliche Rettung hoffen. Mit jetzt 22 Punkten haben die Badener drei Zähler Rückstand auf Relegationsplatz 16. Der Trainer der Karlsruher Edmund Becker wirkte erleichtert, auch wenn der Sieg glücklich zustande kam: „Ein ganz, ganz wichtiger Sieg. Wir mussten unbedingt auch mal ein Spiel gegen eine spielerisch starke Mannschaft, auch auswärts, gewinnen. Das ist uns Gott sei Dank heute gelungen mit diesem, muss man dann auch ehrlich zugeben, Glückstor.“ Und in diesem Fall sei man belohnt worden für den Aufwand, den man in den vergangenen Spielen betrieben habe, betonte Becker. In der Abstiegszone wertvollen Boden gut machte auch Hannover 96 durch den erneuten Dreier beim 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln.

Autor: Calle Kops

Redaktion: Wolfgang van Kann

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