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Nachrichten

28.11.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:52

Nachrichten von Freitag, 28. November 2014 – langsam gesprochen als MP3

Mexiko reformiert nach Studenten-Massaker Sicherheitsapparat:

Zwei Monate nach dem mutmaßlichen Massaker an 43 Studenten baut die mexikanische Regierung die Sicherheitsbehörden um. Präsident Enrique Peña Nieto kündigte eine Reihe von Verfassungsreformen im Kampf gegen das organisierte Verbrechen und die Korruption an. So sollen unter anderem die städtischen Polizeibehörden abgeschafft und von den Einheiten auf bundesstaatlicher Ebene ersetzt werden. Kommende Woche wird die Gesetzesinitiative im Kongress eingebracht. Der mutmaßliche Mord an den jungen Leuten Ende September im Bundesstaat Guerrero hatte ein Schlaglicht auf die engen Verbindungen zwischen Politikern, Polizisten und Kriminellen in Mexiko geworfen.

Juncker will keine Strafen gegen Frankreich und Italien verhängen:

Die Europäische Union will Haushaltssündern wie Frankreich und Italien mehr Zeit zur Umsetzung der geforderten Reformen einräumen. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sagte der "Süddeutschen Zeitung" und weiteren europäischen Blättern, er habe "die Wahl getroffen, nicht zu sanktionieren". Die Kommission werde am Freitag klare Bewertungen für die von den Eurostaaten eingereichten Haushaltsentwürfe für 2015 abgeben. "Aber die finalen Entscheidungen über Konsequenzen haben wir auf März, April verschoben", sagte Juncker. Mit dieser Entscheidung kommt Juncker Frankreich und Italien, zwei der größten Volkswirtschaften der Eurozone, sehr weit entgegen.

40 Tote bei Bombenanschlag in Nigeria:

Bei einem Bombenanschlag im Nordosten Nigerias sind rund 40 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz sei an einer Bushaltestelle an einer belebten Kreuzung rund 30 Kilometer westlich der Stadt Mubi detoniert, berichteten Augenzeugen und Sicherheitskräfte. Unter den Toten seien auch fünf Soldaten. Mehrere Busse seien in Flammen aufgegangen. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Allerdings hat die Terrorgruppe Boko Haram in der Region immer wieder Attentate verübt. Mubi liegt nahe der Grenze zu Kamerun. Die Stadt war im vergangenen Monat von der radikalislamischen Boko Haram eingenommen worden, die Extremisten wurden aber wieder vertrieben.

Namibier wählen Präsidenten und Parlament neu:

In Namibia sind Präsidenten- und Parlamentswahlen angelaufen. In dem südwestafrikanischender Land sind rund 1,2 Millionen Berechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. In Katutura, einem Vorort der Hauptstadt Windhuk, bildeten sich am Morgen lange Warteschlangen. Als Favorit für das höchste Staatsamt gilt Ministerpräsident Hage Geingob von der regierenden Swapo-Partei. Der scheidende Staatschef Hifikepunye Pohamba durfte nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Auch bei der Parlamentswahl wird mit einem Sieg der Swapo gerechnet, die ihre Wurzeln in der Anti-Kolonialbewegung und im Kampf gegen die Apartheid hat. Seit Namibias Unabhängigkeit von Südafrika 1990 hat die Partei trotz Korruptionsvorwürfen jede Wahl gewonnen. Erstmals soll diesmal die Hälfte aller Mandate an Frauen gehen. Zudem werden erstmals in Afrika elektronische Wahlmaschinen eingesetzt, die das Endergebnis digital übermitteln sollen. Fast 4000 Geräte wurden aus Indien geliefert.

Papst Franziskus beginnt dreitägigen Besuch der Türkei:

Papst Franziskus bricht an diesem Freitag zu seiner sechsten Auslandsreise auf, die ihn in die Türkei führt. In Ankara wird der 77-jährige Argentinier mit Präsident Recep Tayyip Erdogan und Ministerpräsident Ahmed Davutolu zusammenkommen. Erdogan will den Papst als erstes ausländisches Staatsoberhaupt in seinem neuen luxuriösen "Weißen Palast" (Ak Saray) empfangen. Am Samstag besucht Franziskus in Istanbul die Hagia Sophia sowie die Blaue Moschee. Anlass der dreitägigen Reise ist die Feier des orthodoxen Andreasfests mit dem griechisch-orthodoxen Patriarchen Bartholomäus I. am Sonntag. Zentrale Gesprächsthemen dürften die Lage der christlichen Minderheit in dem muslimisch geprägten Land, die Spannungen im Nahen Osten und der interreligiöse Dialog sein. Es ist die vierte Visite eines Papstes in dem mehrheitlich islamischen Land nach 1967, 1979 und 2006.

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