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Nachrichten

28.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nach der Unionsfraktion haben auch die SPD-Bundestagsabgeordneten dem Koalitionsvertrag zugestimmt. Das Votum sei einstimmig gewesen, bei zwei Enthaltungen, hieß es aus der Fraktion. Die Unionsfraktion hatte dem Vertrag am Nachmittag mit großer Mehrheit zugestimmt. Nach Angaben eines Sprechers gab es drei Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen. Nach den Parlamentariern ist bei der SPD jetzt die Basis gefragt. Bei einer Mitgliederbefragung können die Genossen und Genossinnen vom 6. bis zum 12. Dezember ihr Votum abgeben. Das Ergebnis soll am 14. Dezember vorliegen.

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Frankreich und Spanien haben den von CDU/CSU und SPD ausgehandelten Koalitionsvertrag begrüßt. Die Einigung gehe in die richtige Richtung, sagte der französische Präsident François Hollande nach Regierungskonsultationen mit Spanien in Madrid. Hollande lobte vor allem die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, den man von Deutschland schon lange gefordert habe. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rayoj betonte, das Wichtigste an dem Vertrag sei, dass er für die vier kommenden Jahre Stabilität garantiere. Das sei gut für Deutschland und gut für Europa.

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Nach tagelangen Massenprotesten ist ein Misstrauensantrag der Opposition gegen die thailändische Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra gescheitert. Dank der Mehrheit ihrer Partei im Parlament konnte sich die Regierungschefin bei der Abstimmung im Amt behaupten. 297 Abgeordnete stimmten für und 134 gegen sie. Seit Tagen halten Tausende Regierungsgegner das Finanzministerium und andere Behörden besetzt. Die Demonstranten fordern Yinglucks Rücktritt. Sie werfen ihr vor, nur eine Marionette ihres Bruders Thaksin Shinawatra zu sein. Dieser war 2006 als Ministerpräsident vom Militär gestürzt und wegen Korruption verurteilt worden. Um seiner Haftstrafe zu entgehen, war Thaksin ins Ausland geflohen. Ein von der Regierung unterstütztes Amnestie-Gesetz, das Thaksin die Rückkehr aus dem Exil erlaubt hätte, ist der Auslöser der Proteste. Derweil rief UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Konfliktparteien zum Gewaltverzicht und zur Wahrung der Menschenrechte auf.

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Die Parlamentswahl im westafrikanischen Mali geht in die zweite Runde. Keine Partei oder Koalition habe bei der Abstimmung am Sonntag eine absolute Mehrheit erhalten, teilte die Regierung in Bamako unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mit. Den Angaben zufolge lag die Wahlbeteiligung bei nur 38,4 Prozent. Die zweite Runde soll nun am 15. Dezember stattfinden.

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Der italienische Senat hat den früheren Regierungschef Silvio Berlusconi ausgeschlossen. Mit dem Beschluss der zweiten Parlamentskammer hat der 77-Jährige erstmals seit 1994 kein Parlamentsmandat mehr und verliert auch seine politische Immunität. Zudem darf er sich für die nächsten sechs Jahre nicht um ein politisches Amt bewerben. Der Senat musste über den Ausschluss abstimmen, nachdem Berlusconi im August in letzter Instanz wegen Steuerbetrugs verurteilt worden war. Rechtskräftig verurteilte Politiker dürfen in Italien keine politischen Ämter mehr ausüben. Dem Medienzaren drohen nun weitere Prozesse. Er betonte, er werde auch künftig mit seiner wiedergegründeten Partei Forza Italia Politik machen.

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Die Vereinten Nationen und die Weltbank wollen weltweit Solar- und andere Ökoenergien fördern. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon und Weltbank-Präsident Jim Yong Kim stellten in New York ein Programm vor, mit dem bis 2030 alle Menschen auf der Welt Strom bekommen sollen. Kim zufolge sind dafür jährlich 440 bis 590 Milliarden Euro notwendig. Dafür sollen Regierungen, internationale Organisationen und die private Wirtschaft in die Pflicht genommen werden. Das Geld werde vor allem in neue Energieformen fließen, beispielsweise in Windkraft und Sonnenenergie, ausdrücklich nicht in Atomenergie. Das Programm richtet sich vor allem an Entwicklungsländer. In Industrieländern soll die Energieeffizienz damit gesteigert werden.

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Bayern München hat seine Erfolgsserie auch in der Champions League fortgesetzt. Beim 3:1 gegen ZSKA Moskau gelang den Bayern der fünfte Sieg im fünften Gruppenspiel. Die Tore für die Bayern schossen Arjen Robben, Mario Götze und Thomas Müller. Die Entscheidung über den Sieg in der Vorrundengruppe D fällt allerdings erst am letzten Spieltag, wenn Manchester City in München gastiert. Für das Achtelfinale hatten sich die Münchner bereits vor diesem Spieltag qualifiziert. Bayer Leverkusen muss dagegen um das Weiterkommen bangen. Nach einer blamablen 0:5 Heimschlappe gegen Manchester United rutschten die Rheinländer auf den dritten Tabellenplatz ab.

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