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Langsam gesprochene Nachrichten

28.10.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:04

Nachrichten von Samstag, 28. Oktober 2017 – langsam gesprochen als MP3

Air-Berlin-Reste gehen an Easyjet:

Easyjet und die insolvente Air Berlin haben sich auf eine Teilübernahme geeinigt. Die britische Billig-Flug-Linie werde 25 Flugzeuge sowie die Start- und Landerechte für Berlin-Tegel übernehmen, teilten die beiden Unternehmen am frühen Samstagmorgen mit. Easyjet zahlt dafür 40 Millionen Euro. Zudem sollen rund 1000 Piloten und Flugbegleiter Jobangebote bekommen. Air Berlin hatte sich bereits mit der Lufthansa über den Kauf mehrerer Unternehmensteile geeinigt. Deutschlands bislang zweitgrößte Airline hat gestern nach fast 40 Jahren den Flugbetrieb eingestellt. Am späten Freitagabend landete die offiziell letzte Maschine unter Air-Berlin-Flugnummer am Flughafen Tegel. Aufgrund einer Sondergenehmigung konnte der Pilot zum Abschied noch mehrere Schleifen über der Innenstadt von Berlin fliegen.

 

Im Fall eines Jamaika-Scheiterns: SPD für Neuwahlen:

Die oppositionelle SPD hat sich für Bundestags-Neuwahlen ausgesprochen, sollten die laufenden Sondierungsgespräche von CDU/CSU, FDP und Grünen scheitern. SPD-Chef Schulz sagte der Funke-Mediengruppe, die Sozialdemokraten würden weiterhin nicht erneut in eine große Koalition eintreten. Seine Partei habe die Entscheidung, in die Opposition zu gehen, im vollen Bewusstsein der Konsequenzen getroffen. Er kündigte für die SPD grundlegende Reformen an - sowohl programmatisch als auch organisatorisch. Die Sondierungsgespräche für eine Jamaika-Koalition waren am Donnerstag wegen des Streits über die Klima- und Flüchtlingspolitik vertagt worden. CSU und Grüne - zwei der vier Verhandlungspartner - werfen sich gegenseitig mangelnde Kompromissbereitschaft beim Streitthema Zuwanderung vor.

 

Erste Anklagen in Russland-Affäre genehmigt:

In der Affäre um eine mutmaßliche Einflussnahme Russlands auf den US-Präsidentschaftswahlkampf gibt es offenbar erste Anklagen. Wie der Sender CNN meldet, hat Sonderermittler Robert Mueller die ersten Anklagen vorbereitet, die auch bereits von der Geschworenen-Jury eines Washingtoner Gerichts gebilligt worden seien. Demnach könnte es am Montag zu ersten Festnahmen kommen. Wer zu den Angeklagten gehört, wurde nicht bekannt. Mueller ermittelt wegen möglicher illegaler Russland-Kontakte des Wahlkampfteams von Donald Trump sowie wegen mutmaßlicher russischer Hackerangriffe im Wahlkampf, die Trump genützt haben könnten.

 

USA publizieren Sanktionsliste mit 39 russischen Firmen:

Nach dem Beschluss neuer Strafmaßnahmen gegen Russland im Sommer hat die US-Regierung eine Sanktionsliste mit 39 russischen Firmen veröffentlicht. Diese Unternehmen sollen Verbindungen zur russischen Armee und zu russischen Geheimdiensten haben. Dazu gehören der Rüstungsriese Rosoboronexport und der berühmte Waffenhersteller Kalaschnikow, wie das US-Außenministerium mitteilte. Damit drohen Unternehmen, die größere Geschäfte mit den Firmen auf der Liste machen, Strafen. Der US-Kongress hatte die Russland-Sanktionen im Juli gegen den Widerstand von Präsident Donald Trump beschlossen. Damit sollen das russische Vorgehen in der Ostukraine und die mutmaßlichen russischen Hackerangriffe während des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2016 geahndet werden.

 

Rajoy stellt Katalonien unter Zwangsverwaltung:

Knapp vier Wochen nach der umstrittenen Volksabstimmung der Katalanen für eine Abspaltung von Spanien hat die Zentralregierung in Madrid die Separatisten in Barcelona entmachtet. Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy entließ den Chef der Regionalregierung, Carles Puigdemont. Für den 21. Dezember setzte Rajoy Neuwahlen in Katalonien an. Sein Kabinett werde die Aufgaben der Regionalregierung übernehmen. Rajoy entließ zudem den katalanischen Polizeichef und setzte die katalanischen Vertreter in Madrid und Brüssel ab. Die spanische Generalstaatsanwaltschaft kündigte ein Verfahren gegen Puigdemont wegen "Rebellion" an. Am Freitagnachmittag hatte in Barcelona das Regionalparlament für die Loslösung von Spanien gestimmt. Kurz danach gab der Senat in Madrid grünes Licht für die Zwangsmaßnahmen nach Artikel 155 der spanischen Verfassung.

 

Isländer wählen schon wieder neues Parlament:

Zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres sind die Isländer an diesem Samstag zu vorgezogenen Wahlen aufgerufen. Ministerpräsident Bjarni Benediktsson hatte das Parlament vor einem Monat aufgelöst, nachdem seine Mitte-Rechts-Koalition wegen eines Skandals ihre Mehrheit im Parlament verloren hatte. Jüngste Umfragen sehen Benediktssons konservative Unabhängigkeitspartei Kopf an Kopf mit der Links-Grünen-Bewegung bei jeweils 20 bis 25 Prozent. Insgesamt haben mindestens acht Parteien Aussicht auf den Einzug ins Parlament. Experten erwarten angesichts der zersplitterten Parteienlandschaft schwierige Koalitionsverhandlungen.

 

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