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Nachrichten

28.10.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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In der Ukraine wird an diesem Sonntag ein neues Parlament gewählt. Bei der Abstimmung über die 450 Abgeordneten der Werchowna Rada gilt die regierende Partei der Regionen von Staatschef Viktor Janukowitsch als Favorit. Sie findet vor allem im russischsprachigen Osten der früheren Sowjetrepublik Unterstützung. Allerdings ist dessen Popularität wegen Steuererhöhungen und umstrittener rentenpolitischer Vorhaben zuletzt geschwunden. Die Hoffnungen vieler Bürger ruhen auf Schwergewichts-Boxweltmeister Witali Klitschko. Der 41-Jährige tritt für die liberale Partei Udar an. Diese kam in letzten Umfragen mit rund 16 Prozent auf Platz zwei hinter der Partei der Regionen mit etwa 23 Prozent. Sollte Klitschko noch einige Direktkandidaten auf seine Seite ziehen können, könnte er gemeinsam mit der oppositionellen Allianz der inhaftierten Ex-Ministerpräsidentin Julia Timoschenko eine Koalition bilden. Der Urnengang wird von mehr als 3700 Wahlbeobachtern überwacht.

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In Litauen sind die Bürger am heutigen Sonntag zur zweiten Runde der Parlamentswahlen aufgerufen. Knapp 2,6 Millionen Wahlberechtigte können über die noch ausstehenden 67 Direktmandate des Parlaments in Vilnius abstimmen. Dabei gilt als wahrscheinlich, dass die Opposition nach ihren Gewinnen bei der ersten Runde am 14. Oktober endgültig zum Sieger erklärt wird. Nach dem ersten Wahlgang liegen zwei Linksparteien vor der konservativ-liberalen Regierungskoalition von Ministerpräsident Andrius Kubilius. Erste Wahlergebnisse werden für Montag erwartet. Litauen ist der größte der drei baltischen Staaten und seit 2004 Mitglied von EU und Nato.

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In Indonesien hat eine Sondereinheit der Polizei elf mutmaßliche Mitglieder einer Terrorgruppe festgenommen. Sie sollen Anschläge unter anderem auf die US-Botschaft in der Hauptstadt Jakarta und einen Platz nahe der australischen Botschaft geplant haben. Auch soll die Gruppe das US-Konsulat in Surabaya, das Büro eines US-Bergbauunternehmens sowie das Hauptquartier einer Spezialeinheit der Polizei auf Java im Visier gehabt haben. Die Sicherheitskräfte beschlagnahmten Bomben, Sprengstoff, Munition sowie Aufnahmen von Anschlägen auf Muslime in aller Welt. Die Verdächtigen wurden laut Polizei bereits am Freitag und Samstag in vier Provinzen gefasst. Sie gehörten einer neuen Gruppierung namens Harakah Sunni für die indonesische Gesellschaft (HASMI) an.

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In Syrien geht das Blutvergießen trotz der zum islamischen Opferfest vereinbarten Waffenruhe weiter. Die Opposition berichtete am Samstag von landesweiten Kämpfen zwischen Rebellen und Regierungstruppen. Dabei seien 20 Menschen getötet worden. Gegen die eigentlich seit Freitag geltende viertägige Feuerpause wurde nach Erkenntnissen syrischer Aktivisten 220 Mal verstoßen. Auch zwischen Arabern und Kurden kam es zu Gewalt. Die syrischen Streitkräfte hatten der vom UN-Vermittler Lakhdar Brahimi vorgeschlagenen Feuerpause zugestimmt, sich aber vorbehalten, auf Verstöße zu reagieren. Die bewaffnete Opposition hatte sich schon vorher einverstanden erklärt, über die Feiertage die Kämpfe einzustellen - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass sich auch die Armee daran hält.

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Tausende Spanier sind am Samstag in Madrid erneut auf die Straße gegangen, um gegen den harten Sparkurs der Regierung zu demonstrieren. Mit ihrem Marsch wollten die Demonstranten ihren Widerstand gegen die von der Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy eingeführten Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen in Milliardenhöhe zum Ausdruck bringen. Die Veranstalter kritisierten den Etatentwurf als "ungerecht". Er werde zu "Unterdrückung und Elend" im Land führen. Hundertschaften der Polizei waren im Einsatz, um zu verhindern, dass Demonstranten zum Parlament im Zentrum der spanischen Hauptstadt vordringen. Zuvor hatten bereits 3.000 außer Dienst befindliche Polizisten gegen die Sparmaßnahmen, darunter die Streichung ihres Weihnachtsgeldes, protestiert. Am Freitag hatte die Arbeitslosenquote des Landes mit 25,02 Prozent ein neues Allzeithoch erreicht.

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