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Nachrichten

28.10.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Freitag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Die USA sehen in den Beschlüssen des jüngsten Euro-Krisengipfels die Grundlage zur Überwindung der Schuldenkrise in Europa. Die Entscheidungen der EU-Staats- und Regierungschefs legten ein "entscheidendes Fundament" für eine umfassende Lösung der Krise, erklärte US-Präsident Barack Obama in Washington. Zugleich mahnte er eine rasche Umsetzung der Beschlüsse an. Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou sicherte derweil weitere Anstrengungen im Kampf gegen die Schuldenkrise zu. Der in Brüssel beschlossene Schuldenschnitt habe Griechenland neue Perspektiven eröffnet, sagte der sozialistische Regierungschef in einer Fernsehansprache. Finanzminister Evangelos Venizelos betonte, die Schuldenlast sei nun zu bewältigen. Bei dem Krisengipfel war am Donnerstagmorgen vereinbart worden, dass Griechenland etwa die Hälfte seiner Schulden erlassen werden soll. Außerdem wurde in Brüssel eine Stärkung des Euro-Rettungsfonds und eine Eigenkapital-Aufstockung bei führenden Banken auf den Weg gebracht.

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Wegen möglicher Auswirkungen der griechischen Schuldenkrise auf den Bankensektor in Zypern hat die Ratingagentur Standard & Poor's die Kreditwürdigkeit des EU-Landes weiter herabgestuft. Durch den geplanten Schuldenschnitt für Griechenland könnten Zyperns Banken erhebliche Verluste erleiden, glaubt die Agentur. Unter Umständen müssten sie dann durch die Regierung gestützt werden.

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Mehr als vier Tage nach dem schweren Erdbeben im Osten der Türkei ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu ein 13-jähriger Junge in der Stadt Ercis lebend aus den Trümmern geborgen worden. Der Junge sei verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Nur wenige Stunden zuvor waren zwei 18 und 19 Jahre alte Männer gerettet worden. Die Suchmannschaften hatten auch über Nacht bei Flutlicht weiter gearbeitet, um nach weiteren Überlebenden zu suchen. Die Zahl der entdeckten Toten erhöhte sich nach Angaben der Behörden auf 550, etwa 2300 Menschen wurden verletzt. Die Rettungsarbeiten werden durch einsetzenden Schneeregen behindert. Noch immer warten Überlebende auf Zelte. Das Deutsche Rote Kreuz will an diesem Freitag 500 Familienzelte sowie Decken und Heizöfen in die Region fliegen. Das Beben der Stärke 7, 2 hatte am Sonntag in der Provinz Van an der Grenze zum Iran fast 2300 Gebäude zerstört.

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Die Hochwasserlage in der thailändischen Hauptstadt Bangkok wird immer dramatischer. Das Wasser hat die Innenstadt erreicht und droht über die Flutwälle zu treten. Der Pegel des Flusses Chao Phraya habe eine kritische Marke erreicht, teilte die Stadtverwaltung mit. Der Scheitelpunkt werde spätestens für Samstag erwartet. Die Menschen wurden in Alarmbereitschaft versetzt, tausende haben Bangkok bereits verlassen. Um der Wassermassen Herr zu werden, prüft die Regierung, ob mehrere Straßen im Osten der Stadt aufgerissen und als neue Flutkanäle genutzt werden sollen. Thailand leidet seit Wochen unter dem heftigsten Hochwasser seit einem halben Jahrhundert. Betroffen ist rund ein Drittel des Landes. Bisher starben fast 400 Menschen in den Fluten.

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Zehn Jahre nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hat der Bundestag die Anti-Terror-Gesetze nochmals um weitere vier Jahre verlängert. Ein Großteil der Regelungen, die ohne Parlamentsbeschluss zum Jahreswechsel ausgelaufen wären, gilt nun bis Ende 2015. Sicherheitsbehörden und Nachrichtendienste können im Rahmen der Anti-Terror-Gesetze bei Banken, Fluggesellschaften und Telefonunternehmen Informationen über mutmaßliche Extremisten einholen. Vorausgegangen war ein monatelanger Koalitionsstreit. Während Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) eine Verlängerung der Gesetze anmahnte, hatte Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) von einer Gefährdung der Bürgerrechte gesprochen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Am Alpenrand viel Sonne. Sonst wolkig oder neblig-trüb, aber trocken. Tageshöchstwerte um neun Grad im Südosten und bis zu 19 Grad entlang des Rheins. Die weiteren Aussichten: Auch am Samstag ruhiges und trockenes Herbstwetter bei Tagestemperaturen zwischen neun und 20 Grad.

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