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Nachrichten

28.09.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso hält zur Stunde vor dem Europaparlament in Straßburg seine "Rede zur Lage der Union". Zentrale Themen sind die Schulden- und Finanzkrise sowie die geplante neue Steuer auf Finanztransaktionen. Barrosos Behörde will schon in den nächsten Tagen einen konkreten Vorschlag für eine solche Abgabe machen. Die Finanztransaktionssteuer wird unter anderem auch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy unterstützt, Großbritannien lehnt sie strikt ab. Das Europaparlament stimmt anschließend über strengere Vorgaben zur Haushaltsdisziplin in den EU-Staaten ab. Das so genannte "six pack" besteht aus sechs Maßnahmen, die neue Schuldenkrisen wie die in Griechenland verhindern sollen. So sind härtere Sanktionen für Länder vorgesehen, die ihr Haushaltsdefizit nicht ausreichend unter Kontrolle halten. Ein Teil der Vorschläge stößt bei Linken und Grünen auf Kritik. In ihren Augen konzentriert sich das Paket zu sehr auf Sparmaßnahmen und berücksichtigt Investitionen zur Ankurbelung der Wirtschaft nicht genügend.

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Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat bei seinem Besuch in Berlin den Willen bekräftigt, die geforderten Reformen und Sparmaßnahmen im Kampf gegen die Schuldenkrise durchzusetzen. Die Regierung in Athen wolle bereits 2012 wieder einen ausgeglichenen Primärhaushalt erreichen, sagte Papandreou am Rande eines Treffens mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die Kanzlerin sicherte Papandreou Hilfe zu, erteilte aber zugleich Forderungen nach weiteren Konjunkturprogrammen gegen die Schuldenkrise und den drohenden Wirtschaftsabschwung eine Absage. Zuvor hatte die Bundesregierung zugesichert, sie plane keine neuerliche Ausweitung des Euro-Rettungsschirmes.

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Das Parlament in Griechenland hat die Einführung einer neuen Steuer auf Immobilienbesitz gebilligt. Für das Gesetz stimmten alle Abgeordneten der sozialistischen PASOK-Partei von Ministerpräsident Giorgos Papandreou sowie ein unabhängiger Parlamentarier. Mit den Einnahmen aus der neuen Steuer will die Regierung das Haushaltsdefizit verringern. - Mit der Verabschiedung des Gesetzes ist der Weg frei für die Rückkehr der sogenannten Troika von EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds nach Athen. Die Experten sollen die griechische Sparmaßnahmen und Reformbemühungen überprüfen. Von ihrem Urteil hängt die Auszahlung der nächsten Tranche der internationalen Finanzhilfe in Höhe von acht Milliarden Euro ab. Ohne dieses Geld dürfte Griechenland Mitte Oktober zahlungsunfähig werden.

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Als achtes Land der Euro-Zone hat Slowenien der Ausweitung des Euro-Rettungsschirms EFSF zugestimmt. Von den 90 Abgeordneten im Parlament in Ljubljana stimmten 49 für die EFSF-Reform. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik Slowenien gehört seit 2007 zur Euro-Zone. An diesem Mittwoch entscheidet das finnische Parlament über die Erweiterung des Rettungsfonds. - Bundespräsident Christian Wulff rief bei einem Besuch in der Slowakei eindringlich zur Solidarität in der Euro-Zone auf. Eine Mehrheit im slowakischen Parlament für eine Erweiterung des Rettungsschirms gilt als unsicher.

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Die Bundesregierung hat sich besorgt über die Eskalation von Protestaktionen an der Grenze zwischen dem Kosovo und Serbien geäußert. Gewalt gegen Soldaten der NATO-Truppe Kfor sei nicht akzeptabel, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin. - Im Norden des Kosovo war es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der dortigen serbischen Minderheit und Kfor-Soldaten gekommen, als diese Straßenblockaden räumten wollten. Nach Angaben der Bundeswehr wurden Schüsse in Richtung auf die Soldaten abgegeben. Diese hätten daraufhin über die Köpfe der Demonstranten hinweg gefeuert. Acht Kfor-Soldaten wurden verletzt. Hintergrund ist der Streit um die Kontrolle der Grenzübergänge zwischen Serbien und seiner ehemaligen Provinz Kosovo.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Nebelauflösung erneut sonnig. Im Norden und Osten sowie in Teilen Bayerns Durchzug lockerer Wolkenfelder, aber trocken. Höchsttemperaturen zwíschen 18 und 26 Grad. Die weiteren Aussichten: Es bleibt spätsommerlich warm.

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