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Langsam gesprochene Nachrichten

28.08.2017 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:50

Nachrichten von Montag, 28. August 2017 – langsam gesprochen als MP3

Merkel bei internationalem Treffen zur Flüchtlingskrise in Paris:

Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien beraten an diesem Montag mit mehreren afrikanischen Ländern über die Eindämmung von Fluchtbewegungen nach Europa. Dazu reist Bundeskanzlerin Angela Merkel auf Einladung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach Paris. Im Mittelpunkt der Gespräche soll die sogenannte Migrationszusammenarbeit mit afrikanischen Ländern stehen. Eine große Rolle dürften die Pläne für Hotspots, also Registrierungsstellen für Flüchtlinge auf afrikanischem Boden, spielen. An dem Treffen werden auch die Staatschefs der Saharastaaten Niger und Tschad teilnehmen, zudem wird der Ministerpräsident der international anerkannten Übergangsregierung in Libyen erwartet. Die drei Staaten liegen entlang der Migrationsroute nach Europa. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration sind in diesem Jahr bislang mehr als 120.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa gekommen, die meisten davon nach Italien.

 

Schulz wirft Merkel abgehobenes Verhalten vor:

Einen Monat vor der Bundestagswahl hat Martin Schulz Angela Merkel scharf angegriffen. Der SPD-Kandidat warf der Kanzlerin wegen der Wahlkampfführung ihrer Partei abgehobenes Verhalten vor. Schulz zog dabei eine Parallele zum Ende der Ära des früheren Kanzlers Helmut Kohl in den 90er Jahren. Während die SPD ein "sehr differenziertes Programm" vorgelegt habe, begnüge sich die Union mit der Aussage: "Wir haben Angela Merkel, und das reicht für die Zukunft". Schulz machte Merkel eine Reihe von Vorwürfen: Sie missbrauche die Flugbereitschaft der Bundeswehr für den Wahlkampf, habe in der Dieselaffäre, so wörtlich, "keinen Plan" und kusche vor dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Merkel reagierte gelassen auf den Vorwurf der Abgehobenheit. Sie versuche, ihrem Amtseid "wirklich gerecht zu werden - dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen", sagte Merkel dem ZDF. In Meinungsumfragen liegt die CDU derzeit bei knapp 40 Prozent, während die Sozialdemokraten auf rund 22 Prozent kommen.

 

Brexit-Gespräche gehen weiter:

Großbritannien und die Europäische Union verhandeln ab diesem Montag wieder über den Brexit. Ziel ist ein Abkommen, um die Folgen des für 2019 geplanten britischen EU-Austritts für Bürger und Wirtschaft so reibungslos wie möglich zu gestalten. Chefunterhändler der EU ist Michel Barnier, die britische Delegation wird von Brexit-Minister David Davis geleitet. Beide Seiten gehen ohne Erwartung großer Fortschritte in die neue Verhandlungsrunde, die bis Donnerstag angesetzt ist. Am Wochenende mahnte die britische Regierung die EU-Seite, sich "flexibler" zu zeigen. London will über Fragen der Trennung von der EU und über die künftigen Beziehungen beider Seiten gleichzeitig verhandeln. Die EU-Kommission will dagegen erst ihre Forderungen an Großbritannien durchsetzen, darunter britische Zahlungen von bis zu 100 Milliarden Euro für gemeinsam eingegangene Verpflichtungen. Großbritannien hatte zuletzt eine Serie von Positionspapieren vorgelegt, die aber in Brüssel kritisch aufgenommen wurden.

 

Tote und Verletzte bei Autobomben-Anschlag in Afghanistan:

Erneut hat ein Selbstmordattentäter in Afghanistan zahlreiche Menschen mit in den Tod gerissen. Mindestens 13 Menschen seien getötet worden, als der Täter sein mit Sprengstoff gefülltes Auto beim Passieren eines Militärkonvois in der Provinz Helmand zur Explosion gebracht habe, teilte die Provinzregierung mit. Unter den Toten seien Soldaten und Zivilisten. Bei den meisten Opfern handele es sich um Soldaten. Die radikalislamischen Taliban reklamierten die Tat für sich. Es war der erste größere Anschlag, seit US-Präsident Donald Trump eine Verstärkung der US-Streitkräfte in Afghanistan angekündigt hatte. Die Sicherheitslage in der Hauptstadt Kabul und in weiten Teilen des Landes hat sich in den vergangenen Monaten drastisch verschlechtert. In den vergangenen Wochen gab es mehrere Selbstmordanschläge.

 

"Harvey" richtet in Texas große Schäden an:

Im von Sturzregen überfluteten US-Bundesstaat Texas spitzt sich die Lage weiter zu. Nach Angaben von Gouverneur Greg Abbott waren massive Rettungsaktionen mit Hunderten Booten und Dutzenden Helikoptern im Gange, um Menschen aus ihren überfluteten Häusern oder von Hausdächern zu bergen. 3000 Angehörige der Nationalgarde sowie der Garde von Texas sind mobilisiert, 250 Fernstraßen geschlossen. Der Tropensturm "Harvey" schüttet von der Stadt Corpus Christi im Südosten bis zur weiter nördlich gelegenen Millionenmetropole Houston sintflutartige Regenmengen aus. Bis in die Innenstadt Houstons hinein sind Straßen unpassierbar, der Flughafen wurde geschlossen. Behörden sprechen mittlerweile von einer Flutkatastrophe historischen Ausmaßes mit enormen Schäden. Nach jüngsten Vorhersagen könnte der Regen bis Freitag andauern. Der inzwischen abgeschwächte Sturm "Harvey" hatte am Freitagabend als Hurrikan die texanische Küste am Golf von Mexiko erreicht.

 

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