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Nachrichten

28.08.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Eine Woche nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Syrien zeichnet sich ein Militäreinsatz mehrerer Staaten ab. Es gebe keinen Zweifel daran, dass das Regime in Damaskus chemische Waffen eingesetzt habe, erklärte US-Vizepräsident Joe Biden. Präsident Barack Obama und er seien der Überzeugung, dass diejenigen, die chemische Waffen gegen wehrlose Männer, Frauen und Kinder eingesetzt hätten, dafür zur Rechenschaft gezogen werden sollten und müssten, sagte Biden. Nach US-Medienberichten planen die Vereinigten Staaten und eine "Koalition der Willigen" räumlich und zeitlich begrenzte Luftschläge gegen die Armee des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Die USA wollten Assad nicht stürzen, sagte Regierungssprecher Jay Carney. Großbritannien und Frankreich werden an einer US-Militäraktion voraussichtlich teilnehmen. Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel erklärte, Deutschland werde einen Militäreinsatz politisch unterstützen, sich aber nicht aktiv daran beteiligen.

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Bei einer neuen Serie von Autobombenanschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind nach ersten Angaben von Polizisten und Ärzten mindestens 16 Menschen getötet worden. Fast alle der insgesamt fünf Explosionen ereigneten sich in Stadtteilen, die mehrheitlich von Schiiten bewohnt werden. Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP sind in diesem Jahr im Irak bereits mehr als 3600 Menschen bei Angriffen und Anschlägen getötet worden. Beobachter sehen die Wut der sunnitischen Minderheit auf die schiitisch dominierte Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki als einen der Hauptgründe für die zunehmende Gewalt. Die Sunniten werfen al-Maliki autoritäre Methoden und die Benachteiligung ihrer Glaubensrichtung vor.

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Die Bundeswehr ist der Beschaffung bewaffneter Drohnen laut "Süddeutscher Zeitung" einen Schritt näher gerückt. Die US-Regierung habe offiziell angeboten, vier Drohnen des Typs MQ-9A Predator B samt Bodenstationen zu liefern, berichtet das Blatt. Dies gehe aus einer Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Demnach haben die USA zwar die Lieferung unbewaffneter Drohnen angeboten. Es sei aber möglich, die Fluggeräte so umzurüsten, dass sie Waffen tragen und abfeuern können. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hat sich in der Vergangenheit mehrmals dafür ausgesprochen, Kampfdrohnen zu beschaffen, die Entscheidung darüber aber in die nächste Legislaturperiode verschoben. Neben dem von den USA angebotenen Modell ist auch die israelische Drohne Heron TP im Gespräch.

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Durch längere Beitragszeiten und höhere Rentenbeiträge will die französische Regierung das Milliardendefizit in der Rentenkasse stopfen. Regierungschef Jean-Marc Ayrault stellte am Dienstagabend die Eckpunkte der Rentenreform der Sozialisten vor. Demnach sollen die Beitragszeiten zum Erhalt einer vollen Rente ohne Abschläge von derzeit 41,5 Jahren schrittweise auf 43 Jahre im Jahr 2035 steigen. Das im europäischen Vergleich niedrige Renteneintrittsalter von 62 Jahren bleibt den Franzosen aber erhalten. Zudem sieht die Reform vor, dass die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gezahlten Rentenbeiträge bis 2017 um insgesamt 0,3 Punkte steigen. Ferner sollen Arbeitnehmer mit besonders anstrengenden Berufen früher in Rente gehen oder den Beruf wechseln können.

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Japan hat die Gefahrenstufe wegen des radioaktiven Lecks in der Atomruine Fukushima deutlich angehoben. Wie japanische Nachrichtenagenturen meldeten, stufte die Atomaufsicht das Leck auf Punkt 3 der internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse ein. Dies bedeutet, dass das Leck als "ernster Zwischenfall" gilt. Bislang war es mit der Stufe 1 ("Anomalität") bewertet worden. Es ist das erste Mal seit der Kernschmelze nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom März 2011, dass Japan eine derartige Warnung ausgibt. Nach Angaben des Kraftwerk-Betreibers Tepco sind durch das Leck 300 Tonnen hochradioaktives Wasser ausgelaufen.

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Deutschland schickt den Film "Zwei Leben" von Regisseur Georg Maas in das Rennen in Hollywood um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film. Das entschied eine Fachjury. Der Film erzählt die auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte einer Deutschen, die in Norwegen lebt, nach dem Fall der Mauer aber von ihrer geheimen Stasi-Vergangenheit eingeholt wird. Die als Favorit geltende Tragikkomödie "Oh Boy" von Jan Ole Gerster ging leer aus. Ob der deutsche Beitrag es unter die fünf Oscar-Nominierten in der Kategorie "Bester nicht englischsprachiger abendfüllender Kinofilm" schafft, soll am 16. Januar 2014 feststehen. Die große Oscar-Gala findet dann am 2. März statt. Im Jahr 2007 hatte das Stasi-Drama "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck den Auslands-Oscar gewonnen.

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