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Nachrichten

28.08.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Der Hurrikan "Irene" hat New York erreicht. Begleitet von Starkregen fegt der Wirbelsturm über die Millionen-Metropole hinweg, in zehntausenden Haushalten fiel bereits der Strom aus. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte die Bewohner zuvor nochmals aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Rund 370.000 Einwohner in tiefer gelegenen Gebieten waren zum Schutz vor Überflutungen angewiesen worden, sich in Sicherheit zu bringen. Erstmals in ihrer Geschichte steht die New Yorker U-Bahn mit ihren 468 Stationen komplett still. Auch die 324 Buslinien der Stadt stellten den Betrieb ein. Mehr als 10.000 Flüge wurden gestrichen, die drei Airports der Stadt geschlossen. Der gefürchtete Wirbelsturm war am Samstag auf die Ostküste der USA getroffen und zog mit Windstärken von rund 130 Kilometer pro Stunde nach Norden. Mindestens neun Menschen kamen bislang ums Leben. 1,4 Millionen Menschen waren ohne Strom.

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Vertreter der pakistanischen Sicherheitsbehörden wissen nach eigenen Angaben nichts vom angeblichen Tod des Vize-Chefs des Terrornetzwerks Al Kaida. Auch über den letzten Aufenthaltsort von Atijah Abd al-Rahman habe man keine Erkenntnisse, teilten Mitarbeiter des Geheimdienstes in Islamabad mit. Führende US-Medien hatten am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise in Washington gemeldet, die Nummer zwei von Al Kaida sei am vergangenen Montag bei einem amerikanischen Drohnenangriff in Pakistan getötet worden. Zu den genaueren Umständen wurde zunächst nichts mitgeteilt. Den Angaben zufolge war al-Rahman an der Planung einer Reihe von Anschlägen maßgeblich beteiligt. Einem Bericht der Zeitung "New York Times" zufolge war er nach der Tötung des früheren Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden Anfang Mai zur Nummer zwei des Netzwerks aufgestiegen. - An der Spitze von Al Kaida steht derzeit der in Ägypten geborene Chirurg Aiman al-Sawahiri.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel rechnet damit, dass der Bundestag die geplante Aufstockung des Euro-Rettungsschirms mit der Mehrheit der Regierungskoalition beschließt. Sie sei zuversichtlich, die Fraktionen von CDU/CSU und FDP von der Notwendigkeit des Vorhabens überzeugen zu können, sagte sie in einem Interview der "Bild am Sonntag". Es gehe darum, gemeinsam die Stabilität des Euro zu stärken. Die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms soll am kommenden Mittwoch vom Kabinett gebilligt werden. Im September sollen dann auch Bundestag und Bundesrat darüber entscheiden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Focus" kursieren in den Regierungsfraktionen die Namen von 23 Abgeordneten, die bereits angekündigt hätten, gegen das Gesetz zu stimmen. Damit hätte Schwarz-Gelb keine eigene Mehrheit. Erklärtes Ziel der Koalitionsspitzen ist es jedoch, bei der Abstimmung nicht auf die Unterstützung der Opposition angewiesen zu sein.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ist einem Zeitungsbericht zufolge dagegen, deutsche Zwangsarbeiter finanziell zu entschädigen. Der CSU-Politiker lehnt damit eine entsprechende Forderung der Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, ab. Die "Bild am Sonntag" berichtet, Friedrich habe Steinbach in einem Schreiben erklärt, deutsche Zwangsarbeit im Ausland nach dem Zweiten Weltkrieg gelte als Massenschicksal, für das es keinen Schadensersatz geben könne. Außerdem habe das Innenministerium kein Geld für Zahlungen in Höhe von 5000 Euro an die bis zu 100.000 Betroffenen. Steinbach hatte am Samstag an die Bundesregierung appelliert, das seit Jahren diskutierte Gesetzesvorhaben rasch umzusetzen. Auch führende Unions-Politiker haben erneut deutlich gemacht, dass für sie das Thema der Zwangsarbeiter-Entschädigung noch nicht vom Tisch ist.

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In Libyen haben die Aufständischen zwei weitere Orte nahe der Küstenstadt Suara im Westen des Landes eingenommen. Die beiden Orte - El Dschamil und Selten - seien von den Anhängern von Muammar al-Gaddafi weitgehend kampflos geräumt worden, teilten Rebellenvertreter mit. Suara liegt an der Küstenstraße zwischen der Hauptstadt Tripolis und der tunesischen Grenze. Nach Erkenntnissen der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch töteten Gaddafis Soldaten beim Vorrücken der Rebellen auf Tripolis mindestens 17 Gefangene. Außerdem seien in der vergangenen Woche zahlreiche Zivilisten willkürlich umgebracht worden, so die in New York ansässige Organisation. Sie berief sich dabei auf Berichte von Überlebenden und Augenzeugen.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten teils heiter, teils wolkig und vereinzelt Schauer. In den übrigen Regionen meist viel Sonne und weitgehend trocken bei Höchsttemperaturen von 17 bis 22 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Montag ist es meist freundlich, vor allem im Nordwesten kann es aber auch gebietsweise regnen. Die Höchstwerte erreichen zwischen 15 Grad an der Nordsee und 23 Grad an der Donau.

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