1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

28.07.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Mit einer spektakulären Eröffnungsshow, gestaltet als Zeitreise durch die britische Geschichte und Kultur, haben in London die 30. Olympischen Sommerspiele begonnen. Offiziell eröffnet wurde das weltgrößte Sportfest von Königin Elizabeth II.. Mehr als 80.000 Zuschauer im Stadion und bis zu vier Milliarden Zuschauer am Fernsehen verfolgten das bunte und mit typisch britischem Humor gewürzte Spektakel. Höhepunkt war ein Filmauftritt der Queen, die sich in dem eingespielten Streifen von James-Bond-Darsteller Daniel Craig im Buckingham Palace abholen ließ. Dann zogen Athleten aus 204 Ländern in das Stadion ein. Kein Prominenter, sondern sieben britische Nachwuchssportler entzündeten das Olympische Feuer. Die ersten Entscheidungen fallen heute unter anderem im Radsport, im Schwimmen und im Schießen.

***

Die UN-Konferenz zur Regulierung des milliardenschweren globalen Waffenhandels ist gescheitert. Fast einen Monat lang hatten Delegationen aus mehr als 190 Staaten um eine Einigung über den ersten weltweit gültigen Vertrag über die Kontrolle des Waffenhandels gerungen. Der Entwurf sah vor, dass Exporte von Rüstungsgütern von Staaten untersagt werden müssen, falls mit ihnen Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Kriegsverbrechen verübt werden könnten. Zudem sollte der Vertrag verhindern, dass Waffen in die Hände von Terroristen, Rebellen oder Verbrechern fallen. Die USA wehrten sich gegen die Einbeziehung von Munition in das Abkommen. Ein weiterer Konfliktpunkt bei den Verhandlungen war die Unterscheidung zwischen kommerziellem Handel mit Waffen und kostenloser Weitergabe der Güter. China wollte, dass der Vertrag nur für kommerziellen Handel gilt.

***

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat Syrien aufgerufen, auf einen Großangriff auf die Rebellen in der Stadt Aleppo zu verzichten. Ban sagte in London nach einem Treffen mit dem britischen Außenminister William Hague, die inakzeptable Eskalation des Konflikts könnte zu einem verheerenden Verlust von Zivilistenleben führen. Die Gewalt von beiden Seiten müsse aus Rücksicht auf die Zivilisten beendet werden. Syrische Aktivisten hatten berichtet, dass das Regime die Truppen um Aleppo verstärkt habe und eine Großoffensive plane. Derweil zog das Internationale Komitee vom Roten Kreuz einen Teil seiner Mitarbeiter aus Syrien ab. Nur etwa 50 Helfer würden in Damaskus bleiben, sagte ein Sprecher in Genf. Die übrigen ausländischen Mitarbeiter würden einstweilen in den Libanon gebracht. Auch der Syrisch-Arabische Rote Halbmond habe einen Teil seiner Einsätze in Aleppo wegen der schweren Kämpfe eingestellt.

***

Die russische Marine möchte Stützpunkte in Kuba, Vietnam und den Seychellen einrichten. Der Oberkommandierende der Marine, Vize-Admiral Viktor Tschirkow, sagte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, darüber liefen mit den drei Ländern bereits Gespräche. Derzeit verfügt Russland außerhalb seiner Grenzen nur über Flottenbasen in der Ukraine und in Syrien. In Sewastopol auf der ukrainischen Halbinsel Krim ist die Schwarzmeerflotte stationiert. Der syrische Hafen Tartus dient seit 1971 der Versorgung im Mittelmeer. Zu Sowjetzeiten unterhielt Moskau auch in Kuba und in Vietnam Marine-Stützpunkte. Während seiner ersten Amtszeit als russischer Präsident beendete Wladimir Putin aus strategischen Gründen zunächst die Nutzung des vietnamesischen Stützpunkts in Cam Ranh und später auch die Nutzung der Basis auf Kuba. Diese Entscheidung soll nun offenbar rückgängig gemacht werden.

***

Zum Ende der Welt-Aids-Konferenz haben Politiker und Hilfsorganisationen in Washington neuen Schwung im Kampf gegen HIV-Infektionen eingefordert. Ex-US-Präsident Bill Clinton sprach sich für einen effizienteren Einsatz der Gelder aus. Wenn man die Auswirkungen der Gelder maximiere, würden die Regierungen auf der ganzen Welt mehr für die Bekämpfung von Aids ausgeben. Die 19. Aids-Konferenz sei ein "enormer Erfolg" gewesen, sagte die Fraktionschefin der Demokraten im US-Repräsentantenhaus, Nancy Pelosi, auf der Abschlussveranstaltung. Man verlasse sie mit gesteigertem Optimismus im Hinblick auf die Fortschritte der Wissenschaft. Hilfsorganisationen zeigten sich weniger zufrieden mit den Ergebnissen der Konferenz. Das Treffen habe keine großen Durchbrüche erzielt, sagte Carsten Schatz, Vorstandsmitglied der Deutschen Aids-Hilfe.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema