1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

28.06.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:34

Nachrichten von Dienstag, 28. Juni 2016 – langsam gesprochen als MP3

Große EU-Staaten pochen auf raschen Beginn der "Brexit"-Verhandlungen:

Deutschland, Frankreich und Italien wollen mit einer gemeinsamen Initiative die EU erneuern und so den Zusammenhalt der Europäer nach dem britischen Austrittsvotum sichern. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Francois Hollande und der italienische Regierungschef Matteo Renzi pochten nach einem Treffen in Berlin auf einen raschen Beginn der Austrittsverhandlungen, die London in Gang setzen müsse. Die Europäische Union habe keine Zeit zu verlieren. Nichts sei schlimmer als Ungewissheit, warnten sie vor dem EU-Gipfel am Dienstag. Vorabvereinbarungen mit London erteilten die drei großen EU-Staaten eine klare Absage.

Britische Regierung spielt bei Brexit auf Zeit:

Die britische Regierung will sich mit dem Austritt aus der EU Zeit lassen. Das kündigte der scheidende Premierminister David Cameron in einer Rede vor dem Unterhaus an. Er werde vorerst keine formalen Gespräche über ein Ausscheiden seines Landes aus der Europäischen Union einleiten. Sein Land wolle offizielle Brexit-Verhandlungen erst dann aufnehmen, wenn das künftige Verhältnis zur EU grundsätzlich geklärt sei. Das wolle er bei dem Treffen mit dem EU-Ministerrat am Dienstag noch einmal klarmachen. Zuvor hatten zahlreiche europäische Politiker Großbritannien aufgefordert, möglichst schnell Konsequenzen aus dem EU-Referendum zu ziehen und den Austritt rasch vorzubereiten. Nach dem Votum für einen Brexit haben die großen Ratingagenturen S&P und Fitsch Großbritanniens Kreditwürdigkeit herabgestuft.

Amnesty beklagt sexuelle Gewalt gegen weibliche Häftlinge in Mexiko:

Amnesty International wirft den mexikanischen Behörden routinemäßige Folterung und Misshandlung von inhaftierten Frauen vor. Es herrsche ein schockierendes Ausmaß an Gewalt durch Sicherheitskräfte, heißt es im Bericht der Menschenrechtsorganisation. Alle hundert befragten Frauen hätten angegeben, während ihrer Festnahme und Verhöre sexualisierter Gewalt und psychischen Misshandlungen ausgesetzt gewesen zu sein. Zu den Misshandlungen gehörten Elektro-Schocks auf Genitalien, die Simulation von Ersticken mit Plastiktüten über dem Kopf sowie Schläge und Drohungen. 33 der Befragten gaben an, vergewaltigt worden zu sein. Amnesty International fordert in seinem Bericht den mexikanischen Kongress auf, umgehend ein Anti-Folter-Gesetz zu beschließen und dessen Umsetzung zu überwachen.

UNICEF mahnt Hilfen für besonders benachteiligte Kinder an:

Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat stärkere Anstrengungen gefordert, um den ärmsten Kindern auf der Welt besser zu helfen. Zwar habe es in den vergangenen 25 Jahren "enorme Fortschritte" im Kampf für die Bildung und Gesundheitsversorgung von Kindern gegeben, erklärte UNICEF-Programmdirektor Ted Chaiban anlässlich der Vorstellung des Jahresberichts in New York. Diese Fortschritte seien aber ungleich verteilt. Die Welt müsse auch jene Kinder in den Blick nehmen, die sehr arm und daher für Helfer oft schwierig zu erreichen seien. Geschehe dies nicht, könnten in den kommenden 15 Jahren 69 Millionen Kinder unter fünf Jahren an vermeidbaren Erkrankungen sterben, 167 Millionen an Armut leiden. Nach wie vor unterlägen Kinder von Müttern ohne Schulbildung etwa in Südasien und im subsaharischen Afrika einem dreifach erhöhten Risiko, vor dem fünften Lebensjahr zu sterben.

Südafrikas Präsident muss hohe Strafe für Luxus-Ausbau zahlen:

Südafrikas Präsident Jacob Zuma muss 7,8 Millionen Rand (rund 462.000 Euro) an den Staat zurückzahlen, weil er sein privates Anwesen mit Steuergeldern sanieren und luxuriös ausbauen ließ. Das geht aus einem Bericht des Finanzministeriums hervor, wie der Fernsehsender "eNCA" berichtete. In den Umbau des Anwesens flossen rund 250 Millionen Rand (14,3 Millionen Euro) an öffentlichen Mitteln. Laut Zuma dienten die Umbauten der Verbesserung der Sicherheitsstandards. Das Finanzministerium ermittelte im Auftrag des Verfassungsgerichtes, dass mit dem Geld auch ein Swimmingpool, ein Amphitheater und ein Auslaufgehege für Hühner errichtet wurden. Zuma steht unter Dauerkritik von Öffentlichkeit und Opposition. Ihm wird vorgeworfen, dass ihm mehr an der eigenen Bereicherung als am Wohl des Landes gelegen sei.

Die Redaktion empfiehlt

WWW-Links

Audio und Video zum Thema