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Nachrichten

28.05.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 08:19

Nachrichten von Samstag, 28. Mai 2016 – langsam gesprochen als MP3

Experten fordern wegen Zika-Virus Verschiebung von Olympia in Rio:

150 internationale Gesundheitsexperten fordern eine Verschiebung oder Verlegung der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro wegen des Zika-Virus. Sie befürchten eine beschleunigte weltweite Ausbreitung der Krankheit, wie aus ihrem online veröffentlichten Brief an die Weltgesundheitsorganisation WHO hervorgeht. Die erwarteten 500.000 ausländischen Touristen aus der ganzen Welt könnten sich infizieren und das Virus mit in ihre Heimatländer bringen. Dies wäre ein unnötiges Risiko, warnen die Fachleute. Zika steht im Verdacht, bei Föten zu schweren Schädelmissbildungen zu führen. Symptome sind leichtes Fieber, rote Augen und Ausschlag. Der Erreger wird über Mückenstiche und möglicherweise auch beim Geschlechtsverkehr übertragen. Die Spiele in Rio finden vom 5. bis 21. August statt.

Junta-Führer in Argentinien verurteilt:

Wegen der Verfolgung von Oppositionellen in südamerikanischen Militärdiktaturen sind 15 ehemalige argentinische Militärs verurteilt worden. Ein Berufungsgericht in Buenos Aires befand unter anderen den ehemaligen argentinischen Diktator Reynaldo Bignone für schuldig, maßgebend für mehr als hundert Morde mitverantwortlich zu sein. Bignone wurde zu 20 Jahren Haft verurteilt. Wegen der Verschleppung von Babys politischer Häftlinge verbüßt er bereits eine 15-jährige Haftstrafe. Das Urteil stellt erstmals die kriminelle grenzübergreifende Zusammenarbeit der Diktaturen in Argentinien, Uruguay, Brasilien, Chile, Paraguay und Bolivien fest. Die Koordination der Militärs und Geheimdienste dieser Länder in den 1970er- und 1980er-Jahren wurde von den Verantwortlichen "Opéracion Cóndor" genannt. Unter den Angeklagten in dem vor über drei Jahren aufgenommen Prozess war ursprünglich auch der ehemalige argentinische Diktator Jorge Videla. Er starb aber 2013.

Moskau und Athen rücken noch näher zusammen:

Russland und Griechenland wollen trotz zahlreicher Schwierigkeiten ihre Kooperation weiter ausbauen. Dies teilten der russische Präsident Wladimir Putin und der griechische Regierungschef Alexis Tsipras nach einem Treffen in Athen mit. Putin sagte, Russland habe die Pläne für den Bau einer Gaspipeline über das Schwarze Meer nach Griechenland und weiter nach Italien nicht aufgegeben. Der Bau war wegen russisch-türkischer Streitigkeiten gescheitert. Russische Firmen hätten Interesse am Kauf griechischer Staatsunternehmen, erklärte Putin. Tsipras sagte, "die Stärkung unserer Beziehungen ist eine strategische Entscheidung für Griechenland". Beide Staaten verbindet der gemeinsame christlich-orthodoxe Glauben. Am Samstag will Putin die Hochburg der christlichen Orthodoxie, die Mönchsrepublik Berg Athos in Nordgriechenland, besuchen. Griechenland pflegt anders als die meisten EU-Staaten gute Beziehungen zu Russland. Tsipras reiste vergangenes Jahr wiederholt zu Gesprächen nach Moskau.

Russland verlängert Sanktionen gegen den Westen:

Auf die geplante Verlängerung der westlichen Sanktionen gegen Russland reagiert Moskau mit einer Verlängerung der eigenen Sanktionen gegen den Westen. Regierungschef Dmitri Medwedew ordnete in Moskau an, das Einfuhrverbot für westliche Lebensmittel bis Ende 2017 zu verlängern. Der Schritt muss zunächst noch beschlossen werden, was als Formsache gilt. Die Gruppe aus sieben großen Industrienationen (G7) hatte beim Gipfel in Japan angekündigt, die Sanktionen gegen Russland fortzuführen, bis der Friedensplan für die umkämpfte Ostukraine umgesetzt ist. Der Friedensprozess zwischen der Ukraine und prorussischen Separatisten steckt seit Monaten fest. Wegen der Annexion der Krim 2014 war Russland aus der G8-Gruppe ausgeschlossen worden, die so wieder zur G7 wurde.

Zahlreiche Flüchtlinge vor libyscher Küste ertrunken:

Bei einem erneuten Bootsunglück im Mittelmeer sind zahlreiche Flüchtlinge ums Leben gekommen. Die italienische Marine barg nach eigenen Angaben 45 Tote. 135 Menschen seien von dem sinkenden Schiff gerettet worden. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern dauere an. Das überladene Fischerboot war mit mehr als 300 Insassen vor der libyschen Küste verunglückt. Im Verlauf dieser Woche wurden nach Angaben der italienischen Küstenwache und der Vereinten Nationen rund 14.000 Migranten im Mittelmeer gerettet. Allein am Freitag seien bei 17 von der Küstenwache koordinierten Einsätzen 2000 Menschen von den Rettungskräften aufgenommen worden. Gründe dafür, dass inzwischen wieder mehr Menschen den Weg vor allem von Libyen aus über das Meer wagen, seien das wärmere Wetter und die ruhigere See, teilte die Küstenwache mit.

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