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Nachrichten

28.05.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Donnerstag– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 11:11

Nachrichten von Donnerstag, 28. Mai 2015 – langsam gesprochen als MP3

Englischer Fußballverband fordert Rücktritt von FIFA-Präsident Blatter:

Der Präsident des englischen Fußballverbands, Greg Dyke, hat nach den Festnahmen mehrerer Topfunktionäre und den Razzien im Hauptquartier des Weltfußballverbands FIFA den Rücktritt Joseph Blatters verlangt. Dyke sagte der britischen Nachrichtenagentur Press Association in Zürich, Blatter müsse als FIFA-Präsident gehen. Solange Blatter da sei, gebe es keinen Weg, das Vertrauen in die FIFA wiederherzustellen, so Dyke. Ungeachtet der jüngsten Enthüllungen und Festnahmen soll am Nachmittag in Zürich der 65. Kongress des Fußball-Weltverbands FIFA eröffnet werden. Zuvor hatten sich die europäischen Verbände der UEFA für eine Verschiebung des Treffens ausgesprochen. Wie am Mittwoch bekannt wurde, ermitteln sowohl US-Behörden als auch die Schweizer Bundesanwaltschaft in zwei getrennten Fällen. Dabei soll es neben dem Verdacht der Korruption und Bestechlichkeit auch um mögliche Geldwäsche gehen.

NATO-Generalsekretär verspricht Schutz europäischer Grenzen:

Mit Blick auf den Ukrainekonflikt hat NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg den Schutz Europas durch das Bündnis zugesichert. Die NATO werde die Unabhängigkeit aller europäischen Länder aufrechterhalten, sagte Stoltenberg in einer Rede in Washington. Die Allianz werde auch für die Stabilität ihrer Nachbarländer Ukraine, Georgien und Moldawien sorgen. Diese Länder seien keine Pufferzonen, sondern souveräne Staaten. Russische Äußerungen zum Gebrauch von Atomwaffen sieht Stoltenberg nach eigenen Angaben mit großer Sorge. Er warnte Russland davor, Atomwaffen auf der Krim sowie atomwaffenfähige Raketen in der Exklave Kaliningrad zu stationieren. Dadurch würde das sicherheitspolitische Gleichgewicht in Europa verändert.

Panne bei der US-Armee mit gefährlicher Milzbrand-Probe:

Bei der US-Armee sorgt eine Panne mit Proben des tödlichen Milzbranderregers Anthrax für Wirbel. Wie es aus dem Verteidigungsministerium in Washington hieß, wurde mindestens eine Probe mit lebenden Anthrax-Erregern quer durchs Land geschickt. Proben derselben Charge gingen demnach in insgesamt neun Bundesstaaten sowie auf einen US-Armeestützpunkt in Südkorea. 22 Armeeangehörige könnten während eines Trainings auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Osan südlich von Seoul der Probe ausgesetzt gewesen sein. Die Ursache der Panne ist noch unklar. Für die Betroffenen seien "vorsorglich medizinische Maßnahmen" einschließlich der Verabreichung von Antibiotika getroffen worden. Bei keinem der Betroffenen seien jedoch Anzeichen einer Belastung durch die Probe oder Krankheitssymptome festgestellt worden. Auch bestehe kein Risiko für die Öffentlichkeit.

G7-Finanzgipfel beginnt in Dresden:

In Dresden treffen sich an diesem Donnerstag die Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden westlichen Industrienationen. Bei dem G7-Finanzgipfel soll es unter anderem um die aktuelle Entwicklung der Weltwirtschaft sowie den Kampf gegen Steuerbetrug gehen. Außerdem wollen die Finanzminister nach Wegen suchen, wie man Geldquellen des internationalen Terrorismus blockieren kann. Die Griechenland-Krise steht zwar nicht auf der offiziellen Tagesordnung, dürfte aber dennoch am Rande des Gipfels diskutiert werden. Das Treffen in Dresden dauert zwei Tage und dient der Vorbereitung des großen G7-Gipfels, der am 7. und 8. Juni auf Schloss Elmau in Bayern stattfinden wird.

Nebraska schafft Todesstrafe trotz Gouverneurs-Veto ab:

Das Parlament des US-Bundesstaats Nebraska hat gegen den Willen von Gouverneur Pete Rickets die Todesstrafe abgeschafft. Mit 30 zu 19 Stimmen hoben die Abgeordneten das Veto des Republikaners auf, der sich bereits zuvor in zwei Abstimmungen gegen das Ende der Todesstrafe in seinem Bundesstaat gesperrt hatte. Im dritten Anlauf gelang es den Parlamentariern jetzt, die erforderlichen 30 Stimmen zu sammeln, um das Veto aufzuheben. Die Abstimmung ist deshalb bemerkenswert, weil sich auch zahlreiche republikanische Abgeordnete gegen das Votum ihres Gouverneurs gestellt haben - unter anderem aus religiösen Gründen. Das Verbot der Todesstrafe soll nun auch rückwirkend gelten. In Todeszellen befindliche Häftlinge sollen eine lebenslange Gefängnisstrafe erhalten. Nebraska ist damit der 19. US-Bundesstaat, in dem keine Menschen mehr hingerichtet werden.

Forscher entdecken Reste von Frühmensch in Äthiopien:

In Äthiopien haben Forscher die Überreste eines Frühmenschen entdeckt. Die Wissenschaftler des Naturkundemuseums von Cleveland gehen davon aus, dass die Teile des gefundenen Fossils zwischen 3,3 und 3,5 Millionen Jahre alt sind. Nur 35 Kilometer vom Fundort in der ost-äthiopischen Wüste Afar entfernt, wurde 1974 der Urmensch "Lucy" entdeckt - der eine zeitlang als "Mutter der Menschheit" und direkte Vorfahrin der heutigen Menschen galt. Die Knochen der beiden Exemplare wiesen den Forschern zufolge aber deutliche Unterschiede auf, sodass die nun gefundenen einer neuen Art zugeordnet wurden, die auf den Namen Australopithecus deyiremeda getauft wurde. Das Skelett von "Lucy" war beim Fund vor über 40 Jahren auf ein Alter von 2,9 bis 3,8 Millionen Jahre datiert worden und wies sowohl menschen- als auch affenähnliche Züge auf.

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