28.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten | Nachrichten | DW | 28.04.2015
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Nachrichten

28.04.2015 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Nachrichten von Dienstag, 28. April 2015 – langsam gesprochen als MP3

Ausnahmezustand in Baltimore:

In Baltimore ist es nach der Beerdigung eines im Polizeigewahrsam gestorbenen Schwarzen erneut zu Krawallen gekommen. Mindestens fünfzehn Polizisten wurden verletzt, Geschäfte geplündert und Polizeiwagen in Brand gesetzt. Der Gouverneur des Bundesstaates Maryland, Larry Hogan, verhängte den Ausnahmezustand. Die Plünderungen und Gewalttaten in der Stadt könnten nicht toleriert werden, sagte Hogan zur Begründung. Es gebe einen Unterschied zwischen friedlichem Protest und Gewalt. Für die Ostküstenstadt wurde zudem eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt zunächst für eine Woche. Der 25-jährige Freddie Gray war am 19. April - eine Woche nach seiner Festnahme - an seinen schweren Rückenmarksverletzungen gestorben. Die Umstände sind noch unklar. Viele Afroamerikaner sehen Gray als das jüngste Opfer in einer Serie von Fällen tödlicher Polizeigewalt gegen Schwarze.

Drei Tage Staatstrauer in Nepal - 10.000 Tote befürchtet:

Nach dem schweren Erdbeben im Himalaya mit Tausenden Toten hat die Regierung von Nepal drei Tage Staatstrauer angeordnet. Die Rettungskräfte finden in dem südasiatischen Land immer mehr Menschen unter den Trümmern. Bislang seien allein in Nepal 4347 Leichen gefunden worden, erklärte die Regierung in Kathmandu. Auf chinesischer Seite stieg die Zahl der Toten auf 25. In Indien kamen 72 Menschen ums Leben. Nepals Ministerpräsident Sushil Koirala befürchtet, dass bis zu 10.000 Menschen ums Leben gekommen sein könnten, wie die Agentur Reuters berichtet. Zuvor hatte seine Regierung erstmals öffentlich eingeräumt, trotz zahlreicher Warnungen vor einem bevorstehenden großen Beben nicht ausreichend vorbereitet gewesen zu sein. Nun hätten die Behörden enorme Schwierigkeiten, die Krise zu meistern, sagte Innenminister Bam Dev Gautam im staatlichen Fernsehen.

Tsipras droht bei strittigen Sparmaßnahmen mit Referendum:

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat sich zuversichtlich über eine baldige Einigung mit der Europäischen Union über ausstehende Finanzhilfen geäußert. Ziel seiner Regierung sei es, wenn möglich noch in dieser Woche eine erste Einigung zu erzielen oder spätestens nächste Woche, sagte Tsipras in einem Interview des griechischen Senders Star TV. Sollten die Gläubiger seiner Regierung aber Maßnahmen abverlangen, die sich nicht mit dem Wahlprogramm seiner Partei Syriza vereinbaren ließen, müsse es ein Referendum geben. Neuwahlen für den Fall des Scheiterns der Gespräche, wie von einigen Parteimitgliedern gefordert, schloss der Regierungschef aber aus.

UN beklagen Stillstand bei atomarer Abrüstung:

Die Vereinten Nationen beklagen einen Stillstand bei der atomaren Abrüstung auf der Welt. Habe es von 1990 bis 2010 noch große Fortschritte gegeben, sei der Prozess seither ins Stocken geraten, sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jan Eliasson anlässlich einer Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages in New York. Besonders beunruhigend sei, dass jüngste Entwicklungen sogar den gegensätzlichen Trend zeigten. Vertreter zahlreicher Länder und UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderten zum Auftakt der alle fünf Jahre stattfindenden Konferenz eine vollständige Vernichtung aller Atomwaffen. Unter ihnen war auch der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif, dessen Land selbst ein umstrittenes Atomprogramm betreibt.

Spanien gedenkt der Opfer des Germanwings-Absturzes:

Gut einen Monat nach dem Absturz eines Flugzeugs der Fluglinie Germanwings hat Spanien der 150 Opfer der Katastrophe gedacht. An der offiziellen Trauerfeier in der Kathedrale Sagrada Família in Barcelona nahmen auch König Felipe VI., Königin Letizia, Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy und mehrere Mitglieder der Regierung teil. Zu Beginn des Gottesdienstes stellten spanische Schüler für jeden der 150 Toten eine Kerze auf den Stufen des Altars auf. Der Airbus war am 24. März auf dem Flug von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen abgestürzt. Dabei waren alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen, darunter auch 72 Deutsche und 51 Spanier. Der Co-Pilot wird verdächtigt, die Maschine absichtlich zum Absturz gebracht zu haben.

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