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Nachrichten

28.04.2014 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 07:48

Nachrichten von Montag, 28. April 2014 – langsam gesprochen als MP3

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Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine wollen nach eigenen Angaben die festgesetzten OSZE-Militärbeobachter, darunter vier Deutsche, nicht so schnell freilassen. Zunächst seien weitere Gespräche nötig, sagte der selbst ernannte Bürgermeister von Slowjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow, dem russischen Staatsfernsehen. Die bewaffneten Aktivisten werfen den seit Freitag gefangen gehaltenen Männern "Spionage für die NATO" vor. Bisher bestanden sie auf einem Austausch mit inhaftierten Gesinnungsgenossen. Die prowestliche Regierung in Kiew lehnt dies ab. Am Sonntagabend hatten die Protestführer in Slowjansk einen Schweden freigelassen, der unter Diabetes leidet. Die Bundesregierung verlangt mit Nachdruck ein Ende der Gefangenschaft der Beobachter. Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte, die am Sonntag erfolgte öffentliche Zurschaustellung der OSZE-Beobachter und der ukrainischen Sicherheitskräfte als Gefangene sei abstoßend und verletze die Würde der Betroffenen. Russland stehe in der Pflicht, auf die Separatisten einzuwirken.

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Unmittelbar vor Beginn des Besuchs von Präsident Barack Obama haben die USA und die Philippinen ein neues Verteidigungsabkommen geschlossen, das Washington eine größere Militärpräsenz in dem Land erlaubt. Verteidigungsminister Voltaire Gazmin und US-Botschafter Philip Goldberg unterzeichneten das Dokument in Manila. Die Vereinbarung soll für zehn Jahre gelten. Ziel der USA ist es, in Asien mehr Präsenz zu zeigen. Die Philippinen erhoffen sich davon eine militärische Rückenstärkung. Sie streiten sich mit China um Gebiete im Südchinesischen Meer. Obama will sich unter anderen mit Präsident Benigno Aquino treffen. Außerdem hält er eine Rede vor US-Soldaten. Mit dem zweitägigen Besuch endet Obamas Asien-Reise. Zuvor hatte er Japan, Südkorea und Malaysia besucht.

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Bundespräsident Joachim Gauck setzt seinen Türkei-Besuch mit politischen Gesprächen in der Hauptstadt Ankara fort. Nach einer Kranzniederlegung am Mausoleum für Staatsgründer Mustafa Kemal Atatürk kommt Gauck an diesem Montag mit seinem türkischen Kollegen Abdullah Gül zusammen. Im Anschluss steht ein Treffen mit Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan auf dem Programm. Am Sonntag hatte der Bundespräsident im osttürkischen Kahramanmaras ein Lager mit syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen besucht und die Anstrengungen der Türkei bei der Hilfe für die Menschen in Not gewürdigt. Gauck hatte auch in der Region stationierte Bundeswehrsoldaten besucht.

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Die neue serbische Regierung will mit einem radikalen Reformprogramm "die Wirtschaft und die Nation" genesen lassen. Das kündigte der am Sonntag im Parlament in Belgrad mit großer Mehrheit gewählte neue Regierungschef Aleksandar Vucic an. Die wichtigsten Aufgaben seien eine Wirtschaftsreform und der Aufbau des Privatsektors. Außerdem müssten die aus dem Ruder gelaufenen Staatsfinanzen wieder in Ordnung gebracht werden. Der einst radikal-großserbische Nationalist Vucic, der nach eigener Darstellung heute ein glühender Europäer und Demokrat ist, hatte bei vorgezogenen Parlamentswahlen im März die absolute Mehrheit der Stimmen gewonnen.

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Bei den Parlaments- und Präsidentenwahlen in Mazedonien zeichnet sich ein Sieg der regierenden Konservativen ab. Nach Auszählung fast aller Stimmen kommt die Regierungspartei auf 43 Prozent, während die wichtigste Oppositionspartei SDSM abgeschlagen bei 24 Prozent landete. Ein ranghohes Regierungsmitglied erklärte Ministerpräsident Nikola Gruevski und Präsident Gjorge Ivanov bereits zum Wahlsieger. Die Opposition warf der Regierung Wahlbetrug vor. Man werde das Ergebnis nicht anerkennen, sagte der Vorsitzende der Mitte-Links-Partei SDSM, Zoran Zaev. Das Endergebnis soll an diesem Montag veröffentlicht werden. Ministerpräsident Gruevski regiert Mazedonien seit 2006 in einer Koalition mit der albanischen Minderheit. Der Balkan-Staat zählt mit seinen rund zwei Millionen Einwohnern zu einem der ärmsten Länder in Europa.

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