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Nachrichten

28.03.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst gehen in die entscheidende dritte Runde. Arbeitgeber und Gewerkschaftsvertreter zeigten sich bereit, an diesem Mittwoch bei den Gesprächen in Potsdam einen Abschluss für die rund zwei Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen zu erzielen. Sollte es keine Einigung geben, will Verdi-Chef Frank Bsirske sofort die Weichen für einen Arbeitskampf stellen. Eine Schlichtung zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern lehnt Verdi ab. Warnstreiks hat es bereits gegeben. -- Die öffentlichen Arbeitgeber haben 3,3 Prozent mehr Entgelt angeboten. Die Gewerkschaften verlangen 6,5 Prozent.

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Der arabische Nachrichtensender "Al Dschasira" hat mutmaßliche Videoaufnahmen des Attentäters von Toulouse erhalten, wird diese aber nicht senden. Die Aufnahmen wurden auf einem USB-Stick an das Pariser Büro des Senders geschickt. Die Videos zeigen die Morde, außerdem sind die Schreie der Opfer und die Stimme des Schützen zu hören, wie der Sender mitteilte. -- Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy appellierte an alle Fernsehsender, die möglicherweise ebenfalls über die Bilder verfügen, sie aus Respekt vor den Opfern unter keinen Umständen zu zeigen. Es gibt bislang aber keine Hinweise darauf, dass das Video auch anderen Sendern vorliegt.

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Die syrische Regierung hat den Friedensplan des UN-Sondergesandten Kofi Annan akzeptiert. Auch China signalisierte seine Unterstützung für den Plan, der einen sofortigen Waffenstillstand zwischen den beteiligten Parteien, den Abzug schwerer Waffen aus Wohngebieten und humanitäre Hilfe für die Bevölkerung vorsieht. Die syrische Opposition reagierte skeptisch. Die US-Regierung betonte, Syriens Präsident Baschar al-Assad sei dafür bekannt, dass er viel versprochen und dann aber wenig gehalten habe. Der Zustimmung zum Friedensplan müssten daher unverzüglich Taten folgen.

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Papst Benedikt XVI. ist im Rahmen seiner dreitägigen Kubareise mit Präsident Raúl Castro zusammengetroffen. Das Kirchenoberhaupt stattete dem Bruder und Nachfolger von Revolutionsführer Fidel Castro in der Hauptstadt Havanna einen Besuch ab. Raúl Castro hatte den Papst am Vortag bei seiner Ankunft in Santiago de Cuba willkommen geheißen und auch an einer von Benedikt zelebrierten Messe teilgenommen. -- Im kommunistischen Kuba gelten rund zehn Prozent der Bevölkerung als praktizierende Katholiken.

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Vor dem Obersten Gerichtshof der USA wird an diesem Mittwoch den dritten Tag in Folge über die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama verhandelt. Es ist der letzte Tag der Anhörungen. Das Gesetz sieht eine Krankenversicherungspflicht für alle Amerikaner vor und wird von den oppositionellen Republikanern scharf kritisiert. Die Gesundheitsreform gilt als eines der wichtigsten Projekte in Obamas Amtszeit. -- Nach den beiden ersten Anhörungstagen hatte sich der Oberste Gerichtshof tief zerstritten in der Frage gezeigt, ob die Reform verfassungskonform ist oder nicht.

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Die US-Regierung hat sich besorgt über die Gewalt an der Grenze zwischen dem Sudan und dem Südsudan geäußert. Die Präsidenten beider Länder sollten ihr abgesagtes Gipfeltreffen nachholen, sagte US-Außenministerin Hillary Clinton. Außerdem müssten beide Seiten die Kämpfe beenden. Die größere Verantwortung liege jedoch beim Sudan, der über modernere Waffen verfüge, so Clinton. -- Der Südsudan hat sich im vergangenen Jahr vom Sudan losgelöst. Ungeklärt ist der exakte Grenzverlauf sowie die Verteilung der Einnahmen aus dem Ölgeschäft.

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