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Nachrichten

28.02.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LOS ANGELES: Das britische Historiendrama "The King's Speech" hat sich bei der 83. Verleihung der Academy Awards durchgesetzt. Der Film über den stotternden König George VI. wurde als bester Film ausgezeichnet. Auch Regisseur Tom Hooper und Hauptdarsteller Colin Firth gewannen eine Trophäe. Einen vierten Oscar gab es für das beste Originaldrehbuch. Ebenfalls vier Oscars gingen an Christopher Nolans Thriller "Inception", der in technischen Kategorien abräumte. Zur besten Hauptdarstellerin kürte die Academy Natalie Portman für ihre Rolle als psychotische Ballerina in "Black Swan".

GENF: Nach der Verhängung von UN-Sanktionen gegen den libyschen Machthaber Gaddafi berät die internationale Gemeinschaft über ihr Vorgehen in der Krise. US-Außenministerin Clinton traf in Genf ein, wo sie an diesem Montag im UN-Menschenrechtsrat sowie in bilateralen Gesprächen die Lage in Libyen erörtern will. Die internationale Gemeinschaft müsse eine "humanitäre", aber auch eine "politische" Antwort auf die Krise finden, sagte Clinton. Vor dem Rat will Bundesaußenminister Westerwelle eine Erklärung zur Lage abgeben. Am Freitag hatte das Gremium dafür votiert, Libyen wegen der Gewalt gegen Demonstranten auszuschließen. Der UN-Sicherheitsrat hatte umfassende Sanktionen gegen Gaddafi verhängt.

DOHA: Bundespräsident Wulff hat sich für mehr Zukunftschancen für die arabische Jugend eingesetzt. Am letzten Tag seiner Reise in die Golf-Staaten Kuwait und Katar diskutierte er in Doha mit Studenten. Das Staatsoberhaupt hatte während seines Besuchs auch für eine stärkere Rolle Deutschlands und der Europäischen Union bei der Unterstützung der Demokratisierung im Nahen Osten und in Nordafrika geworben.

WASHINGTON: Die USA haben der Führung des Iran in scharfer Form vorgeworfen, universelle Rechte der Bürger unverhohlen zu verletzen. Der Nationale Sicherheitsrat der USA erklärte in Washington, die Regierung in Teheran betreibe eine organisierte Kampagne zur Einschüchterung von Menschenrechtlern, politischen Aktivisten und Journalisten. Zuvor hatten Menschenrechtsgruppen mitgeteilt, die beiden führenden Oppositionspolitiker Mussawi und Karubi seien mit ihren Ehefrauen in ein "sicheres Haus" in der Nähe von Teheran gebracht worden. Die Politiker standen bisher unter Hausarrest.

DÜSSELDORF: Der türkische Ministerpräsident Erdogan hat sich erneut gegen eine allzu starke Anpassung der Türken in Deutschland gewandt. Vor rund 10.000 Landsleuten in Düsseldorf rief Erdogan die Türken auf, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. Er lehne eine völlige Anpassung im Sinne einer Assimilation aber ab. Niemand solle von seiner Kultur losgerissen werden, bekräftigte der türkische Ministerpräsident. Gleichzeitig kündigte er eine Gesetzesänderung an. Sie soll türkischen Bürgern die Entscheidung für eine Annahme der deutschen Staatsbürgerschaft erleichtern.

BERLIN: Der Vorsitzende des Bundeswehrverbandes, Kirsch, hat sich in der Plagiatsaffäre hinter Verteidigungsminister Guttenberg gestellt. Wenn es bei den jetzt bekannten Vorwürfen bleibe, sei der Minister "tragbar", sagte Kirsch im 1. Deutschen Fernsehen. Wichtig sei, dass die Bundeswehrreform zügig angepackt werde. - Rund 20.000 Wissenschaftler und Doktoranden übten in einem offenen Brief an Kanzlerin Merkel Kritik. Wenn das Verhalten Guttenbergs als Kavaliersdelikt behandelt werde, leide darunter der Wissenschaftsstandort Deutschland und die Glaubwürdigkeit der Bundesrepublik.

BERLIN: Die fünf SPD-regierten Länder Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bremen, Berlin und Brandenburg haben Verfassungsklage gegen die Verlängerung der Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke eingereicht. Wegen der Mehrbelastungen für die Länder habe die Bundesregierung die Zustimmung des Bundesrats einholen müssen, hieß es zur Begründung in Berlin. Die Koalition von CDU/CSU und FDP hatte den rot-grünen Atomausstieg Ende 2010 gekippt und den 17 deutschen AKWs acht bis 14 Jahre zusätzliche Produktionszeit zugestanden. - Dagegen wollen auch SPD und Grüne im Bundestag mit einer eigenen Normenkontrollklage vorgehen.

ZUR FUSSBALL-BUNDESLIGA: Bayer Leverkusen musste sich bei Werder Bremen mit einem 2:2 begnügen und liegt jetzt schon zwölf Punkte hinter Tabellenführer Borussia Dortmund. Im zweiten Sonntagsspiel siegte der VfB Stuttgart bei Eintracht Frankfurt mit 2:0 und holte drei wichtige Punkte gegen den Abstieg.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Norden und Osten hin vermehrt sonnig. Sonst vielfach stark bewölkt und regnerisch. Maximal null bis neun Grad Celsius. --- Am Alpenrand und in höheren Mittelgebirgslagen auch Schnee.

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