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Nachrichten

28.01.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Montag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Bei der Brandkatastrophe in einer Diskothek in der brasilianischen Stadt Santa Maria sind nach neuesten Angaben mindestens 233 Menschen ums Leben gekommen. 117 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Krankenhäusern behandelt. Die meisten hätten eine Rauchgasvergiftung erlitten. Zu der Tragödie kam es nach ersten Erkenntnissen, als Musiker einer Rockband während ihrer Show Leuchtfackeln entzündeten. Die Funken setzten vermutlich das Dämmmaterial aus Isolierschaum an der Decke in Brand. Hochgiftige Dämpfe entstanden. Die meisten Todesopfer sind nach Auskunft von Ärzten erstickt oder wurden in der ausgebrochenen Massenpanik totgetrampelt. Augenzeugen berichten, dass Feuerlöscher nicht funktioniert hätten. Die Polizei prüft, ob genug Notausgänge geöffnet waren. Staatschefin Dilma Rouseff brach ihre Teilnahme am EU-Lateinamerikagipfel im chilenischen Santiago ab und besuchte in der Universitätsstadt Überlebende und Angehörige der Opfer. Bundespräsident Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Angela Merkel kondolierten Rouseff.

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Nach den blutigen Krawallen vom Wochenende mit zahlreichen Toten hat Ägyptens Präsident Mohammed Mursi den Ausnahmezustand über drei Städte am Suezkanal verhängt. Betroffen sind Port Said, Ismailia und Suez. Die Maßnahme gelte von Mitternacht für 30 Tage und sei mit einer Ausgangssperre zwischen 21.00 Uhr abends und 06.00 Uhr morgens verbunden, erklärte das islamistische Staatsoberhaupt in einer vom Fernsehen übertragenen Rede. Mursi begründete sein Vorgehen mit den Ausschreitungen der letzten Tage. Wenn die Nation in Gefahr sei, müsse er harte Maßnahmen ergreifen. Bei den Unruhen waren seit Freitag mindestens 51 Menschen getötet worden. Auslöser der Gewaltwelle war die Verhängung der Todesstrafe gegen 21 Anhänger des Fussballclubs Al-Masri aus Port Said. Ihnen wird vorgeworfen, am 1. Februar 2012 nach einem Spiel gegen die Kairoer-Mannschaft Al-Alhi mit brutaler Gewalt auf deren Fans losgegangen zu sein. Dabei starben 74 Menschen.

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Nach der Einnahme der Islamistenhochburg Gao im Norden Malis sind französische und malische Soldaten bis kurz vor die historische Wüstenstadt Timbuktu vorgerückt. Dabei seien die Bodentruppen von der französischen Luftwaffe unterstützt worden, verlautete aus dem Verteidigungsministerium in Paris. Die Truppen beider Länder stünden vor Timbuktu, sie kontrollierten das Gebiet, sagte ein Armeesprecher. Berichte über die Bombardierung des Hauses des Kommandeurs der Islamistengruppe Ansar Dine, Iyad Ag Ghali, in Kidal an der Grenze zu Algerien dementierte der Sprecher. In Kidal habe es keine Angriffe gegeben. Beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba begrüßten die anwesenden Staats- und Regierungschefs den Militäreinsatz Frankreichs. Äthiopiens Ministerpräsident Hailemariam Desalegn rief diejenigen Länder des Kontinents zur zügigen Entsendung von Truppen auf, die eine Beteiligung an der Mission Afisma zugesagt hatten.

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Mit einem Aufruf zur Zusammenarbeit bei der Überwindung der europäischen Finanzkrise ist in Santiago de Chile das Gipfeltreffen der Gemeinschaft der Staaten Lateinamerikas und der Karibik (CELAC) mit der Europäischen Union zu Ende gegangen. "Wenn die eine Hälfte der Welt in Rezession lebt, kann die andere Hälfte kein anhaltendes Wachstum erreichen," sagte der chilenische Staatchef Sebastián Piñera zum Abschluss. Bundeskanzlerin Angela Merkel forderte die Länder Lateinamerikas auf, den Weg für ein Freihandelsabkommen mit der EU zu ebnen. EU-Ratspräsident Herman van Rompuy betonte die gemeinsamen Werte zwischen Europa und Lateinamerika, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sprach von einer Schicksalsgemeinschaft. Die Staaten der EU und der CELAC waren sich einig, ein offenes, multilaterales Handelssystem fördern zu wollen.

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Das Referendum über den Bau eines neuen Atomkraftwerks in Bulgarien ist wegen zu geringer Beteiligung gescheitert. Nach vorläufigen amtlichen Ergebnissen nahmen weniger als 20 Prozent der 6,9 Millionen Wahlberechtigten an der Abstimmung teil. Erforderlich wäre eine Beteiligung von rund 60 Prozent gewesen. Initiiert worden war das Referendum von der sozialistischen Opposition. Sie hatte die konservative Regierung damit zwingen wollen, Pläne für ein zweites Kraftwerk in Kooperation mit Russland wieder aufzunehmen. Die Regierung hatte das Projekt wegen zu hoher Kosten im Jahr 2012 gestoppt.

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