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Nachrichten

28.01.2012 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Griechenlands Regierung und internationale Bankenvertreter haben offensichtlich erhebliche Fortschritte in ihren Gesprächen für einen Schuldenschnitt erzielt. Man habe große Fortschritte in technischen, juristischen und anderen Themen erzielt, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums in Athen. Der angestrebte Forderungsverzicht der privaten Gläubiger soll die Schulden der Griechen um rund 100 Milliarden Euro drücken. Zuvor hatte EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso auch von den Euro-Staaten eine weitere Unterstützung für Griechenland gefordert. Nach Berichten der Agentur Reuters und der "Financial Times" drängt Deutschland darauf, dass die EU mehr Kontrolle über die griechische Finanzpolitik bekommt. Ein EU-Beauftragter solle demnach ein Veto gegen Beschlüsse der Regierung einlegen können, als Voraussetzung für die Auszahlung des zweiten Hilfspakets.

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Die Ratingagentur Fitch hat die Kreditwürdigkeit von fünf Ländern der Eurozone - darunter Italien und Spanien - herabgestuft. Die Bonitätsnote der dritt- beziehungsweise viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone wurde gleich um zwei Noten gesenkt, wie Fitch in London mitteilte. Auch für Slowenien ging es um zwei Noten nach unten. Bei Belgien und Zypern wurde die Kreditwürdigkeit um eine Note gesenkt. Das Rating von Irland wurde hingegen bestätigt. Die Kreditwürdigkeit aller sechs Länder wurde mit einem negativen Ausblick versehen. Fitch hatte die sechs Länder im Dezember unter verschärfte Beobachtung gestellt und seitdem ihr Rating überprüft.

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Russland lehnt auch den neuen Entwurf für eine UN-Resolution zur Gewalt in Syrien ab. Der Text, der von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Marokko und mehreren arabischen Ländern erarbeitet wurde, sei inakzeptabel, sagte der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin in New York. Man habe im UN-Sicherheitsrat die "roten Linien" erläutert, die Russland nicht überschreiten werde. Dazu zählen Sanktionen und ein Waffenembargo. Wie die Arabische Liga versuche der neue Resolutionsentwurf, Syrien eine Lösung "aufzuzwingen". Menschenrechtsaktivisten berichteten, bei anhaltenden Auseinandersetzungen in mehreren syrischen Städten seien weitere 56 Personen getötet worden.

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Der Stabschef des US-Heeres, General Raymond Odierno, hat den Abzug zweier Kampfbrigaden aus Europa für 2013 und 2014 angekündigt. Die in Deutschland stationierten Einheiten würden nicht abgezogen, sondern aufgelöst, sagte Odierno in Washington. Bei den Einheiten handelt es sich um die 172. Infanteriebrigade mit Standorten in Grafenwöhr und Schweinfurt und die 170. Infanteriebrigade in Baumholder. In Europa würden damit noch zwei Brigaden verbleiben, eine in Vilseck in der Oberpfalz und eine im italienischen Vicenza. Insgesamt wollen die USA in den kommenden zehn Jahren knapp eine halbe Billion Dollar einsparen. Die Zahl der Soldaten soll um insgesamt etwa 100.000 reduziert werden.

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Der französische Präsident Nicolas Sarkozy und sein afghanischer Kollege Hamid Karsai wollen die NATO zu einem vorgezogenen Ende aller Kampfmissionen in Afghanistan auffordern. Das Militärbündnis solle die Einsätze 2013 - ein Jahr früher als geplant - an die afghanischen Streitkräfte übergeben, sagte Sarkozy nach einem Treffen mit Karsai in Paris. Frankreich habe die US-Regierung bereits über die Pläne informiert und werde beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister Anfang kommenden Monats einen entsprechenden Fahrplan vorlegen, sagte der französische Staatspräsident. Bis Ende 2013 würden alle französischen Truppen aus Afghanistan abgezogen.

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Der international bekannte Sänger Youssou N'Dour darf nicht bei der Präsidentenwahl im westafrikanischen Senegal antreten. Das entschied das Verfassungsgericht in Dakar ohne eine Begründung zu nennen. Die höchst umstrittene Kandidatur von Präsident Abdoulaye Wade für eine dritte Amtszeit wurde dagegen von dem Gericht nicht beanstandet. In der Hauptstadt Dakar kam es nach der Entscheidung zu Straßenschlachten zwischen oppositionellen Demonstranten und der Polizei. Auf der Liste für die Präsidentenwahl, die am Freitagabend im Verfassungsgericht ausgehängt wurde, standen nach Korrespondentenberichten die Namen von 14 Kandidaten.

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Japan und Russland haben sich darauf geeinigt, die wirtschaftlichen Beziehungen und die Sicherheitszusammenarbeit auszubauen. Keine Annäherung gab es hingegen beim Territorialstreit um eine Inselgruppe vor der Nordostküste Japans, wie die Außenminister Sergej Lawrow und Koichiro Gemba nach einem Treffen in Tokio berichteten. Der Streit um die Inseln, die von Russland als Südkurilen und von Japan als Nördliche Territorien bezeichnet werden, müsse in Ruhe angegangen werden, hieß es übereinstimmend. Sowjetische Truppen hatten die Inseln am Ende des 2. Weltkriegs besetzt.

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