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Langsam gesprochene Nachrichten

27.12.2016 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Dienstag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Audio anhören 09:38

Nachrichten von Dienstag, 27. Dezember 2016 – langsam gesprochen als MP3

Blackbox von russischem Unglücks-Jet entdeckt:

Zwei Tage nach dem Absturz einer russischen Militärmaschine über dem Schwarzen Meer haben Suchmannschaften den Flugschreiber gefunden. Das Gerät wurde in einer Tiefe von 17 Metern unter der Meeresoberfläche geortet, wie das Verteidigungsministerium in Moskau mitteilte. Mit Hilfe der Blackbox wollen die Ermittler Aufschluss über die Unglücksursache erlangen. Das Flugzeug war am Sonntag auf dem Weg von Sotschi nach Syrien mit 92 Menschen an Bord abgestürzt. Die russischen Behörden haben inzwischen ein Startverbot für alle Maschinen des betroffenen Typs Tupolew Tu-154 verhängt.

 

Abe und Obama besuchen gemeinsam Pearl Harbor:

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ist im US-Bundesstaat Hawaii eingetroffen. 75 Jahre nach dem verheerenden Angriff auf den US-Stützpunkt Pearl Harbor werden Abe und US-Präsident Barack Obama gemeinsam der Opfer gedenken. Die Schrecken des Krieges dürften sich niemals wiederholen, sagte Abe vor dem Abflug nach Honolulu. Eine Entschuldigung für den Angriff hatte die Regierung in Tokio allerdings im Vorfeld ausgeschlossen. Japan hatte am 7. Dezember 1941 einen Luftangriff auf die in Hawaii vor Anker liegende Pazifikflotte der USA geflogen. Dabei wurden rund 2400 Menschen getötet. Das Bombardement des Hafens Pearl Harbor veranlasste die Vereinigten Staaten, in den Zweiten Weltkrieg einzutreten. Heute sind die USA und Japan eng verbündet.

 

Deutschland startet millionenschweres Hilfsprogramm für Aleppo:

Nach dem Einmarsch syrischer Regierungstruppen in die vom Bürgerkrieg zerstörte Großstadt Aleppo legt Deutschland ein Hilfsprogramm von 15 Millionen Euro zur Gesundheitsversorgung auf. Nachdem die internationale Staatengemeinschaft dem Morden und Bombardieren so hilflos zugeschaut habe, müsse es jetzt einen humanitären Großeinsatz für die Menschen in Aleppo geben, sagte der für Entwicklungshilfe zuständige Minister Gerd Müller der "Bild"-Zeitung. Das Programm des Entwicklungsministeriums sichert dem Bericht zufolge 30 Monate lang die Arbeit von rund 1000 syrischen Ärzten, Krankenpflegern und Traumapsychologen. Laut UN sind in Syrien derzeit rund 13,5 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, 90 Prozent davon benötigen medizinische Versorgung.

 

Videos belegen Flucht des Berlin-Attentäters über Lyon:

Die Vermutungen über den Fluchtweg von Anis Amri nach dem Anschlag von Berlin mit zwölf Toten scheinen sich zu bestätigen. Der Tunesier wurde demnach am Tag bevor er in Mailand erschossen wurde, an einem Bahnhof in Lyon gesehen. Auf Bildern von Video-Überwachungskameras sei zu sehen, wie der mutmaßliche Attentäter von Berlin auf einem Bahnsteig der französischen Stadt stand, berichten mehrere Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Justizkreise. Der 24-Jährige sei auf diesen Bildern allein unterwegs. Nach Überzeugung der Ermittler war es Amri, der am 19. Dezember mit einem Lastwagen in die Besucher eines Weihnachtsmarktes raste. Weiterhin unklar ist, auf welchem Weg er von Deutschland nach Frankreich gereist ist.

 

Gegner von Südkoreas Präsidentin verlassen Regierungspartei:

Vor dem Hintergrund der Affäre um die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye hat sich die Regierungspartei Saenuri gespalten. 29 Abgeordnete seien ausgetreten, sie wollten eine neue Partei gründen, meldete die Nachrichtenagentur Yonhap. Die Parlamentarier erklärten, wer loyal zur Präsidentin stehe, habe die wahren Werte des Konservatismus vergessen. Dadurch sei das Vertrauen der Bevölkerung verlorengegangen. Park wird vorgeworfen, ihrer Vertrauten Choi Soon Sil jahrelang vertrauliche Regierungsdokumente zugespielt zu haben. Choi und deren Tochter sollen sich durch die Nähe zur Präsidentin persönlich bereichert haben.

 

Bulgariens Präsident warnt EU vor Russland:

Bulgariens scheidender Staatspräsident Rossen Plewneliew hat in einem Interview vor Versuchen Moskaus gewarnt, die Europäische Union zu destabilisieren. Es gebe viele Indizien für die russische Finanzierung antieuropäischer Parteien und Medien in Bulgarien sowie in anderen EU-Ländern, sagte Plewneliew der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Moskau wolle die EU durch die Unterstützung ultranationalistischer Parteien oder Bewegungen von innen aushöhlen. Russland versuche, auf einer neuen ideologischen Grundlage dasselbe zu erreichen wie einst die Sowjetunion, die Schwächung Europas und die Verbreitung von Zweifeln an den Werten von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, so Plewneliew. Dieses Ziel verfolge Moskau auch im Internet.

 

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