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Nachrichten

27.11.2013 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Parteispitzen von CDU, CSU und SPD haben sich auf die Bildung einer Koalition geeinigt. Nach einem 18-stündigen Verhandlungsmarathon einigten sich die Parteien in den frühen Morgenstunden in den letzten strittigen Punkten. Unter anderem sollen Verbesserungen bei der Rente auf den Weg gebracht sowie ein Mindestlohn und eine PKW-Maut eingeführt werden. Union und SPD fanden auch im Streit um die doppelte Staatsbürgerschaft einen Kompromiss. Danach müssen sich in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern künftig nicht mehr bis zum 23. Geburtstag für einen der beiden Pässe entscheiden. Wer welche Ministerposten besetzt, blieb noch offen. - Trotz der Einigung ist noch nicht entschieden, ob es eine schwarz-rote Bundesregierung tatsächlich geben wird. Die SPD lässt darüber ihre Mitglieder abstimmen. Das Ergebnis soll am 14. Dezember feststehen.

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Der in Kairo verschwundene deutsch-ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad ist wieder aufgetaucht. Nach Angaben des Auswärtigen Amts in Berlin hält er sich in der Obhut der deutschen Botschaft auf. Der Publizist war am Sonntag verschwunden. Noch ist unklar, ob er entführt wurde. Sein 2009 erschienenes Werk „Mein Abschied vom Himmel“ hatte in Ägypten wegen islamkritischer Passagen für Empörung gesorgt. Islamisten sprachen eine Fatwa aus – einen Aufruf zum Mord an Abdel-Samad.

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Die Partei des früheren italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi - Forza Italia - hat sich aus der Koalitionsregierung in Rom zurückgezogen. Zahlreiche Parlamentarier und Minister hatten sich zuvor von Berlusconis Partei abgewandt und eine neue Mitte-Rechts-Partei gegründet. Die Neue Rechte Mitte will in der Regierung bleiben. Ministerpräsident Enrico Letta verfügt damit weiterhin über eine regierungsfähige Mehrheit. Am Abend entscheidet der italienische Senat darüber, ob Silvio Berlusconi seinen Sitz in dem Gremium verliert. Seine Gegner verfügen dabei über eine knappe Mehrheit. Der 77-jährige Medienunternehmer ist wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Haft verurteilt.

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Im Streit zwischen Japan und China um eine Inselgruppe im Ostchinesischen Meer haben sich nun auch die USA eingeschaltet. Zwei unbewaffnete US-Militärflugzeuge hätten die Inseln überflogen, ohne vorher die chinesische Regierung zur informieren, teilte die Regierung in Washington mit. China hatte das Gebiet zuvor zu seiner Flugverteidigungszone erklärt und verlangt, dass sich sämtliche Flugzeuge vor einem Überflug ausweisen. Die Inseln sind für China und Japan von strategischem Interesse. Die Gewässer sind reich an Fischen, außerdem werden Öl- und Gasvorkommen vermutet.

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Beim Untergang eines Flüchtlingsbootes vor den Bahamas sind nach Angaben der US-Küstenwache mindestens 20 Haitianer ums Leben gekommen. Das Segelschiff war am Montagabend vor der Bahamas-Insel Staniel Cay gekentert. Bislang konnten Rettungskräfte 110 Überlebende aus dem Wasser bergen. Die Flüchtlinge waren auf dem Weg von Haiti in die USA.

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Nach der Präsidentenwahl in Honduras haben mehrere hundert Anhänger der Linkskandidatin Xiomara Castro gegen den sich abzeichnenden Sieg des Konservativen Juan Orlando Hernández protestiert. In der Hauptstadt Tegucigalpa setzte die Polizei gegen die Demonstranten Schlagstöcke und Tränengas ein. Die Wahlkommission hatte zuvor erklärt, Hernández liege bei der Auszählung der Stimmen uneinholbar vorn. Danach erhielt Castro lediglich knapp 29 Prozent der Stimmen, der konservative Kandidat Juan Orlando Hernández dagegen 34 Prozent. Für die Wahl zum Staatsoberhaupt reicht in Honduras eine einfache Mehrheit. Castro will den Wahlsieg von Hernández nicht anerkennen. Internationale Beobachter beschrieben die Abstimmung hingegen als transparent und demokratisch. Die vorläufigen Ergebnisse seien glaubwürdig, teilten die Beobachter der Europäischen Union und der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) mit.

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