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Nachrichten

27.11.2011 – Langsam gesprochene Nachrichten

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Sonntag – als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

Nach dem Luftangriff auf pakistanische Soldaten im Grenzgebiet zu Afghanistan haben US-Außenministerin Hillary Clinton und Verteidigungsminister Leon Panetta der pakistanischen Regierung ihr "tiefstes Beileid" ausgesprochen. Die Minister sicherten ihren jeweiligen pakistanischen Kollegen ihre "volle Unterstützung" für eine sofortige Untersuchung des Vorfalls durch die NATO zu. Nach dem Tod von mindestens 24 Soldaten durch Beschuss von Hubschraubern hatte die Regierung in Islamabad von einer "groben" Verletzung der Souveränität des Landes gesprochen. Sie stellte die gesamte Zusammenarbeit mit den USA und der NATO auf den Prüfstand. Die Nachschublinien der NATO nach Afghanistan wurden umgehend gesperrt. Die USA wurden aufgerufen, binnen 15 Tagen ihre Luftwaffenbasis Shamsi zu räumen. Von dort fliegen US-Drohnen umstrittene Angriffe auf Taliban-Stellungen. Der US-Kommandeur in Afghanistan, General John Allen, sagte eine genaue Untersuchung zu.

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Vor der internationalen Afghanistan-Konferenz Anfang Dezember in Bonn haben sich Außenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Thomas de Maizière noch einmal dafür ausgesprochen, die Taliban in den afghanischen Aussöhnungsprozess einzubeziehen. Aussöhnung finde nicht zwischen Freunden, sondern zwischen bisherigen Gegnern statt. Dies müsse man konkret in Angriff nehmen, statt darüber zu spekulieren, wer zur Versöhnung bereit sein könnte, sagte Westerwelle in einem gemeinsamen Interview beider Minister mit "Bild am Sonntag". Auch De Maizière meinte, der Westen könne die Taliban nicht einfach als "die Bösen" aus den Verhandlungen ausschließen. Ein Erfolg sei nur möglich, wenn eine - so wörtlich - "ausreichende Menge" der wichtigen Gruppierungen mitwirke.

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Das syrische Regime muss sich wegen der blutigen Niederschlagung der Protestbewegung auf weitere Sanktionen der arabischen Staaten gefasst machen. Die ersten Außenminister der Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga trafen in Kairo ein. An dem Treffen soll auch der türkische Außenminister Ahmed Davutoglu teilnehmen. Bei einem vorbereitenden Treffen hatten die Wirtschafts- und Finanzminister der Liga am Samstag einen Sanktionskatalog beschlossen. Dazu gehören Einreiseverbote und Kontosperrungen für syrische Regierungsmitglieder sowie die Aussetzung von Handelsbeziehungen. Damit will die Liga den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zu einem Ende der Gewalt gegen friedliche Demonstranten bewegen. Sein Regime hatte am Freitag das letzte Ultimatum der Liga verstreichen lassen. Nach UN-Angaben sind in Syrien inzwischen 1,5 Millionen Menschen auf internationale Lebensmittelhilfe angewiesen.

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In Ägypten hat sich Friedensnobelpreisträger Mohamed ElBaradei kurz vor Beginn der Parlamentswahl am Montag als Ministerpräsident einer neuen Übergangsregierung ins Gespräch gebracht. Er sei bereit, seine Präsidentschaftskandidatur fallen zu lassen, sollte er mit der Führung einer Regierung der nationalen Einheit beauftragt werden, kündigte der ehemalige Chef der Internationalen Atomenergiebehörde an. Zuvor war er mit dem Vorsitzenden des Militärrats, Feldmarschall Hussein Tantawi, zusammengetroffen. ElBaradei sei aber nur dann zur Übernahme des Amts bereit, wenn seine Regierung mit besonderen Vollmachten ausgestattet werde, um die Übergangsphase zu überstehen, teilte sein Wahlkampfteam mit. - Nach dem Rücktritt der Übergangsregierung unter Essam Sharaf hatte der Militärrat Kamal al-Gansuri zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Dieser wird jedoch wegen seiner Nähe zum früheren Präsidenten Hosni Mubarak von großen Teilen der Bevölkerung abgelehnt.

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Als Reaktion auf neue Sanktionen im Atomstreit hat das iranische Parlament die Regierung aufgefordert, die Beziehungen zu Großbritannien einzuschränken. Die Abgeordneten billigten mit deutlicher Mehrheit eine entsprechende Vorlage des Auswärtigen Ausschusses, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete. Demnach sollen die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen "auf ein Minimum" begrenzt werden. Der Beschluss könnte dazu führen, dass der britische Botschafter den Iran verlassen müsste. Der von der konservativen Geistlichkeit beherrschte Wächterrat muss der Entscheidung allerdings noch zustimmen. Die britische Regierung hatte kürzlich die Sanktionen gegen die Islamische Republik nach einem kritischen Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zum iranischen Atomprogramm verschärft.

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DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: An der Küste Orkanböen. Vom Norden breiten sich bis in die Mitte Wolken und Regen aus. Südlich davon ein Wechsel von Nebel und Sonne. Maximal sechs bis 13 Grad. --- Die weiteren Aussichten: Zum Wochenbeginn weiter ein Mix aus Nebel und sonnigen Abschnitten und für die Jahreszeit recht mild.

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